Zwei Jungen stehen im Regen auf der Straße.

CARE-Hilfe in Mosambik

Mosambik: Ein Jahr nach Zyklon Idai

Knapp ein Jahr nachdem Zyklon Idai im Süden Afrikas für verheerende Zerstörungen sorgte, sind die Folgen für Menschen in Mosambik, Simbabwe und Malawi immer noch deutlich zu spüren. Fast 100.000 Menschen leben bis heute in notdürftigen Unterkünften und sind schutzlos den zunehmend extremen Wetterereignissen ausgeliefert.

Zyklon Idai war am 14. März 2019 auf Land getroffen und hatte mit 200 Stundenkilometern eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Mehr als 700.000 Hektar Ernte wurden zerstört.

Auch auf den Alltag wirkt sich Idai bis heute aus. So müssen Mädchen und Frauen weitere Wege zurücklegen, um Trinkwasser und Feuerholz zu holen. Mädchen verbringen mehr Zeit mit der Betreuung älterer Familienmitglieder oder ihrer jüngeren Geschwister, weil ihre Mütter arbeiten müssen. Kinder, die ihr Zuhause verloren haben, sind einem erhöhten Risiko von Ausbeutung, Schulabbruch und der Trennung von ihren Familien ausgesetzt.

Viele Mosambikanerinnen und Mosambikaner sind nach Zyklon Idai nur mit ihrem Leben davon gekommen.
Zyklon Idai richtete große Zerstörung an.
Der junge Filipe will seiner Oma beim Wiederaufbau helfen.
Die Mosambikanerinnen und Mosambikaner zeigen sich nach Zyklon Idai solidarisch miteinander.
CARE versorgte nach Zyklon Idai besonders auch Kleinkinder.
Mehr als 3.000 Klassenzimmer wurden durch Zyklon Idai zerstört.

Nach Zyklon Idai baute CARE 360 temporäre Lernräume und sanierte Klassenzimmer, um sicherzustellen, dass der Unterricht für rund 34.000 Schülerinnen und Schüler fortgesetzt werden kann. Wir stellten außerdem Hygieneartikel und sanitäre Einrichtungen für fast 60.000 Frauen und Mädchen bereit. Dazu gehörten Latrinen, Seifen, Eimer und Damenbinden. Darüber hinaus bietet CARE bis heute Schulungen zu Hygienepraktiken für Freiwillige, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer an. Diese tragen ihr Wissen dann weiter in ihre Gemeinden, wodurch viele weitere Personen davon profitieren.

Bitte helfen Sie, unsere Hilfe weiter auszubauen.

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So können Sie helfen

80 Euro

2 Latrinen-Bausets

120 Euro

Ein großes Wasser-CARE-Paket

200 Euro

Notunterkunft für 6 Familien


Blogbeiträge aus Mosambik

CARE-Helferin Ninja Taprogge berichtet einen Monat nach dem Wirbelsturm Idai aus Mosambik:

"4.072 Fälle von Cholera in Mosambik. Innerhalb weniger Tage stieg die Zahl der Menschen, die mögliche Symptome von Cholera aufweisen, rasant an. Wäre ich in Deutschland, würde es sich für mich – so schlimm es klingen mag – wahrscheinlich nur um eine weitere Zahl aus dem Katastrophengebiet im südlichen Afrika handeln. Doch seit gestern bin ich hier in Beira, einer der Regionen in Mosambik, die am stärksten unter den Folgen von Zyklon Idai leidet. Und das verändert alles."

WeiterlesenAlle Beiträge aus Mosambik 

CARE-Helferin Jennifer Bose in Mosambik

Wirbelsturm Idai – CARE hilft

Die Schule, die als Notunterkunft diente, ist nach dem Zyklon Idai zerstört

Im Dorf Inhamizua wurde eine Schule, die als Notunterkunft für 300 Menschen diente, durch Zyklon Idai zerstört.

Überschwemmungen und Verwüstung machen sich nach dem Wirbelsturm bemerkbar

In der Großstadt Beira ist jeder Einwohner von den Verwüstungen und Überschwemmungen betroffen, die Tropensturm Idai verursacht hat.

Verwüstung nach Sturm Idai

Praia Nova Village ist eines der am stärksten betroffenen Viertel in Beira. Die an der Küste gelegene Barackensiedlung hatte dem schweren Sturm kaum etwas entgegenzusetzen.

CARE hilft z.B. mit sauberem Wasser

Nach dem Wirbelsturm kehren die Menschen zurück nach Praia Nova Village. Was sie jetzt zum Überleben brauchen, sind sauberes Trinkwasser und Nahrungsmittel.

Mutter mit Baby auf dem Arm

Enia Joao lebt mit ihren drei Kindern in Praia Nova Village. "Ich habe noch nie so einen Sturm erlebt", sagt sie erschüttert.

Essende Kinder

In Notunterkünften erhalten auch die Kleinsten dringend benötigte Nahrung. 

Erste Hilfsgüter werden verteilt.

Die ersten Lastwagen mit Hilfsgütern sind angekommen. Hier werden Plastikplanen gegen den anhaltenden Regen verteilt.

Betroffene aus der Region Dondo warten bei einer Verteilung von CARE auf Zeltplanen und Hygiene-Care-Pakete.

Anstehen für ein CARE-Paket: Im Dorf Nhamaibwe, eine Autostunde von Beira entfernt, verteilen Helfer Hygieneartikel und Zeltplanen.

Ein Junge vor dem Zelt seiner Familie. CARE errichtet Notunterkünfte für die von Wirbelsturm Idai Betroffenen in der Region Donda, Mosambik.

Ein Dach über dem Kopf ist überlebenswichtig. Für 50 Familien, die durch den Wirbelsturm ihre Häuser verloren haben, stellt CARE Zelte bereit.

Eine Frau aus Nhamaibwe bei Beira trägt ein Hilfspaket von CARE über dem Kopf. CARE leistet in Mosambik Unterstützung für die Menschen, die durch Wirbelsturm Idai alles verloren haben.

Die Hilfe von CARE kommt an! Dennoch brauchen die Betroffenen dringend weitere Unterstützung. 


Die CARE-Hilfe auf einen Blick

Ein Mann trinkt Wasser aus einem Brunnen.

Hygiene für alle

Im ländlichen Mosambik ist die Sanitär- und Abwasserversorgung nicht organisiert. Fäkalien gelangen leicht ins Trinkwasser – mit teils tödlichen Konsequenzen. In 22 Gemeinden baut CARE mit der Bevölkerung flächendeckend sanitäre Anlagen. Jeder Haushalt installiert eine Latrine, 40 zentrale Trinkwasserverteilstellen werden eingerichtet. In den Dörfern gründet und schult CARE Hygienekomitees mit dem Ziel, dass das Trinkwasser vor Ort in Zukunft wirklich sicher ist.

 

Eine Frau mit einem Tuch auf dem Kopf, blickt in die Kamera.

Schule gegen den Hunger

Ein Großteil der Bevölkerung in Mosambik lebt von der Landwirtschaft. Zunehmend unregelmäßige Niederschläge und längere Trockenperioden haben die kargen Ernten in den letzten Jahren um bis zu 30 Prozent gesenkt. In der erntefreien Zeit leiden die Familien Hunger. CARE hilft und organisiert für Kleinbauern "Farmer Field Schools". Hier lernen sie den Umgang mit neuen Anbaumethoden und dürreresistenten Gemüsearten. Mit gutem Saatgut von CARE können sie das Erlernte auf den eigenen Feldern umsetzen.

 

Zwei Frauen sitzen auf dem Boden und zählen Geld.

Überlebenshilfe in der Dürre

Lang anhaltende Dürren haben die landwirtschaftliche Produktion Mosambiks stark verringert. Fast 1,5 Millionen Menschen im Land benötigen deswegen humanitäre Hilfe. Um besonders gefährdete Familien vor dem Hunger zu bewahren, verteilt CARE Lebensmittelgutscheine. Sehr arme Haushalte, schwangere und stillende Frauen oder Familien, die durch HIV-erkrankte oder behinderte Mitglieder besonders belastet sind, sollen so in der Lage sein, ihren Grund­nahrungsmittel­bedarf zu decken.


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