Kind in Decke

CARE-HILFE IN SYRIEN

Humanitäre Katastrophe in Idlib

Über drei Millionen Menschen sind in den letzten Wochen gefangen zwischen den Fronten. Im Nordwesten Syriens spielt sich eine unvorstellbare humanitäre Katastrophe ab. Allein seit Dezember wurden 900.000 Menschen in Idlib vertrieben. Sie haben alles verloren und benötigen dringend Schutz, Nahrung, Wasser und medizinische Hilfe. Ein von CARE unterstütztes Krankenhaus für Geburtshilfe wurde durch Bombenangriffe so schwer beschädigt, dass es evakuiert werden musste. Glücklicherweise konnten wir Patientinnen, Ausrüstung und Personal unserer Klinik erfolgreich aus Idlib evakuieren. Nördlich von Aleppo, wo zehntausende Vertriebene Schutz suchen, können nun weiterhin Schwangere, Mütter und Kinder durch CARE versorgt werden.

„Eine so große Zahl von Vertriebenen in so kurzer Zeit in einem so kleinen Gebiet haben wir noch nie zuvor gehabt“, berichtet CARE-Helfer Tue Jakobsen. „Es ist Winter in Syrien, genau wie in Europa. Es liegt Schnee, und 450.000 Menschen haben keine feste Unterkunft.“
CARE hilft mit Partnerorganisationen vor Ort, doch die Gewalt erschwert Hilfslieferungen. Wir fordern eine sofortige Waffenruhe und den uneingeschränkten Zugang für humanitäre Helferinnen und Helfer.

Personen fliehen auf einem Laster aus dem Kampfgebiet.
Provisorische Camps in Syrien.
Autos im Stau im Nordwesten Syriens.
Familie läuft durch eine Stadt.
Eine Frau und ein Kind im Flüchtlingscamp.

Die Krise im Überblick

Seit inzwischen neun Jahren herrscht Krieg im Land, viele Menschen sind bereits mehrfach geflohen. Sie sind traumatisiert, entwurzelt und verzweifelt.
Etwa 11,7 Millionen Menschen in Syrien benötigen dringend humanitäre Hilfe. Keine andere Krise weltweit hat so viele Menschen aus ihrer Heimat vertrieben. Über fünf Millionen flohen in Nachbarländer, mehr als sechs Millionen Syrer sind Flüchtlinge im eigenen Land.

Mittlerweile leben 83 Prozent der syrischen Bevölkerung in Armut. Der Krieg raubt ihnen die Lebensgrundlagen und lässt keine Zeit zum Wirtschaften. Viele Kinder können nicht mehr zur Schule gehen, die Anzahl der Frühehen steigt. Frauen und Mädchen trifft es besonders schlimm: Sie können nicht zur Schule gehen, kaum eigenes Geld verdienen oder medizinische Vorsorge erhalten. Sie werden früh verheiratet, ausgebeutet und ihrer Zukunft beraubt.

So hilft CARE in Syrien

In Syrien konnte CARE seit Beginn des Konfliktes mehr als 4,5 Millionen Menschen helfen – mit Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser, mit Hygiene-CARE-Paketen, mit Winter-CARE-Paketen sowie medizinischer Unterstützung. CARE sichert das Überleben von syrischen Familien auf der Flucht in Syrien selbst, in Jordanien, im Libanon, in Ägypten, der Türkei, im Irak, auf den Fluchtrouten durch den Balkan und jetzt auch in Deutschland mit dem Integrationsprojekt KIWI. Dabei arbeitet CARE eng mit lokalen Partnerorganisationen zusammen.

 

Bitte helfen Sie uns, das große Leid zu lindern!

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Idlib - Das letzte Krankenhaus für Mütter und Kinder

Hinweis zum Video: Das „Hope Maternity Hospital“ musste aufgrund der anhaltenden Gewalt seinen Standort in der Region Idlib schließen. Patientinnen und Patienten, Ausrüstung und Personal wurden evakuiert, nachdem ein benachbartes Krankenhaus Ziel mehrerer Luftschläge geworden war. Glücklicherweise war die Evakuierung erfolgreich und die Klinik kann ihre so wichtige Arbeit nördlich von Aleppo weiterführen. In einem Gebiet in dem der Bedarf an medizinischer Versorgung groß ist, da zehntausende Vertriebene dort aktuell Schutz suchen. CARE betreibt weiterhin die im Film zu sehenden Ambulanzen, bildet Hebammen aus und versorgt die Menschen zudem über kleinere Gesundheitsstationen.


So können Sie helfen

80 Euro

Lernspielzeug für traumatisierte Kinder

120 Euro

Ausstattung eines Gesundheitszentrums

200 Euro

Nahrungsmittel-CARE-Pakete für 6 fünfköpfige Familien



Die Syrien-Hilfe von CARE auf einen Blick

Eine Frau sitzt mit ihren Kindern vor einem Steinhaus.

Überlebens- und Winterhilfe für Vertriebene

In Syrien hilft CARE gemeinsam mit lokalen Partnern, Familien mit Lebensmitteln, Decken, Kleidung, Öfen und Heizmaterial, mit den wichtigsten Hilfsgütern sowie mit Hygiene- und Neugeborenen-Paketen auszustatten. CARE unterstützt eine syrische Klinik mit Medikamenten, Material und Finanzhilfen dabei, die medizinische Versorgung für 250.000 Menschen aufrechtzuerhalten.

 

Zwei Kinder mit bemalten Gesichtern.

Hilfe in Jordanien und im Libanon

In Jordanien unterhält CARE in Amman, Zarqa, Mafraq und Irbid Flüchtlingszentren und ist zudem im Flüchtlingscamp Azraq tätig. Hier bietet CARE Beratung sowie materielle und finanzielle Hilfe für besonders Bedürftige. Für Kinder hat CARE „sichere Räume" eingerichtet, die Spieltherapie, psychosoziale Betreuung, Kreativ- und Bildungsangebote anbieten. Im Libanon ist inzwischen jeder vierte Mensch ein syrischer Flüchtling. CARE unterstützt die aufnehmenden Gemeinden bei der Verbesserung ihrer Wasser- und Hygiene-Infrastruktur, verteilt Baby- und Hygiene-CARE-Pakete und schult zur Vermeidung von Krankheiten.

Zur Länderseite Jordanien

Eine Care Mitarbeiterin überreicht einer Frau eine Tüte.

Hilfe für syrische Flüchtlinge in der Türkei und in Europa

In der Türkei versorgt CARE syrische Flüchtlingsfamilien mit Lebensmittel-Paketen und Hilfsgütern in der Region Suruc. An den Grenzen Europas, wie in Serbien und Kroatien, verteilt CARE an erschöpfte Transit-Flüchtlinge Soforthilfe-Pakete. In Deutschland hilft CARE gemeinsam mit Partnern und ehrenamtlichen Helfern bei der sozialen Integration von Flüchtlingen durch Sport- und Bildungsangebote.

 


Blog - CARE-Helfer berichten

Der Generalsekretär von CARE Deutschland, Karl-Otto Zentel, nimmt am Dead2Red-Marathon in Jordanien teil.

Auf unserem Blog sind Sie noch näher dran! Sie finden dort persönliche Beiträge von CARE-Mitarbeitern. Sie berichten von ihren Reisen, informieren über aktuelle Ereignisse und diskutieren über das, was uns bewegt.

Alle Blogbeiträge aus Syrien

„660.000 Frauen aus Syrien haben in Jordanien Zuflucht gefunden. Häufig alleine mit ihren Kindern müssen sie den Alltag im Exil bewältigen. Und im achten Jahr des Krieges schwindet die Hoffnung, eines Tages nach Syrien zurückkehren zu können. Für sie und für Frauen weltweit laufe ich." Mit diesen Worten erklärte Karl-Otto Zentel seine Teilnahme am Dead2Red-Marathon in Jordanien. Zusammen mit einem Team von CARE-Mitarbeiterinnen und Engagierten lief der Generalsekretär von CARE Deutschland im März 2019 242km durch die Wüste, um auf das Leid von Frauen auf der Flucht aufmerksam zu machen.

Darum laufe ich durch die Wüste


Danas Geschichte

Das Coverbild vom Comic Dana

Die Syrerin Dana floh mit ihren Kindern aus Syrien, nachdem die Situation für sie dort immer gefährlicher wurde. In unserem Comic erzählt sie ihre Geschichte. Sie steht für so viele Schicksale, für zahllose Familien, die der Krieg in Syrien auseinandergerissen hat.

Jetzt lesen


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Bürgerkrieg in Syrien: Aktion zum 6. Jahrestag


Fotogalerie: CARE-Hilfe in Syrien

Eine syrische Frau wischt den Boden.

Thunayya

Thunayya, 48, hilft im CARE-Gemeindezentrum im Azraq-Camp aus und unterstützt sich und ihren 85-jährigen Vater damit finanziell.

Ein syrischer Mann öffnet einen Kleiderschrank.

Fahed

Zuhause in Syrien war Fahed Elektriker, aber hier in Jordanien findet er keinen Job. Er nutzt sein Wissen praktisch: Fahed hat Solarzellen an seine Solarlampe angeschlossen.

 

Ein syrischer  Mann steht mit zwei Kindern in einem Getreidegarten.

Aeed

"Not macht erfinderisch", sagt Aeed (50) über seine Fähigkeit zur Anpassung an schwierige Situationen.

Ein syrischer CARE Mitarbeiter hilft Flüchtlingen.

Majed

Der 23-jährige Majed studiert eigentlich Finanzwissenschaften. Zurzeit hilft er als Freiwilliger im Azraq-Camp.

Eine Junge liegt in einem Bett und hat die Decke bis zur Nasenspitze hoch gezogen.

Almustafa

Im Sommer 2012 floh die Familie von Almustafa nach Jordanien. Jetzt leben sie in einer improvisierten Unterkunft in der Nähe von Mafraq.

Ein CARE Mitarbeiter stapelt CARE Hilfspakete.

CARE vor Ort

Im Moment fokussiert sich die Hilfe von CARE auf die Verteilung von wärmenden Decken, Winterkleidung und Brennmaterialien.

Zwei syrische Kinder.

Kinder auf der Flucht

Auf der Flucht, in der Fremde und oft schwer traumatisiert sind Kinder mit am schwersten von der Krise betroffen.

Ein syrischer Junge geht entlang einer Straße.

Wahli

Neben den von Hilfsorganisationen errichteten Flüchtlingscamps, befinden sich an den Rändern der großen Städte viele improvisierte Notunterkünfte.

Zwei Männer und eine Frau stehen an einer Straße.

CARE vor Ort

Flüchtlinge, die in solch improvisierten Unterkünften leben, sind besonders schwer zu erreichen. Dabei leistet die lokale Bevölkerung große Hilfe.

Unterkünfte, Syrisches Camp.

Azraq-Flüchtlingscamp

In dem organisierten Azraq-Flüchtlingscamp in Jordanien, verantwortet CARE zusätzlich die Gemeinschaftszentren.


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