CARE leistet den Beitrag zur Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitszielen.

Die UN-Nachhaltigkeitsziele: So hilft CARE

17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung

Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen gehören zu einem globalen Plan zur Förderung des nachhaltigen Friedens und Wohlstands und zum Schutz unseres Planeten. Mit der Agenda 2030 haben sie nicht nur in der Politik an Bedeutung gewonnen, sondern sind auch präsenter in der Gesellschaft geworden. 

Viele der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) stehen schon immer im Mittelpunkt der Hilfsprojekte von CARE und bleiben auch in der Zukunft wichtig, denn CARE stellt einen steigenden Bedarf an humanitärer Hilfe fest. Krisen, Konflikte, Geschlechterungleichheit und der Klimawandel sind die Haupttreiber. Insbesondere Frauen und Mädchen sind am stärksten von den Auswirkungen dieser weltweiten Krisen betroffen. Mit unserem Beitrag zu den SDGs möchten wir das ändern. 

Im Folgenden erklären wir, was die 17 Nachhaltigkeitsziele genau sind und wie CARE zu ihrer Erreichung beiträgt.

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Das sind die Nachhaltigkeitsziele

Was sind die 17 Ziele?

Die Sustainable Development Goals sind politische Ziele der Vereinten Nationen, die die weltweite Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung erreichen sollen. Die 17 Ziele bilden alle drei Dimensionen von Nachhaltigkeit ab – Soziales, Umwelt und Wirtschaft – und sollen bis 2030 von allen Ländern des Globalen Nordens und des Globalen Südens erreicht werden. Sie sind unteilbar und bedingen einander.

Gemeinsam sollen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung zu einer Welt ohne Hunger und Armut führen, die Wohlstand für alle bietet und in der nachhaltig mit den Ressourcen unseres Planeten umgegangen wird. Eine Welt, in der Frieden herrscht, Menschenrechte gesichert sind und globale Partnerschaften auf Augenhöhe existieren.

Mehr zu jedem der 17 Ziele können Sie hier auf der offiziellen UN-Seite nachlesen. 


Entstehung der Ziele – Agenda 2030

Die Agenda 2030 oder offiziell "Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" hat das Ziel, die Welt so zu verändern, dass jeder Mensch ökologisch verträglich, sozial gerecht und wirtschaftlich leistungsfähig handeln kann. Die 17 Nachhaltigkeitsziele und ihre 169 Unterziele sind das Kernstück der Agenda 2030 und decken eine Vielzahl von Themen ab, die es bedarf, um das übergeordnete Ziel – nachhaltige Entwicklung – zu erreichen.

Was ist die Agenda 2030?

Die Agenda 2030 und die Nachhaltigkeitsziele wurden im September 2015 auf dem Weltgipfel der UN für nachhaltige Entwicklung von allen 193 Mitgliedern der Vereinten Nationen verabschiedet. Am 1. Januar 2016 traten die SDGs mit einer Laufzeit von 15 Jahren in Kraft und gelten für alle Mitgliedsstaaten.

Agenda 2030 umfasst unsere Welt

SDG-Report 2020:  Was wurde erreicht?

Auf der Grafik sind 3 Erfolge aus dem SDG Bericht 2020

Die Fortschritte der nachhaltigen Entwicklung im Rahmen der 17 SDGs waren schon vor COVID-19 ungleichmäßig und unzureichend, um die Ziele bis 2030 zu erreichen. Die Pandemie hat dies noch weiter verstärkt. Nichtsdestotrotz zeichnen sich einige Erfolge ab:  

  • Der Anteil der in extremer Armut lebenden Menschen ist von 2010 bis 2019 von 15,7 Prozent auf 8,2 Prozent gesunken. 
  • Der Anteil der Erwerbstätigen, die weltweit in extremer Armut leben, hat sich von 2010 bis 2019 von 14,3 Prozent auf 7,1 Prozent halbiert.   
  • Die Anzahl von Frauen in Führungspositionen ist von 2000 (25 Prozent) bis 2019 um 3 Prozent gestiegen und beträgt nun 28 Prozent. 
  • 2019 war jede fünfte Frau (20,2 Prozent) zwischen 20 und 24 Jahren bereits vor ihrem vollendeten 18. Lebensjahr verheiratet. 2009 war es noch jede vierte Frau (23,8 Prozent).  
  • Der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die keine Grund- oder Sekundarschule besuchten, ist von 26 Prozent (2000) auf 17 Prozent (2018) gesunken.   
  • 2018 gaben 55 Länder an, dass zumindest einige ihrer Kommunalverwaltungen über lokale Katastrophenvorsorgestrategien verfügen, die teilweise den nationalen Strategien folgen.   
  • Daten aus 133 Ländern und Gebieten zeigen, dass Frauen heute besseren Zugang zu kommunalen Entscheidungspositionen haben und 36,3 Prozent der gewählten Sitze in lokalen Vertretungsorganen innehaben.   
  • 2019 hatten 75 erfasste Länder 73 Prozent der erforderlichen Gesetze und Vorschriften erlassen, um den vollen und gleichberechtigten Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit für Frauen und Mädchen zu garantieren.  

Mit Hilfsprojekten unterstützt CARE den Kampf gegen Armut und die Erreichung von sozialer Gerechtigkeit. Mit unserem Beitrag zu den SDGs fördern wir nachhaltigen Frieden und Wohlstand weltweit. 


Nachhaltigkeitsziele - FRAGEN UND ANTWORTEN zu SDGs

Wofür steht die Abkürzung "SDG"?

Das Kürzel SDG(s) steht in englischer Sprache für Sustainable Development Goal(s) und fasst die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zusammen.

Seit wann gibt es die SDGs?

Am 1. September 2015 wurden die 17 Kernziele und die 169 Unterziele im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung von der UN-Generalversammlung (193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen) verabschiedet. 

Welche Bereiche umfassen die 17 Ziele?

Die SDGs lassen sich in drei Bereiche einteilen: Wirtschaft, Soziales und Umwelt. Bei den handlungsleitenden Prinzipien konzentrieren sich die SDGs auf fünf Kernbotschaften: Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft. Im Englischen spricht man von den “5 Ps”: People, Planet, Prosperity, Peace, Partnership.

Wie lauten die 17 Nachhaltigkeitsziele?

1. Armut in jeder Form und überall beenden
2. Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern
3. Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern
4. Inklusive, gerechte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern
5. Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen erreichen
6. Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten
7. Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern
8. Dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern
9. Eine belastbare Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen
10. Ungleichheit innerhalb von und zwischen Staaten verringern
11. Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen
12. Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen
13. Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen
14. Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen
15. Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodenverschlechterung stoppen und umkehren und den Biodiversitätsverlust stoppen
16. Friedliche und inklusive Gesellschaften im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und effektive, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen
17. Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung wiederbeleben

Das sind die 17 Kern-Nachhaltigkeitsziele (SDGs). Diese werden im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen in 169 Unterzielen weiter konkretisiert.

Wie ist die Laufzeit der SDGs?

Die 17 Nachhaltigkeitsziele traten am 1. Januar 2016 mit einer Laufzeit von 15 Jahren in Kraft, also bis 2030. Diese 17 Ziele haben somit die sogenannten Millenniumsziele (MDGs) abgelöst. Die SDGs sind Teil der von den Vereinten Nationen vereinbarten Agenda 2030 "Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung".

Wo liegt der Unterschied zwischen SDGs und MDGs?

  • Die MDGs (Millennium Development Goals oder Millenniums-Entwicklungsziele) waren acht Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, die SGDs sind 17.
  • Die SDGs wurden – ebenso wie MDGs – für 15 Jahre verabschiedet. Die MDGs waren die Vorgänger der SDGs: Sie wurden im Jahr 2000 (bis 2015) formuliert, die SDGs sind 2016 (bis 2030) in Kraft getreten.
  • Im Unterschied zu den MDGs, die insbesondere auf Entwicklungsländer ausgerichtet waren, gelten die SDGs für alle Staaten.

Wie werden die Nachhaltigkeitsziele gemessen?

Zur Messung der Nachhaltigkeitsziele wurde ein Set von 231 weltweit vergleichbaren Indikatoren entwickelt, die auf Basis nationaler Daten gefüllt werden. Anhand dieser wird der Fortschritt der Staaten bei der Erreichung der 17 Ziele sowie ihrer Unterziele messbar. 

Diese Aufgabe fällt dem UN-Gremium "Hochrangiges Politisches Forum für nachhaltige Entwicklung" (High Level Political Forum on Sustainable Development, kurz HLPF) zu.

Das HLPF stellt dieses Prüfverfahren sicher und sorgt zugleich dafür, dass aus allen Ländern die Ergebnisse vergleichbar sind. Die Indikatorenliste wird seit ihrer Erstellung jährlich weiterentwickelt und verbessert. Eine umfassende Prüfung des gesamten Indikatorensets gab es bereits im Jahr 2020 und ist erneut für 2025 vorgesehen. 

 


CAREs Fokus-Ziele im Überblick

CARE trägt zur Schaffung sozialer Gerechtigkeit und zur dauerhaften Beseitigung von Armut bei und unterstützt die SDGs der Vereinten Nationen. Die Gleichstellung der Geschlechter (SDG 5) steht dabei immer im Mittelpunkt unserer Arbeit. Auch hochwertige Bildung, wirtschaftliche Stärkung, Zugang zu sauberem Wasser sowie Klimaschutz sind feste Bestandteile unserer globalen Programme. In den Hilfsprojekten konzentriert sich CARE insbesondere auf folgende Ziele für nachhaltige Entwicklung:

Eine Schülerin vor der Schultafel

Geschlechtergleichheit & Bildung zur Armutsbekämpfung

Wir als Hilfsorganisation wissen durch unsere jahrzehntelange Erfahrung, dass Armut nur besiegt werden kann, wenn ungleiche Machtverhältnisse und die unfaire Verteilung von Rechten und Möglichkeiten zwischen Männern und Frauen beendet werden. Geschlechtergerechtigkeit ist ein effektives Mittel für die Armutsbekämpfung.

Zugleich stellt die Gleichstellung der Geschlechter eine zentrale Herausforderung für unsere Arbeit dar. Denn Geschlechterdiskriminierung hat negative Auswirkungen auf die globale Sicherheit und Stabilität, auf die Entwicklung, die Wirtschaftsleistung, die Ernährungssicherheit, die Gesundheit sowie die Fähigkeit zur Anpassung an den Klimawandel. Frauen und Mädchen haben oft einen schlechteren Zugang zu Bildung, sie haben nicht die gleichen Möglichkeiten, sich beruflich weiterzuentwickeln oder sich wirtschaftlich zu beteiligen. Zwei Drittel der Menschen weltweit, die weder lesen noch schreiben können, sind weiblich.

CARE stellt bei der Fokussierung auf die Nachhaltigkeitsziele die Gleichstellung der Geschlechter (SDG 5) in den Mittelpunkt und strebt das Ziel an, die Ungleichbehandlung zu beenden, die Stimmen von Frauen und Mädchen zu stärken sowie sie beim Zugang zu Bildung und zur Vermeidung von Frühehen zu unterstützen.


Nahrung & Wasser: Gleiches Recht für alle

Es ist unvorstellbar, aber 690 Millionen Menschen weltweit leiden Hunger. 2,2 Milliarden Menschen fehlt auch heute noch der Zugang zu sauberem Trinkwasser und 4,2 Milliarden Menschen – also mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung – zu sauberen Sanitäranlagen (UN, 2020). Diese Zahlen steigen derzeit aufgrund der Coronakrise und des Klimawandels rapide. Dabei hat jeder Mensch das Recht auf gesunde Ernährung und sauberes Wasser.

CARE verfolgt das Ziel, Mangelernährung und Hunger zu bekämpfen sowie Menschen den Zugang zu Trinkwasser und angemessenen sanitären Einrichtungen zu ermöglichen. Neben sofortiger Hilfe nach Katastrophen, wenn Trinkwasser und Lebensmittel-Pakete verteilt werden, setzen wir auf langfristig wirkende Maßnahmen, wie z.B. die Reparatur oder den Aufbau von Wasserversorgungssystemen in ländlichen Gemeinden. Damit entlasten wir Frauen und Mädchen, die hauptsächlich die langen Wege auf sich nehmen müssen, um Wasser für ihre Familien zu holen. Darüber hinaus führen unsere Helfer:innen Schulungen zu nachhaltigeren Anbaumethoden und effizienten Bewässerungssystemen durch und helfen mit dürreresistentem Saatgut.

Insbesondere unterstützt CARE Kleinbauerinnen, da wir wissen, dass sie für die weltweite Lebensmittelproduktion von entscheidender Bedeutung sind. Sie machen die Hälfte aller Kleinbauer:innen aus, besitzen jedoch kaum Land und haben immer noch nicht den gleichen Zugang zu Technologien und Ressourcen wie Männer. Diese ungerechte Aufteilung bremst die landwirtschaftliche Produktivität der Gemeinden – und das will CARE ändern.

Sauberes Wasser

Zwei Frauen stehn in einer Fabrik in Bangladesch

Wirtschaftliche Geschlechtergerechtigkeit

70 Prozent der in Armut lebenden Menschen sind weiblich. Weltweit haben Frauen es schwerer als Männer, sie werden schlechter bezahlt und sind in Leitungspositionen deutlich unterrepräsentiert. Außerdem dürfen Mädchen in manchen Regionen der Welt aus z.B. finanziellen oder kulturellen Gründen die Schule nicht besuchen und werden als Erwachsene nicht in Entscheidungsprozesse in ihren Gemeinden eingebunden. Mit einer gerechten Partizipation in der Wirtschaft kann dem nachhaltig entgegengewirkt werden.

In unserer Arbeit haben wir schon lange erkannt, dass Frauen für die Wirtschaft von entscheidender Bedeutung sind – sie sind kreativ, willensstark und denken und handeln im Sinne ihrer Familien und Gemeinden. Wirtschaftlich gestärkte und gebildete Frauen sind unabhängiger und resilienter gegenüber externen Krisen. Langfristig wird so ein positiver Wandel bezüglich Rollenbildern, sozialen Normen und wirtschaftlichen Strukturen in den Gemeinden bewirkt.

CARE fördert Frauen und Mädchen, damit sie gleichberechtigten Zugang und Kontrolle über wirtschaftliche Ressourcen und Besitzstände bekommen. Um die Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen, müssen auch Männer und Jungen in den Schaffungsprozess einer gerechteren Gesellschaft einbezogen werden.


Recht auf ein gesundes Leben

Gesundheit ist in jedem Alter von wesentlicher Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung. Wir von CARE glauben, dass alle ein Recht auf ein gesundes Leben sowie auch reproduktive Selbstbestimmung haben. So fördern wir insbesondere die sexuelle und reproduktive Gesundheit von Frauen und Mädchen, um ihnen ein selbstbestimmtes Leben und eine bedarfsgerechte Familienplanung zu ermöglichen.

Leider werden reproduktive Gesundheitsprobleme in der humanitären Hilfe häufig übersehen. Der Mangel an adäquaten Diensten ist die häufigste Krankheits- und Todesursache bei Frauen im gebärfähigen Alter (UNFPA, 2021). Der eingeschränkte Zugang zu Gesundheitsversorgung für Schwangere und Mütter im Katastrophenfall hat ebenfalls folgenschwere Auswirkungen auf sie und die Entwicklung ihrer Säuglinge.  

Die Programme von CARE schaffen auf persönlicher, sozialer und struktureller Ebene die Voraussetzungen dafür, dass die Menschen ihr Recht auf ein gesundes Leben verwirklichen können. Die Reaktion auf Pandemien, wie aktuell das Coronavirus, ist ein wesentlicher Bestandteil unserer globalen Hilfsarbeit.

Die geschlechtergerechte Ausrichtung unserer Projekte berücksichtigt und unterstützt die Bedürfnisse aller Betroffenen. Unser Ziel ist es, Millionen Menschen ihr Recht auf Gesundheit zu ermöglichen.

Eine Familie in Aethiopien

Zwei Frauen bekamen humanitäre Hilfe

Maßnahmen der humanitären Hilfe

In den letzten zehn Jahren ist der Bedarf an humanitärer Hilfe aufgrund von Naturkatastrophen, dem Klimawandel, Verknappung von Ressourcen, langwierigen Konflikten und globalen Pandemien stark angestiegen. Die Gründe stehen miteinander im Zusammenhang, beeinflussen sich gegenseitig negativ und werden den humanitären Bedarf in den kommenden Jahren weiter verschärfen.

Als Organisation, die seit 75 Jahren lebensrettende humanitäre Hilfe leistet, entwickelt CARE diese kontinuierlich und innovativ weiter, um insbesondere die am schwersten zu erreichenden Bevölkerungsgruppen unterstützen zu können. Wir haben uns außerdem dazu verpflichtet, unsere humanitären Projekte gendersensibel zu gestalten, um eine bedarfsorientierte Hilfe für alle zu ermöglichen.

Wir setzen unsere Arbeit im humanitären Sektor in Bereichen wie Unterkunft, Wasser und Sanitäranlagen (WASH), Ernährungreproduktive Gesundheit und Rechte von Frauen weiter fort. Dabei stellen wir die Geschlechtergerechtigkeit (SDG 5) in den Mittelpunkt unserer Arbeit, um auch in den schweren Krisen zielgerichtet qualitativ hochwertige und geschlechtsspezifische humanitäre Hilfe für alle Menschen leisten zu können.


Gendergerechte Maßnahmen gegen den Klimawandel

Der Klimawandel stellt eine globale Herausforderung dar, die jeden Menschen auf unserem Planeten betrifft. Die Folgen des Klimawandels haben sich in den letzten Jahren rasant verschärft. Extreme Wetterereignisse, zum Teil in Kombination mit gewaltsamen Konflikten, sind maßgebliche Faktoren für eine Zunahme von Migration. Armut, Hunger sowie der Bedarf an humanitärer Hilfe werden dadurch weiterhin zunehmen.

Die Klimakrise verschärft zudem die bestehende Geschlechterungleichheit. Die Auswirkungen auf das Leben von Frauen und Mädchen sind dabei besonders zu spüren. Denn sie stehen an vorderster Front, wenn es darum geht, in der Landwirtschaft als Kleinbäuerinnen dem Klimawandel entgegenzuwirken und sich anzupassen. Zudem erleben Frauen und Mädchen weiterhin Diskriminierung und werden nicht in wichtige Entscheidungen miteinbezogen.

Angesichts der Auswirkungen des Klimawandels und verstärkt auftretender wetterbedingter Katastrophen setzt sich CARE für die Stärkung der Widerstands- und Anpassungsfähigkeit der Betroffenen ein. CARE fördert außerdem geschlechtsspezifische Klimaschutzmaßnahmen insbesondere dort, wo die Klimakrise bereits massive Probleme verursacht und Frauen in Bezug auf ihren Zugang zu Wissen und Ressourcen sowie die Durchsetzung ihrer Rechte deutlich benachteiligt sind.

Eine Frau auf dem Feld

Gemeinsam nahhaltigen Wandel bewirken

Gemeinsam nachhaltigen Wandel bewirken

CARE ist sich bewusst, wie ehrgeizig das Vorhaben der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ist. Wir werden unsere Fokus-SDGs nicht alleine erreichen können und arbeiten deswegen weiterhin eng mit anderen Organisationen und lokalen Partner:innen zusammen, um die positiven Ergebnisse unserer Programme zu maximieren und um wirksame und nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Dabei ist es uns wichtig, so zu agieren, dass die vorhandenen Kapazitäten in unseren Projektländern unterstützt und gestärkt, aber nicht durch unsere Präsenz ersetzt werden. Unseren Beitrag zu Partnerschaften für nachhaltige Entwicklung und humanitäre Hilfe werden wir auch in den nächsten Jahren weiter leisten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Stärkung von Frauen und Mädchen.

Aber auch die anderen Nachhaltigkeitsziele sind für CAREs weltweite Arbeit wichtig. Deswegen setzen wir uns ebenso für die Verringerung von sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheit, nachhaltige Ökosysteme sowie für Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen ein. 

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie CAREs Arbeit für eine gleichberechtigte Zukunft! CARE. Wirkt. Weltweit. 

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