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CARE Transparenz und Qualitaet

QUALITÄT UND TRANSPARENZ

Geprüft und Empfohlen

Wer Hilfe braucht, der darf erwarten, dass sie professionell, gerecht und vorausschauend ausgeführt wird. Und wer Geld für diese Hilfe gibt, der muss sich darauf verlassen können, dass es effizient und transparent eingesetzt wird. CARE gewährleistet diese Ansprüche durch eine differenzierte Qualitätssicherung.

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Qualität: Von der Idee zum Projekt

CARE ist Teil eines globalen Netzwerkes mit Büros in 94 Ländern. In ständigem Austausch entstehen hier die Ideen für die Projekte. Es sind unsere einheimischen Mitarbeiter, die am besten wissen, was vor Ort gegen Armut wirkt. Sie sprechen die lokale Sprache, kennen die Kultur und die Bedürfnisse der Gemeinden.

Erst, wenn alle Herausforderungen und Risiken abgewogen und ein klarer Weg zum Ziel gezeichnet wurde, wird ein Projektantrag formuliert und das Budget entworfen. Projektreferenten aus Deutschland unterstützen die Kollegen, überzeugen sich an Ort und Stelle von der Relevanz und von der Realisierbarkeit des Projektes. Über dessen Förderung entscheidet schließlich der Vorstand von CARE-Deutschland-Luxemburg.


Internationale Standards

Die Qualitätsansprüche an ein CARE-Projekt sind hoch: Es muss unseren Zielen und Werten entsprechen, es soll Modellcharakter haben und muss in einen langfristigen Entwicklungsplan integriert sein. Bei der Umsetzung richten wir uns nach den internationalen Standards wie dem „Code of Conduct“ und den "Core Humanitarian Standards" sowie nach den Projektstandards der Europäischen Union (EU), des Auswärtigen Amtes (AA) und des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Wie das Projekt konkret umgesetzt wird, in welchem Zeitraum und wie die Auswertung erfolgt, das wird vertraglich zwischen CARE Deutschland-Luxemburg und dem jeweiligen Länderbüro geregelt. Beide sind auch für die kontinuierliche Qualitätsprüfung verantwortlich. Die Finanzabteilung des jeweiligen Länderbüros berichtet vierteljährlich nach Deutschland, wie das Projekt fortschreitet und wie viel Geld eingesetzt wird. Projekte von über 500.000 Euro werden außerdem einmal im Jahr von externen Wirtschaftsprüfern vor Ort geprüft. Das Bundesverwaltungsamt bestätigt die Rechtmäßigkeit der Ausgaben für alle Projekte von CARE.


Kontinuierliche Prüfung

Bei regelmäßigen Monitoring-Reisen überzeugen sich unsere Projektreferenten von der Wirksamkeit der CARE-Projekte. Manchmal fordern sie hierfür auch externe Expertise an oder passen Maßnahmen an aktuelle Entwicklungen an. Natürlich prüfen auch die Zuwendungsgeber von CARE die Umsetzung der Projekte.

Die gründliche Dokumentation der Erfolge, Chancen und Risiken bildet für CARE die Grundlage für die qualitative Weiterentwicklung aller Projekte. Dabei ist auch wichtig, von Fehlern und Erfolgen gleichermaßen für zukünftige Projekte zu lernen. Das übernimmt federführend für alle CARE-Mitgliedsorganisationen die internationale Abteilung „Program Impact, Knowledge and Learning“ bei CARE, die die nachhaltige Wirkung der CARE-Projekte erfasst und für die weitere Planung nutzbar macht. Sie bedient sich dafür unter anderem des CARE International Program Information Network (C-PIN), in das die Projektdaten aller Mitgliedsorganisationen eingepflegt werden. Dieser Pool, auf den alle CARE-Mitgliedsorganisationen zugreifen können, wird ergänzt durch Qualitätsstudien, die die langfristigen Ergebnisse der Projekte analysieren. Wirkungsanalysen sind ein wichtiger Baustein unserer Qualitätssicherung, weil sie es uns ermöglichen, unsere Projekte kontinuierlich zu verbessern.


Schwerpunkte

Wie wird im Falle einer Katastrophe entschieden, ob CARE hilft? Mit Hilfe eines strukturierten Informationssystems im CARE-Netwerk wird auf der Basis eines Kriterienkatalogs zügig eine Entscheidung getroffen. CARE wird aktiv, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

Das Ausmaß der Krise übersteigt die Selbsthilfekräfte vor Ort. Damit öffentliche Fördergelder bereitgestellt werden können, muss der betroffene Staat ein offizielles Hilfeersuchen aussprechen. CARE hat ausreichend personelle und materielle Kapazitäten und Ressourcen, um humanitäre Hilfe umzusetzen. CARE kennt die Region und kann die Nothilfe vor Ort sinnvoll unterstützen. Dem „Do no Harm“ Prinzip wird Rechnung getragen.


CARE-Jahresbericht 2016

Wie hilft CARE Menschen auf der Flucht? Nach welchen Zielen, Werten und Standards richtet sich die Organisation und wie werden Spendengelder sinnvoll und transparent eingesetzt? Erfahren Sie mehr über die Arbeit von CARE im aktuellen Jahresbericht.

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Transparenz bei CARE

CARE Deutschland-Luxemburg nimmt seine Aufgaben als glaubwürdige, verantwortungsbewusste und transparente Hilfsorganisation ernst.

Im Mittelpunkt der Arbeit von CARE stehen die globale Armutsminderung und die schnelle und wirksame Hilfe in Kriegs- und Katastrophengebieten. Das Vertrauen der privaten Spender und unserer institutionellen Zuwendungsgeber ist für uns Verpflichtung und Ansporn, jeden Euro so effizient und nachvollziehbar wie möglich einzusetzen.

CARE wendet daher eine Vielzahl an Transparenz- und Qualitätsstandards an. Hierzu gehören die offene Darlegung unserer Finanzen, externe Wirtschaftsprüfungen sowie interne und externe Kontrollinstanzen.

Ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer erstellt unseren Jahresabschluss, prüft und kommentiert die Verwaltungsabläufe der Geschäftsstelle. Zwei Rechnungsprüfer kontrollieren sein Ergebnis. Auch das Finanzamt, der Bundesrechnungshof, unsere Zuwendungsgeber und das Generalsekretariat von CARE International kontrollieren regelmäßig die Arbeit und die Finanzen von CARE Deutschland-Luxemburg e.V. Zuletzt erteilte uns die Europäische Kommission die Partner-Bestnote.


Geprüft und empfohlen

CARE setzt Spendengelder effizient und transparent ein. Über die Projektarbeit, deren Ergebnisse und das Risikomanagement informiert der CARE-Jahresbericht. Er enthält auch einen detaillierten Finanzbericht, der die Bilanz, Einnahmen und Ausgaben sowie die finanzielle Entwicklung darstellt.

Für seine transparente Berichterstattung wird CARE immer wieder ausgezeichnet. Im SPIEGEL Online/Phineo-Test 2014 zur Transparenz der 50 Top-Spendenorganisationen Deutschlands belegte CARE den dritten Platz. Beim Transparenzpreis der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers wurde CARE 2008 und 2012 mit dem ersten und zweiten Platz ausgezeichnet. 

CARE verpflichtet sich den Standards der Initiative Transparente Zivilgesellschaft und den Grundsätzen des Deutschen Spendenrates. Als Mitglied des Deutschen Spendenrates haben wir eine Selbstverpflichtungserklärung unterzeichnet. Desweitern unterstützen unser Programm- und Spenderbeirat, als unabhängige Betragungsgremien, unsere Transparenzbestrebungen.


VENRO-Verhaltenskodex

Seit Dezember 2010 ist der VENRO Verhaltenskodex zu Transparenz, Organisationsführung und Kontrolle nach einer zweijährigen Erprobungsphase für alle Mitglieder des Verbandes Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe Deutscher Nichtregierungsorganisationen verbindlich. CARE hat an der Erarbeitung und Ausgestaltung des Kodexes aktiv mitgewirkt. Ziel ist es, durch gemeinsame Prinzipien und Standards die Qualität der zivilgesellschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe zu verbessern und zugleich die Arbeit der VENRO-Mitglieder für die Öffentlichkeit transparent zu gestalten. Der Kodex ist ein Instrument des kollegialen Miteinanders mit der Zielsetzung, durch Transparenz und die Verpflichtung auf gemeinsame Prinzipien und Standards das Vertrauen der Spender und der Öffentlichkeit in die NRO-Arbeit zu stärken. Die VENRO-Mitglieder verpflichten sich zu den im Kodex festgehaltenen Prinzipien und Standards in den Bereichen Organisationsführung, Kommunikation, Betriebsführung und Wirkungsorientierung. Durch regelmäßige Umfragen unter allen VENRO-Mitgliedern und eine Handreichung für die praktische Umsetzung des Kodexes soll sichergestellt werden, dass dieser eingehalten wird. Bei Verstößen gegen den Kodex greifen Sanktionsmaßnahmen.


Initiative Transparente Zivilgesellschaft

Nachfolgend finden Sie Informationen über CARE Deutschland-Luxemburg e.V. gemäß den zehn Punkten der Initiative Transparente Zivilgesellschaft.

Die Unterzeichner verpflichten sich freiwillig, folgende Informationen auf ihrer Website zu veröffentlichen:


Selbstverpflichtung

Wir, CARE Deutschland-Luxemburg e.V. verpflichten uns, die nachstehend aufgeführten Informationen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, indem wir sie mit dieser Erklärung leicht auffindbar auf unsere Website stellen oder auf Anfrage elektronisch bzw. postalisch versenden:

1. Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr unserer Organisation:

CARE Deutschland-Luxemburg e.V. 

Hauptgeschäftsstelle
Dreizehnmorgenweg 6
D-53175 Bonn

1980

2. Vollständige Satzung sowie weitere wesentliche Dokumente:

Satzung

Vision & Mission

3. Datum des jüngsten Bescheides vom Finanzamt:

13.11.2015

4. Name und Funktion der wesentlichen Entscheidungsträger:

Leitungsorgan: Vorstand (Karl Otto Zentel, Generalsekretär; Stefan Ewers, Mitglied des Vorstandes)

Aufsichtsorgan: Mitgliederversammlung, Verwaltungsrat

5. Bericht über die Tätigkeiten unserer Organisation:

Jahresbericht 2016

6. Personalstruktur:

Aktuell arbeiten rund 65 Mitarbeiter bei CARE. Das Team wird derzeit von acht Praktikanten und vier Teilnehmern des "Freiwilligen Sozialen Jahres im Politischen Leben" unterstützt.

7. Mittelherkunft:

Jahresbericht 2016

8. Mittelverwendung:

Jahresbericht 2016

9. Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten:

CARE in Luxemburg asbl
Deutsche CARE-Stiftung

10. Namen von juristischen Personen, deren jährliche Zuwendung mehr als zehn Prozent unserer gesamten Jahreseinnahmen ausmachen.

Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Europäische Union (EU)



Core Humanitarian Standards

CARE setzt sich dafür ein, die Qualität von Nothilfe für Betroffene von Katastrophen zu verbessern. 

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„Do no harm“

Wie lässt sich humanitäre Hilfe in Konfliktsituationen so gestalten, dass sie Konflikte nicht vertieft und Frieden fördert?

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Code of Conduct

Verhaltenskodex der Rotkreuz/Roter Halbmond-Bewegung und Nichtregierungsorganisationen im Wortlaut

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Core Humanitarian Standards

CARE International ist bestimmten Standards der humanitären Hilfe sowie Verhaltenskodizes verpflichtet, die international anerkannt sind. Dazu gehören insbesondere:

•    der Verhaltenskodex für die internationale Rotkreuz- / Rothalbmond-Bewegung und Nicht-Regierungsorganisationen der Humanitären Hilfe (1994), sowie
•    der Core Humanitarian Standard on Quality and Accountability, der neun Verpflichtungs-erklärungen zur Verbesserung der Qualität und Effektivität in der Katastrophennothilfe des humanitären Sektors enthält (2014).

CARE International wirkt an folgenden Initiativen mit, um humanitäre Richtlinien und Aktionen stetig zu verbessern:

•    Die Core Humanitarian Standards (CHS) Alliance, die 2015 aus dem Zusammenschluss von HAP International und People In Aid hervorging, fördert maßgeblich die Entwicklung, Verbreitung und regelmäßige Überprüfung der CHS. Als Mitglied dieser Allianz übernimmt CARE eine Führungsposition darin, funktionale Mechanismen der Zuordnung von Verantwortlichkeiten zu etablieren, um von Krisen betroffene Menschen, im Besonderen Frauen und Mädchen, effizient zu unterstützen. Daher ist CARE entschlossen, den eigenen humanitären Verantwortlichkeitsrahmen auf die CHS-Prinzipien auszurichten.
•    Das Sphere-Projekt basiert auf zwei zentralen Überzeugungen: Erstens müssen alle möglichen Schritte unternommen werden, menschliches Leid im Zuge von Konflikten und Katastrophen zu lindern. Zweitens haben von Katastrophen betroffene Menschen das Recht auf ein Leben in Würde und entsprechend ein Recht auf Unterstützung. (Anmerkung: Seit 2015 ersetzt der Core Humanitarian Standard die Kernprinzipien des Sphere-Projekts.)
•    Charter4Change ist eine Initiative nationaler wie internationaler NROs, die darauf zielt, das humanitäre Hilfssystem stärker auf die selbstständige Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit lokaler Akteure auszurichten.


„Do No Harm“

Wo verfeindete Gruppen im Konflikt sind, läuft humanitäre Hilfe Gefahr, zwischen die Fronten zu geraten. Die Erfahrung zeigt: Während sie Leiden lindert und Leben rettet, trägt sie nicht selten zur Fortsetzung oder gar Verschlimmerung des Konflikts bei, der sie überhaupt erst notwendig gemacht hat. Daraus zu schließen, es sei besser, gar nicht erst Hilfe anzubieten, wäre zynisch und moralisch nicht haltbar. Ein Teufelskreis?

In Anerkennung der Gratwanderung, die humanitäre Hilfe in Konfliktsituationen zu bewältigen hat, entstand „Do No Harm“. 1994 von einer Reihe internationaler Hilfsorganisationen, Vertretern der Gebergemeinschaft und UN-Organisationen, unter der Federführung von Mary B. Anderson, ins Leben gerufen, widmet sich das Projekt der einen zentralen Frage: Wie lässt sich humanitäre Hilfe in Konfliktsituationen so gestalten, dass sie den Konflikt nicht unterhält oder gar verschlimmert, sondern die betroffenen Menschen darin ermutigt, sich vom Kampf zurückzuziehen und den Boden für eine friedliche Lösung zu bereiten?


Code of Conduct

CARE ist Mitunterzeichner des Verhaltenskodexes für die internationale Rotkreuz- / Rothalbmond-Bewegung und Nicht-Regierungsorganisationen der Humanitären Hilfe:


Der humanitäre Imperativ steht an erster Stelle.
Die Hilfe orientiert sich allein am Grad der Bedürftigkeit – ungeachtet ethnischer, religiöser oder nationaler Aspekte.
Die Hilfe wird niemals zur Unterstützung eines politischen oder religiösen Standpunktes eingesetzt.
Wir lassen uns nicht als Instrument außenpolitischer Interessen der Regierung einsetzen.
Wir respektieren Kultur und Sitten.
Wir bemühen uns, die Katastrophenhilfe auf den lokalen Kräften aufzubauen.
Wir suchen nach Wegen, die Begünstigten ins Management der Nothilfe einzubeziehen.
Unsere Nothilfe muss genauso darauf zielen, die Anfälligkeit der Menschen für Katastrophen in der Zukunft zu senken, wie darauf, ihre Grundbedürfnisse zu stillen.
Wir machen unsere Hilfe messbar sowohl für jene, denen sie gilt, als auch für jene, die uns die Mittel zur Verfügung stellen.
In unserer Öffentlichkeitsarbeit und Werbung stellen wir die Opfer von Katastrophen als Menschen mit Würde dar, nicht als hoffnungslose Objekte.



Verhalten hat Symbolkraft

Der Schlüssel liegt im Verhalten der Helfer vor Ort. Dieses hat Symbolkraft, die Sprengstoff in sich trägt. So signalisiert, wer in der Behandlung einheimischer und internationaler Mitarbeiter einen Unterschied macht, dass es wertvollere und weniger wertvolle Menschen gibt. Und: Wer bewaffnete Wächter engagiert, um Hilfsgüter oder Mitarbeiter zu schützen, muss sich im Klaren sein über die Botschaft, die er hiermit sendet: dass Herr über Nahrung und Sicherheit ist, wer die Waffengewalt hat. 

Internationale Hilfsorganisationen tragen demnach gerade in Konfliktsituationen große Verantwortung. Im „Do No Harm“- Projekt wurde die Erfahrung von weit über 100 humanitären Organisationen in Krisen- und Kriegsregionen gesammelt. Ergebnis sind ein Handbuch, ständig aktualisierte Trainingsprogramme zum Verhalten vor Ort und regelmäßige Analyseworkshops. CARE gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Projektes und nimmt bis heute eine aktive Rolle ein.


Fahrplan Qualitaet und Transparenz

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