Weltkarte, Lateinamerika orange hervorgehoben: CARE-Einsätze in Lateinamerika

CARE in Lateinamerika

CARE-Projekte in Lateinamerika

Große Teile Lateinamerikas haben in den letzten Jahren einen Prozess des politischen Wandels durchgemacht und demokratische Strukturen konnten sich weitläufig etablieren. Dennoch beherrschen oft noch Armut, Korruption und Hunger die Schlagzeilen. CARE engagiert sich in Lateinamerika, um von solchen Problemen betroffene Gruppen zu unterstützen.   

Ein Schwerpunkt der Arbeit von CARE in Lateinamerika liegt dabei auf der Integration ausgegrenzter Bevölkerungsgruppen. Obwohl die indigenen Gruppen Lateinamerikas ein Zeichen der kulturellen Vielfalt und der weitreichenden Tradition des Kontinents sind, gelten sie in ihren Heimatländern oft als Minderheiten. In Bolivien beispielsweise – das als eines der ärmsten Länder der Welt gilt – werden häufig insbesondere die indigenen Gruppen der Quechua und Aymara sozial und wirtschaftlich ausgegrenzt. Oft leben sie in abgelegenen Dörfern in den kargen Regionen der Anden, in denen die Erträge aus der Landwirtschaft gering und der Zustand der Schulen schlecht ist. In Peru sind zwar die Hälfte der Bevölkerung Nachfahren der Inka, dennoch begegnen auch sie häufig noch sozialer Isolation. Denn in den Andendörfern, in denen eine Großzahl der Inka-Nachfahren leben, gibt es kaum Schulen, es gelten erschwerte Bedingungen für die Ernte und die medizinische Versorgung ist gering. CARE möchte das ändern und den indigenen Bevölkerungsgruppen zu mehr Chancengleichheit und zu einer besseren allgemeinen Versorgung verhelfen.

Darüber hinaus ist CARE, genau wie in vielen anderen Ländern weltweit, auch in Lateinamerika im Feld der Katastrophenhilfe aktiv. So leistete CARE unter anderem Not- und Übergangshilfe für über 300.000 Menschen in Haiti, als das Land im Januar 2010 von einem schweren Erdbeben erschüttert wurde. Auch Jahre nach dem Beben hilft CARE der Bevölkerung weiterhin beim Wiederaufbau und beim Start in ein Leben ohne Armut. Auch als Ecuador im April 2016 vom schwersten Erdbeben seit Jahrzehnten getroffen wurde, war das CARE-Team vor Ort und versucht seither durch Nothilfemaßnahmen die Betroffenen zu unterstützen. Unter anderem sicherte CARE die Wasserversorgung von betroffenen Familien und plant die Verteilung von CARE-Paketen mit wichtigen Hilfsgütern. Außerdem möchte CARE die Menschen bei der Beseitigung des Schutts und dem Errichten von Notunterkünften unterstützen.