Zwei Jungs mit einem CARE Paket.

Zeitzeugen gesucht

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurden im zerstörten Nachkriegsdeutschland fast zehn Millionen CARE-Pakete mit Lebensmitteln, Kleidung und Werkzeug an die notleidende Bevölkerung verteilt. Gehören Sie zu den tausenden Familien, die so ein lebensrettendes CARE-Paket erhielten? Fragen Sie Ihre Großeltern, fragen Sie Ihre Eltern und Ihre Bekannten, und lassen Sie uns an Ihrer Geschichte teilhaben!

Heute, 70 Jahre später, ist CARE eine der weltweit größten Hilfsorganisationen. Wir möchten unsere Geschichte anhand Ihrer Erinnerungen erzählen und so für zukünftige Generationen erhalten.

Ein Zitat, ein Foto, ein Erinnerungsstück oder Ihre ganze Geschichte – Sie bestimmen, wie viel Sie uns erzählen. Vielleicht besitzen Sie sogar noch etwas aus diesem Paket oder gar das Paket an sich? Wir freuen uns über jeden Beitrag. Wir möchten Ihren Erinnerungen und unserer Geschichte ein Zuhause geben, damit sie nicht in Vergessenheit geraten.


CARE: Freunde in der Not

Irmgard Kruse berichtet, wie ein CARE-Paket 1946 ihr Leben veränderte:

"In den letzten Kriegstagen floh unsere Familie vor den Russen von Swinemünde nach Lübeck. Ich war damals die Jüngste. Trotzdem kann ich mich an vieles noch recht genau erinnern. Vor allem an die Angst.

1946 wurde in Lübeck meine jüngere Schwester geboren. Wir hatten nichts. Irgendwelche Fetzen waren die Windeln. Der Winter war grausam kalt. Im November kam dann das erste Paket aus den USA. Besonders im Gedächtnis ist mir die „Peanutbutter“– noch heute esse ich sie mit besonderem Genuss. Und Schokolade! Die wurde immer stückchenweise verteilt, dass auch ja keiner benachteiligt wurde. Die Weihnachtspakete waren die Krönung in unserer armen Stube. Ziemlich zu Anfang gab es mal für jedes Kind einen eigenen Gummiball in einem Paket. Ich habe ihn rot und glatt und mit einem für mich völlig unbekannten Wohlgeruch nach Gummi in Erinnerung.

Auch Kleidung für uns Kinder war in den Paketen– richtig chic war die, mit bunten Mustern und tollen Schnitten. Wir kannten ja nur die triste Kriegskleidung. In einer Jackentasche fand meine Mutter einen Zettel mit der Anschrift der amerikanischen Spender. Von da an reisten regelmäßig Briefe hin und her über den großen Teich.

1969 haben wir unsere Gönner dann persönlich kennengelernt. Zusammen mit meinen Eltern fuhren sie in unserem Käfer durch die ganze Republik. Aus diesem Besuch entwickelte sich eine Freundschaft, die – inzwischen mit den Kindern beider Familien – bis heute besteht. So verband und verbindet CARE die Menschen. Deshalb war es für mich keine Frage, dass ich für die Hilfsprojekte von CARE gerne spende."

Portraitfoto von Irmgard Kruse

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Nicole Hell

Nicole Hell

Assistentin Kommunikation und Marketing
Tel. +49 (0) 228 97563 - 30
Fax +49 (0) 228 97563 - 51
hell[at]care.de


Männer laden CARE Pakete in einen LKW.
Ein Mann steht auf einem LKW und verteilt CARE Pakete an die Menschen.
Junge Männer mit Kitteln kommen aus einem Gebäude und tragen CARE Pakete, mit der Aufschrift "CARE USA".
Ein Mann geht mit einem CARE Paket zu einem halb zerstörten Haus.
Familien tragen CARE Pakete.
Aufgestapelte Dosen, Fläschen, Tee und Kaffeelöffel.
Ein CARE Paket mit Stoffen und Garn.
Drei Kinder holen Bücher aus einem CARE Paket.
Hebammen füttern Säuglinge mit Nahrung aus den CARE Hilfspaketen.