Der Aktionskreis München stellt sich vor

Amelie Winkhaus und Lea Fixl, Vorsitzende des Aktionskreis München

1. Wie  sind Sie auf CARE aufmerksam geworden?

Amelie Winkhaus (A.W.): Auf der Suche nach einem ehrenamtlichen Engagement im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit wurde ich über Bekannte auf CARE aufmerksam. Den Hinweis auf CARE Deutschland erhielt ich dabei ausgerechnet von einer Hilfsorganisation in Schottland (Mercy Corps). 

Lea Fixl (L.F.): Nachdem ich während meines Auslandssemesters in Edinburgh in die ehrenamtliche Arbeit von Amnesty International hineinschnupperte und mir das Engagement gefiel, suchte ich – wieder zurück zu Hause – nach einer Hilfsorganisation im Internet, die sich auch in München trifft. So bin ich dann 2007 auf den Aktionskreis München gestoßen.

2. Sie haben jetzt den Vorsitz des AK München übernommen. Was war Ihre Motivation?

A.W.: Über die Webseite von CARE Deutschland erfuhr ich vom Aktionskreis in München. Das passte gut zu meinem Wunsch, mich hier ehrenamtlich zu engagieren, und so wurde ich dort Mitglied. Als dann eine der beiden Vorsitzenden, Susanne von Jan-Singh, den Vorsitz nach einem berufsbedingten Ortswechsel nicht mehr weiterführen konnte, habe ich mich gerne dazu bereiterklärt. Natürlich wollte ich die Mitvorsitzende Lea Fixl unterstützen. Ich freue mich, dass ich mich auf diese Weise voll in den Aktionskreis einbringen und Verantwortung übernehmen kann.

L.F.: Der Vorsitz des AK München gibt mir die Möglichkeit, tiefere Einblicke in die entwicklungspolitische Arbeit zu bekommen und die Aktionen, die bereits ein fester Bestandteil des AK München sind, gemeinsam mit Amelie Winkhaus erfolgreich weiterzuführen. 

3. Warum setzen Sie sich für CARE ein und nicht z.B. für soziale Projekte in Ihrer Nähe?

A.W.: Soziale Projekte in meiner Nähe habe ich immer wieder in unterschiedlichen Bereichen unterstützt, zum Beispiel die Förderung von Kindern oder alten Menschen, Behindertenwerkstätten oder auch kulturelle Projekte. Aber ich interessiere mich sehr für andere Länder und Kulturen, so dass ich mich gerne für internationale Hilfsprojekte engagieren wollte. Außerdem habe ich den Eindruck, dass hilfsbedürftige Menschen in vielen Ländern sehr viel schlechter aufgefangen werden als in Deutschland, weil das soziale Netzwerk dort mangelhaft ist oder völlig fehlt.

L.F.: Ich habe auf Reisen und auch während meines Studiums erfahren, welche schwerwiegenden Folgen Klimakatastrophen sowie zunehmende Wasserknappheit und Kriege gerade in den südlichen Ländern haben und wie schwer es für die dortige Bevölkerung ist, einen Weg aus der Armut zu finden. CARE gibt mir die Möglichkeit, mich mit diesen Themen zu beschäftigen. Das schließt aber nicht aus, mich auch für soziale Projekte in meinem Umfeld zu engagieren. Seitdem die Anzahl der Flüchtlinge auch in Deutschland rapide zunimmt und ehrenamtliche Hilfe an allen Ecken und Enden dringend benötigt wird, hat sich der AK München entschieden, auch vor Ort aktiv Flüchtlinge zu unterstützen. 

4. Was sind Ihre Aufgaben als Vorsitzende des Aktionskreises?

Als Vorsitzende des AK Münchens organisieren wir zum Beispiel monatlich ein Treffen der Mitglieder, koordinieren die einzelnen Aktionen des Aktionskreises, stehen in engem Kontakt zum Hauptbüro von CARE in Bonn, leiten Infos von CARE weiter an alle Mitglieder und werben neue Mitglieder an. Gemeinsam mit allen Mitgliedern unterstützen wir mit unseren Aktionen die Öffentlichkeitsarbeit von CARE.

5. Warum sollte man sich für CARE bzw. den AK München engagieren?

Wir sind eine nette aufgeschlossene Gruppe, die stetig wächst und viele Möglichkeiten bietet, aktiv Hilfe zu leisten und seine individuellen Fähigkeiten einzubringen. 

6. Wie kann man sich beim AK München einbringen?

Wir sind stets offen für neue Ideen und freuen uns über alle Anregungen und jedes neue Mitglied. Ob in der Organisation von Aktionen, dem Informieren an Ständen, der Hilfe für Flüchtlinge in München, dem Einbringen von Ideen oder der Aufbewahrung von Materialien für unsere Aktionen – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich einzubringen. Am besten, man kommt einfach vorbei und wir besprechen alles genauer bei einem unserer Treffen.

7. Welche CARE-Projekte stehen thematisch im Zentrum Ihrer Arbeit?

Wir möchten uns nicht auf ein einzelnes Projekt konzentrieren, sondern auf die Arbeit von CARE im Allgemeinen aufmerksam machen und die zentralen Themen von CARE, wie Bekämpfung der Ursachen von Armut, ansprechen. Aktuelle Themen sind vor allem die Ursachen für Fluchtbewegungen, wie zum Beispiel Bürgerkriegsflüchtlinge in Syrien, Klimaflüchtlinge in Teilen Afrikas oder Armutsflüchtlinge in Osteuropa. Unser Ziel ist es, möglichst viele Menschen zu erreichen und idealerweise auch die Medien für CARE und unsere Aktionen zu interessieren.

8. Spendenbasar, Infoveranstaltung, Kuchenverkauf – was sind Ihre nächsten Aktionen?

Wie in den letzten Jahren wollen wir auch in diesem Jahr wieder mit einem Informationsstand auf dem Tollwood Festival, auf dem Streetlife-Festival und dem Münchner Marathon vertreten sein. Den München Marathon möchten wir auch wieder für einen Spendenlauf mit mehreren Staffel-Laufteams nutzen. Außerdem planen wir eine lokale Netzwerkveranstaltung für Kooperationspartner und Spender von CARE in München. Um den Münchner Aktionskreis zu stärken, organisieren wir auch einige themenbezogene Aktionskreis-Veranstaltungen für die ehrenamtlichen AK-Mitglieder, zum Beispiel Kinobesuche oder Vorträge, die thematisch mit der Arbeit von CARE zusammenhängen.

9. Wie können sich Gleichgesinnte, die sich gerne für CARE engagieren möchten, mit Ihnen in Verbindung setzen?

Jede Person, die Interesse daran hat, sich für CARE zu engagieren, ist bei uns willkommen! Am besten, man schreibt uns einfach eine E-Mail unter aktionskreis-muenchen(at)care.de, und wir melden uns dann! Oder man kommt einfach zu unseren regelmäßigen Aktionskreistreffen, an jedem 1. Freitag im Monat im Café Mozart, Pettenkoferstraße 2 in München (Nähe Sendlinger Tor).