Eine afrikanische Girlband singt auf einer Preisverleihung

Veranstaltungen von CARE



Aktionen von und mit CARE

CARE nimmt jedes Jahr an zahlreichen Aktionen  teil und organisiert diese selbst. Mit diesen Aktionen informieren wir über bestimmte Projekte unserer Arbeit oder versuchen die Öffentlichkeit für bestimmte Themen wie die Folgen des Klimawandels oder Frauenrechte zu sensibilisieren. 

"Sisters of Comedy"-Auftaktveranstaltung unterstützt Integrationsprojekt KIWI

CARE-Zeitzeugen am Flughafen Berlin Tempelhof

Am 5. November 2018 fand im GLORIA-Theater Köln die Auftaktveranstaltung der Kabarettreihe „Sisters of Comedy – Nachgelacht“ statt – und CARE war als Benefizpartner dabei! Das Event in Köln stellte den Auftakt der Aktion dar, dem am 12. November Veranstaltungen in weiteren 28 Städten folgten. Mit ihren Shows wollen die Sisters of Comedy beweisen, dass Frauen in der männerdominierten Comedy-Szene durchaus existieren, denn: „Humor ist die Reinform des Widerstands“! Mit den Einnahmen unterstützen die Sisters gezielt lokale Projekte, bei denen Frauen und Mädchen gefördert werden. In Köln wurden die Spenden für unsere KIWI-Projekte gesammelt, die durch kostenlose Fortbildungen und Workshops die schulische Integration von Kindern und Jugendlichen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte stärken.


Der außergewöhnliche Abend wurde durch zahlreiche Komödiantinnen ausgestaltet: Neben Eva Eiselt und Sybille Bullatschek waren auch Gaby Köster und Hazel Brugger dabei. Für musikalische Abwechslung sorgte Cynthia Nickschas mit ihrer dreiköpfigen Band. Alexandra Gauger und Dagmar Schönleber führten gekonnt durch den Abend.
Am Ende der Veranstaltung kamen insgesamt über 2.000 € an Spenden zusammen. Wir bedanken uns bei allen Gästen und bei den Sisters of Comedy für den tollen Abend und die großartige Unterstützung!


Bei der Veranstaltungsreihe, bei der auch für andere soziale Projekte gespendet wurde, kam insgesamt eine beeindruckende Summe von rund 60.000 € zusammen.


Mehr Informationen über das Integrationsprojekt KIWI finden Sie hier.

CARE-Zeitzeugen begeistern beim Tag der offenen Tür am Flughafen Tempelhof

Rund 25.000 Besucherinnen und Besucher sind am vergangenen Samstag (01.09.) zum Tag der offenen Tür am Flughafen Berlin Tempelhof gekommen – bei dem auch CARE groß vertreten war.

Vor einem Original Rosinenbomber präsentierte CARE nicht nur einen historischen CARE-Truck und kam mit vielen Besuchern ins Gespräch, sondern bot auch mit der Hilfe von ZDF digital in der virtuellen Welt ein CARE-Paket zum Anfassen. Das vielfältige Angebot von CARE vor Ort begeisterte nicht nur zahlreiche Zuschauer unterschiedlichen Alters, sondern weckte auch bei der Berliner Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, großes Interesse. Bei einem Rundgang machte sie als erstes bei CARE Halt und tauschte sich hier ausgiebig mit Verwaltungsratsmitglied Karin Roth und Medienreferent Stefan Brand aus. 

Ein besonderes Highlight wartete dann gegen Nachmittag auf die zahlreichen Besucherinnen und Besucher des Tags der offenen Tür. Mit Prof. Dr. Molt und der Berlinerin Anita Stapel berichteten gleich zwei CARE-Zeitzeugen auf der Bühne über ihre Erinnerungen an die Luftbrücke und den Erhalt des CARE-Pakets in der schweren, deutschen Nachkriegszeit. „Wie im Märchen“ hatte sich Anita Stapel damals gefühlt, als sie das Paket empfing - „als würden alle Festtage des Jahres auf einen Tag fallen“. Neben Prof. Dr. Molt und Anita Stapel, stellte sich auch Verwaltungsratsmitglied Karin Roth den Fragen von radioBerlin-Moderator Robert Köhler auf der Bühne. Dabei appellierte sie in dem 30-minütigen Gespräch daran, CARE im Zeichen der Luftbrücke und Hilfe von Mensch zu Mensch, auch heute zu unterstützen. 

CARE beim Tag der offenen Tür des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Bonn

Am Sonntag, den 24. Juni ludt das BMZ gemeinsam mit der Villa Hammerschmidt zum Tag der offenen Tür. Rund 14.000 Besucher folgten dem Aufruf und informierten sich zu Fragen wie: Was hat Klimaschutz mit mir zu tun? Woher kommt die Schokolade? Was ist faire Mode? Auf dem Gelände des ehemaligen Kanzleramtes, heute Bonner Dienstsitz des BMZ, präsentierten sich und ihre Projekte neben CARE auch zahlreiche weitere Institutionen aus dem Sektor der Entwicklungszusammenarbeit. Nachhaltigkeit war dabei das vereinende Thema. CARE präsentierte die sehr erfolgreiche Ausstellung „Klimaheldinnen“ und informierte am Aktionsstand die Besucher und Besucherinnen über wichtige Klimaanpassungsprojekte. Zudem gab es die Möglichkeit mit dem Länderspiel auf interaktive Weise geografisches Wissen zu testen und mehr über entwicklungspolitische Themen zu erfahren. Darüber hinaus nahm der CARE-Klimaexperte Sven Harmeling am Panel „Klimawandel begegnen” teil. Dort vertrat er die Forderungen von CARE im Bereich Klimaschutz. Ein besonderes Highlight war der Besuch des Staatssekretärs des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Martin Jäger, der sich über die aktuellen Projekte von CARE informierte.

Für CARE per Rad auf den Spuren der Rosinenbomber

640 Kilometer für den guten Zweck

Wie schon im vergangenen Jahr, starteten am Donnerstag, den 12. April wieder 70 Bike-Abenteurer eine außergewöhnliche Tour entlang des Luftbrückenkorridors von Frankfurt nach Berlin und erinnern damit an eine der größten Hilfsaktionen der Geschichte. Mit im Gepäck: CARE-Pakete gefüllt mit Hilfe für benachteiligte Kinder in Berlin. Gestartet wird gemeinsam am Luftbrückendenkmal in Frankfurt. Die ersten Fahrer werden nach etwa 35 Stunden in Berlin erwartet, andere werden sich bis zu sechs Tage Zeit nehmen. 

"Erlebnis statt Ergebnis", sagt der Initiator des Bikepacking-Abenteuers "Candy B. Graveller", Gunnar Fehlau. "Wichtig ist die Freude an der Tour, die körperliche Herausforderung und die Symbolik der Aktion. Eine Zeitnahme oder Rangliste gibt es nicht, jeder fährt für sich und ist vollständig für sich selbst verantwortlich." Jeder, der dabei sein wollte, musste zuvor wohltätig spenden und unterstützt so die heutige CARE-Hilfe oder die Erinnerungsarbeit verschiedener Vereine zur Luftbrücke in Berlin, Frankfurt und Faßberg.

"Der Candy B. Graveller ist eine tolle Aktion. Wir danken allen Fahrern, die durch diese Tour ein Zeichen der Menschlichkeit setzen und mithelfen, die Luftbrücke und die Hilfe aus dem CARE-Paket nicht in Vergessenheit geraten zu lassen", sagt Karl-Otto Zentel, Generalsekretär von CARE Deutschland über die Aktion. 

In Deutschland half CARE in der Nachkriegszeit mit zehn Millionen CARE-Paketen. Heute setzt sich die internationale Hilfsorganisation in über 90 Ländern mit überwiegend einheimischen Kräften für die Überwindung von Not, Armut und Ausgrenzung ein und beteiligt insbesondere Frauen und Mädchen. CARE hat Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und hilft unabhängig von politischer Anschauung, religiösem Bekenntnis oder ethnischer Herkunft.

Aktion vor dem deutschen Bundestag: Mehr als 20 Hilfsorganisationen fordern Zugang zu belagerten Gebieten in Syrien

Zum sechsten Jahrestag der Syrienkrise machte CARE zusammen mit mehr als 20 weiteren Hilfsorganisationen unter dem Motto "Uns sind die Hände gebunden" auf die akute Notsituation in Syrien aufmerksam. Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs hat sich die Situation im Land zu einer der größten humanitären Krisen unserer Zeit entwickelt. Täglich erschweren verweigerte Genehmigungen für Hilfstransporte, nicht eingehaltene Feuerpausen, Uneinigkeit über Zugangsrouten und die Nicht-Einhaltung von abgestimmten Verfahren an Checkpoints durch die beteiligten Konfliktparteien die Arbeit der Hilfsorganisationen. Obendrein gefährden Kampfhandlungen immer wieder die Sicherheit der Helfer und der syrischen Bevölkerung. Eine ausreichende und effiziente Hilfe ist nahezu unmöglich.

Bei der Aktion standen Mitarbeiter der Hilfsorganisationen nebeneinander, ihre Hände mit rotem Seil verbunden. Gleichzeitig wurden Schlagzeilen von Pressemeldungen und Statements vorgelesen, die die Organisationen in den letzten sechs Jahren Krieg verschickt haben – eine Chronologie des Horrors und der größten humanitären Krise unserer Zeit. 

"Wir appellieren an die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft, alles dafür zu tun, den humanitären Zugang sicherzustellen und das Völkerrecht zu wahren. Aleppo ist bis heute Inbegriff des Grauens, den Menschen erleben, die komplett eingeschlossen sind. In Syrien gibt es jedoch insgesamt 13 Orte wie Aleppo", so die Hilfsorganisationen.

Mehr als 4,9 Millionen Syrerinnen und Syrer haben derzeit keinen ungehinderten Zugang zu humanitärer Hilfe. Das sind so viele Menschen wie die Gesamteinwohnerzahl der deutschen Bundesländer Niedersachsen, Thüringen und Berlin.

Aufgeben ist für die Hilfsorganisationen dennoch undenkbar: "Trotz gebrochener Waffenruhen und vieler Gefahren für unsere lokalen Helfer sichern wir mit Partnern notleidenden Menschen aus allen Regionen Syriens das Überleben." Die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft müssen sich mit allen ihnen zu Verfügung stehenden Mitteln für einen vollständigen, unmittelbaren, bedingungslosen, sicheren, ungehinderten und dauerhaften Zugang von humanitärer Hilfe für alle Menschen in Syrien einsetzen. Damit der sechste Jahrestag der Syrienkrise endlich der Letzte bleibt.

Große Straßenkunst-Aktion für syrische Flüchtlinge auf der Kölner Domplatte

Zum vierten Jahrestag des Syrienkonfliktes macht CARE mit einer großen Straßenkunstaktion vor dem Kölner Dom auf die Probleme syrischer Flüchtlinge aufmerksam.

Gemeinsam mit der Straßenkünstlerin Frederike Wouters lud CARE Deutschland-Luxemburg e.V. am 14. März 2015 Passanten in der Kölner Innenstadt dazu ein, sich ein "Bild von der Syrienkrise" zu machen. Ein über dreißig Quadratmeter großes Bild sollte die Aufmerksamkeit der Passanten auf die fortwährende Krise in Syrien lenken, die sich an diesem Samstag zum vierten Mal jährte. Unterstützt wurde die Künstlerin von Schülern und Schülerinnen aus dem CARE-Profilkurs der Marie-Kahle-Gesamtschule Bonn. 

Den ganzen Tag über konnten sich Interessierte bei unserem CARE-Team über die Arbeit von CARE für syrische Flüchtlinge informieren und sich an unserer Aktion beteiligen. Besonders bewegend waren die zahlreichen Gespräche mit syrischen Besuchern, viele von ihnen selbst Flüchtlinge. "Ich bin sehr gerührt, dass die Menschen in Deutschland Syrien nicht vergessen haben", sagte etwa Jamil. "Ich habe ein paar Fotos gemacht von der Aktion und werde sie an meine Freunde und Verwandten schicken, die noch in Syrien sind und die tagtäglich von der Gewalt in unserem Land betroffen sind." 

Die Syrienkrise ist die größte humanitäre Krise unserer Zeit. Über elf Millionen Menschen sind in Syrien und den Nachbarländern auf der Flucht. Die Aktion auf der Kölner Domplatte stellte den Passanten die Aktualität und Brisanz der Syrienkrise dar. CARE will auf diese Weise dazu beitragen, dass die Krise nicht in Vergessenheit gerät, zumal die Hilfe immer noch deutlich unterfinanziert ist. "Aufzugeben kann und darf aber trotz der düsteren Bilanz der Krise keine Option sein. Im Gegenteil. Wir müssen uns Neues und Besseres einfallen lassen, damit syrische Flüchtlinge weiterhin und vermehrt Unterstützung erhalten", so Karl-Otto Zentel, Generalsekretär von CARE, der selbst am Samstag vor Ort war. "Ich habe mich sehr über das große Interesse gefreut. Während den über acht Stunden, in denen wir gemalt und informiert haben, standen immer Leute um das Kunstwerk. Sie wollten wissen, was wir da machen und warum. Besonders interessant und wichtig fand ich auch den Austausch mit Syrern, die sich über unsere Aktion gefreut haben. Es ist wichtig, dass die Syrienkrise nicht in Vergessenheit gerät", so Julia Kuhnert. Neben ihrer Aufmerksamkeit konnten Passanten CAREs Syrienhilfe auch mit einer Spende unterstützen. Insgesamt kamen etwa 250 Euro zusammen.

CARE und Lavanderia Vecchia: Spendenaktion ein voller Erfolg

Am ersten Oktobersonntag veranstalteten CARE und das Berliner Restaurant Lavanderia Vecchia einen Spendenabend für Flüchtlinge im Nahen Osten.

Unter dem Motto „Niemand setzt seine Kinder in ein Boot, wenn es nicht sicherer ist als das Land“ wurde auf die Not und Perspektivlosigkeit von Flüchtlingen aufmerksam gemacht. Feinste italienische Kost verwöhnte die Gäste und rief sie gleichzeitig zur Spende auf. Das Team des Berliner Lokals überlegte sich zur Unterstützung eine tolle Geste: Sie arbeiteten einen Abend umsonst. Wer also ab 19:30 Uhr in den renommierten Italiener einkehrte, bezahlte nicht das Personal, sondern spendete direkt an CARE-Projekte in den Krisengebieten. Die Resonanz war großartig: Viele Menschen meldeten sich weit im Voraus an und kamen aus der ganzen Republik, um bei diesem wunderbaren Ereignis dabei zu sein. 

Das Ergebnis der Aktion ließ sich sehen: 2.500 Euro konnten über den Abend gesammelt werden. Geld, das den Menschen auf der Flucht hilft, zu überleben. Um Nothilfe in kriegs- und krisengeplagten Ländern zu gewährleisten, ist die Unterstützung jedes Spenders und Engagierten notwendig. CARE bedankt sich bei allen Spendern. Ein besonderer Dank geht an das Team der Lavanderia Vecchia, die dem Grundsatz „We CARE!“ folgten und auf diese Weise all das ermöglichten.

Weltfrauentag 2016 im Rautenstrauch-Joest-Museum

Sonderführungen zugunsten von CARE gaben Besuchern Einblick in die Kulturgeschichte aus der Perspektive der Frau.

Viele Frauen und auch ein paar Männer folgten am 8. März einer besonderen Einladung des Rautenstrauch-Joest-Museums und CARE. Anlässlich des Internationalen Weltfrauentages bot das Museum in Köln Sonderführungen an, in denen die Besucher mehr über die Rolle und Bedeutung von Frauen in verschiedenen Kulturen erfahren konnten. Über den ganzen Tag verteilt führten Ethnologinnen des Museums auf „Die andere Seite: Frauen im Rautenstrauch-Joest-Museum“ und luden die rund 80 Besucher dazu ein, die Dauerausstellung des Museums aus der spannenden, aber oftmals unbekannten Perspektive von Frauen zu betrachten. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, und man hätte wahrscheinlich noch Stunden weiter erzählen und zuhören können“, erzählen die Besucherin Bettina Uhse und ihre Begleitung begeistert nach dem Museumsbesuch. Die Erlöse der Veranstaltung, eine stolzen Summe von über 1.000 Euro, fließen in die Projektarbeit von CARE.


Kampagnen

Herr Bluem mit einem Care-Paket in der Hand



Woche des CARE-Pakets: 8. bis 14. Mai 2017

Vom 8. bis 14 Mai 2017 startete CARE eine Informations- und Aktionswoche rund um das CARE-Paket. Damit erinnerte CARE an die einst größte Hilfsaktion der Geschichte und rief in Deutschland zu Zeichen der Menschlichkeit und Solidarität mit Familien auf, die heute dramatische Not und Hunger leiden. Helfen Sie mit, unterstützen Sie die "Woche des CARE-Pakets" und erfahren Sie hier, wie Sie sich engagieren können. CARE erzählte die eigene Geschichte anhand eines historischen und eines modernen CARE-Pakets und zeigte mit konkreten Beispielen auf, wie das CARE-Paket heute wirkt.

Kampagne Woche des CARE-Pakets

Woche des CARE-Pakets

Vom 8. bis 14. Mai 2017 startet CARE eine Informations- und Aktionswoche rund um das CARE-Paket. Machen Sie mit!

Logo 70 Jahre CARE

70 Jahre CARE

2015/2016 wurden CARE und das CARE-Paket 70 Jahre alt und wir feierten dieses Jubiläum in ganz Deutschland mit zahlreichen Besuchern.


CARE-Preisverleihungen

Jedes Jahr verleiht CARE einen Preis um Persönlichkeiten und Organisationen zu ehren, die sich im Kampf gegen die weltweite Armut besonders verdient gemacht haben. Dabei wechseln sich der CARE-Millenniumspreis und der CARE-Partnerschaftspreis jährlich ab. Der CARE-Millenniumspreis wird an eine Persönlichkeit, der CARE-Partnerschaftspreis an eine Partnerorganisation verliehen. Hier lesen Sie mehr über die bisherigen Preisträger und Preisträgerinnen.

Zudem gibt es seit vier Jahren den CARE-Schreibwettbewerb. Mit diesem Wettbewerb möchte CARE  junge Menschen zum Schreiben  motivieren und eine Auseinandersetzung mit globalen Fragestellungen fördern. „Mal über den Tellerrand schauen“ – dazu möchten wir Jugendliche in Deutschland ermutigen. Aus allen Aussendungen wählt die Jury, in der seit drei Jahren auch Beststellerautorin Kerstin Gier sitzt, die besten Texte aus, die dann live von den AutorInnen bei einer Preisverleihung vorgelesen werden. In diesem Jahr findet die Preisverleihung erstmalig im Rahmen der lit.COLOGNE statt. Erfahren Sie mehr zum Wettbewerb und zu den bisherigen Preisverleihungen.

Care Partnerschaftspreis - ein Mann hängt ein Workshop-Plakat auf

CARE-Partnerschaftspreis 2018

Ein großer Beitrag zur Überwindung von Not und Armut in Kambodscha

Die Veranstaltung findet am 27.11.2018 um 18:00 im Gobelinsaal/ Altes Rathaus der Stadt Bonn statt.

CARE verleiht zum siebten Mal den CARE-Partnerschaftspreis. CARE ehrt alle zwei Jahre eine Partnerorganisation, die sich besonders um die Verwirklichung der Ziele von CARE verdient gemacht hat:

Überwindung von Not,

Überwindung von Armut,

Überwindung von Benachteiligung.

In diesem Jahr erhält das "Advocacy and Policy Institute" (API) die mit 10.000 € dotierte Auszeichnung. API ist eine kambodschanische Nichtregierungsorganisation (NRO), die durch Dienstleistungen auf den Gebieten Advocacy and Policy Development einen großen Beitrag für die Überwindung von Not und Armut in den ärmsten Regionen Kambodschas leistet. Für seine Zuverlässigkeit und Professionalität erhält das Institut mittlerweile breites positives Feedback von kambodschanischen und internationalen Organisationen. 

Kambodschas Wirtschaft ist in den letzten zwei Jahrzehnten stark angewachsen und das Land hat die Armutsrate zwischen 2004 und 2011 auf 20,4% fast halbiert. Dabei weist das Land gleichzeitig ein extremes Stadt-Land-Gefälle auf. Rund 90% der Armen leben in ländlichen Gebieten und haben nur eingeschränkten Zugang zu Bildung. Unzureichende öffentliche Investitionen führen zu verlangsamtem Fortschritt und Wachstum in ländlichen Gebieten. Die Zivilgesellschaft, insbesondere Frauen und Jugendliche (machen einen Anteil von 53% der Gesellschaft aus) sind bislang kaum in Entscheidungsprozesse einbezogen. Im Rahmen des Dezentralisierungsprozesses soll sich das jetzt ändern. Öffentliche Dienstleistungen für die Bürger sollen verbessert werden. Die Zivilgesellschaft, insbesondere Frauen, Jugendliche und Angehörige ethnischer Minderheiten, soll eine aktive Rolle bei der Gestaltung lokaler Dienstleistungen einnehmen und ihre Bedürfnisse gegenüber der Regierung artikulieren, damit sie besser berücksichtigt werden können.

APIs Ziel ist es, die kambodschanische Bevölkerung in politischer Teilhabe zu schulen. Außerdem fördert es den Dialog zwischen Parlament, der Regierung und der derzeit schon aktiven Zivilgesellschaft. Dies tut API, indem es ein großes Angebot an Advocacy-Schulungen und Publikationen in Khmer und Englisch bereitstellt, welche das Bewusstsein für Advocacy, öffentlichen Informationszugang und Informationsfreigabe von staatlicher Seite stärken sollen. In diesem Zusammenhang leitet das Institut außerdem eine Kampagne, die für die Schaffung eines solchen Informationszugangs per Gesetz kämpft.

Daneben unterstützt API die Dezentralisierungs- und Dekonzentrationsstrategie der Regierung und klärt über die Regierungspläne "subnationale demokratische Entwicklung (2010-2019)" und "nationaler Strategieplan Update (2014-2018)" auf. Dadurch will API zu ihrer erfolgreichen Umsetzung beitragen und letztlich die Rahmenbedingungen für soziale Verantwortung und gegenseitiges Vertrauen schaffen. 

In Kürze erfahren Sie mehr über das Veranstaltungsprogramm.

Millenniumspreisträgerin 2017

Klimaheldinnen weltweit

Am Sonntag, dem 12. November 2017 fand die Verleihung des CARE-Millenniumspreises und die feierliche Eröffnung der Ausstellung „Klimaheldinnen weltweit“ im Foyer der Zentrale der Deutschen Telekom AG in Bonn statt.

Zum sechsten Mal verlieh CARE den CARE-Millenniumspreis an eine Persönlichkeit, die sich herausragend für die Umsetzung der Millenniums- und Nachhaltigkeitsziele der UN eingesetzt hat. Nach Jean-Claude Juncker, Jean Ziegler, Ashok Bharti, Clare Short, Prof. Horst Köhler zeichnet CARE in diesem Jahr Dr. Christiana Figueres aus, die bis vor kurzem noch das UN-Klimarahmensekretariat als Exekutivsekretärin leitete. Die Laudatio wurde von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks gesprochen.

Zudem zeigten wir erstmalig die eindrucksvolle Fotoausstellung "Klimaheldinnen", die gemeinsam mit der Kölner Agentur laif umgesetzt wurde und 12 Frauen in Ihrem Kampf gegen den Klimawandel porträtiert. 

Sehen Sie hier ein Video der Preisverleihung.

Partnerschaftspreisträger 2016

Klimaschutz und Katastrophenvorsorge auf den Philippinen

Gemeinsam mit 90 interessierten Gästen feierte CARE am 25. Mai im Alten Rathaus in Bonn den sechsten CARE-Partnerschaftspreis. Für ihr außerordentliches Engagement im Klimaschutz, in der Nothilfe und Katastrophenvorsorge durch innovative Anpassungsstrategien verlieh CARE Deutschland-Luxemburg den Preis an die philippinische Nichtregierungsorganisation ACCORD. Sindhy Obias nahm die Auszeichnung stellvertretend entgegen. ACCORD arbeitet präventiv mit den ärmsten Gemeinden auf den Philippinen, damit diese sich besser auf Wirbelstürme und andere Katastrophen vorbereiten können.

Begrüßt wurden die Gäste von Bürgermeisterin Klingmüller und CARE-Präsident Winkhaus. Begleitet wurde die Verleihung von einer Fachdiskussion zum Thema: „Nach COP21: Welche konkreten Schritte brauchen wir für eine klimagerechtere und -sichere Welt?“ mit Ingrid-Gabriela Hoven, Abteilungsleiterin, Bundesministerium und Sven Harmeling, Klimaexperte bei CARE. Die spannende Keynote sprach Wael Hmaidan, Direktor des Klimaaktionsnetzwerks. Die Laudatio hielt Nok van de Langenberg, Nothilfekoordinator bei CARE Niederlande. Zum Get together lud Generalsekretär Zentel. Moderiert wurde der Abend von Thilo Jahn, Musik machte das Akustikduo „Steal a Taxi“.


CARE-Fachveranstaltungen

Aleksandra Godziejewska hält einen Vortrag.

„VERGISS GENDER – WIR RETTEN HIER LEBEN!“

Interaktiver Abend am 17. Mai in der Arabischen Bibliothek in Berlin /  Wie können Frauen in Krisen besser unterstützt werden?

Alle Männer gehen zwei Schritte vor, alle schwangeren Frauen einen Schritt zurück. Das ist unfair, aber bittere Realität. Frauen werden in Krisensituationen vernachlässigt und bei der CARE-Veranstaltung „Vergiss Gender- wir retten hier Leben!“ konnten Besucherinnen am eigenen Leib erfahren, was das bedeutet. Ein interaktives Spiel forderte alle Anwesenden auf, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen. So wurde klar, dass Männer beispielsweise eine größere Chance haben, eine Naturkatastrophe zu überleben. Denn Frauen können schlichtweg häufig nicht schwimmen oder haben nie gelernt, auf Bäume zu klettern.


Am Ende wurde die symbolische „Überlebenslinie“, über die es bei dem Spiel zu schreiten galt, lediglich von einer Frau überschritten, während der Rest zugeschriebene Männerrollen waren. Die Überraschung darüber stand so manchen Spielteilnehmern ins Gesicht geschrieben.


Es sei in der humanitären Praxis oftmals schwer, den Fokus auf Gender zu setzen, da die Ressourcen limitiert und viele humanitären Helfer selbst Männer seien. Es brauche Zeit, diese Probleme zu beheben, erklärte Aleksandra Godziejewska, die das CARE-Büro in Griechenland leitet.


Außerdem berichtete die Expertin über Probleme und Hindernisse, vor denen humanitäre Helfer unmittelbar nach einer Krise stehen und was passieren kann, wenn Frauen nachts lange, unbeleuchtete Wege zu Toiletten gehen müssen. „Wir können es uns nicht länger leisten, die Unterstützung von Frauen in Krisensituationen als Luxus zu betrachten!“, ist Aleksandra Godziejewska der festen Überzeugung. Bei einer anschließenden Diskussion mit Ines Kappert, Leiterin des Gunda-Werner-Instituts der Heinrich-Böll-Stiftung, Dinah Abd El Aziz, Referentin für Frauenrechte und der Syrerin Ruham Hawash lauschte der Saal gespannt den drei Expertinnen und die wichtigste Botschaft des Abends war: Frauen sind keine Opfer, sondern vor allem Agierende und Mitdiskutierende.


Aufhänger des Abends war die Vorstellung eines neuen CARE-Reports namens „Women and Girls in Emergencies“. Der Bericht skizziert die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Mädchen in Katastrophen und gibt Handlungsempfehlungen. An diesem Abend in Berlin stach eine Zahl aus dem Bericht besonders heraus: Von allen Geldern, die weltweit 2017 für humanitäre Hilfe ausgegeben wurden, kamen lediglich 0,1 Prozent Projekten zugute, die sich  gegen sexualisierte Gewalt an Frauen einsetzen. Es bleibt also noch viel zu tun.


Lesen Sie hier den Bericht „Women and Girls in Emergencies“

Unterstützen Sie Frauen in Krisenregionen!

2017: Das blaue Gold – Ein Fluch oder ein Segen?

Wasser bedeutet Gesundheit, Sicherheit, Lebensqualität und bessere Bildungschancen. In vielen Teilen der Welt ist Wasserversorgung jedoch allein Frauensache. Unter großen körperlichen Anstrengungen müssen sie weite Strecken bis zur nächsten Wasserstelle zurücklegen. Dadurch kommt oft nicht nur ihre Bildung zu kurz, sondern sie begeben sich auch immer wieder in Gefahr, die auf ihren Wegen lauert.

CARE & die VHS Köln luden zum Themenabend

„Unser Herz ist wie Wasser. Wenn wir mit anderen zusammenkommen, so sind wir lebendig und wirksam. Wenn wir alleine sind und einsam, dann ist unser Herz tot und traurig. Schätzen wir unser Miteinander.“

Mit diesem Auszug eines Gedichts der persischen Dichterin Ferogh Farokhzad erzählte Nadia Nashir, die Vorsitzende des Afghanischen Frauenvereins e.V., von den Geheimnissen der afghanischen Brunnen und führte weiter aus: „Wasser ist Leben. Kabul kann ohne Gold leben, aber nicht ohne Wasser.“ 

Was der Bau eines einzigen Brunnes für die Frauen in Afghanistan bedeutet, ist jedoch viel mehr als nur die reine Wasserversorgung. Aufgrund des verkürzten Wegs zur nächsten Trinkwasserstelle, bedeutet ein Brunnen mehr Freizeit für Frauen und Mädchen und somit eine Chance auf Bildung. Zudem senkt eine neue saubere Trinkwasserstelle die Wahrscheinlichkeit auf sexualisierte Gewalt und Übergriffe, denn leider werden Frauen und Mädchen oft auf den langen Wegen zu Wasserstellen zu Opfern unterschiedlichster Gewalt. 

Als Moderator Stephan Beuting nach dem Momente fragte, an dem das Wasser aus einem neuen Brunnen zum ersten Mal fließt, antwortete Nadia Nashir mit einem Lächeln im Gesicht. „Der erste Moment, wenn das Wasser fließt, ist einer der schönsten Augenblicke für die Menschen. Ein beglückendes Ereignis mit viel Essen und Blumen.“

Wasserversorgung in einem der größten Flüchtlingscamps der Welt

Im zweiten Teil der Veranstaltung führte Ninja Taprogge, Referentin für Medien und Kommunikation, die für CARE einige Monate in Kenia arbeitete, die rund 40 Veranstaltungsgäste viele tausend Kilometer weiter in das noch vor kurzem größte Flüchtlingscamp der Welt, Dadaab. 

Das Camp ist ungefähr 100 km von der somalischen Grenze entfernt, zählt heute circa 240 000 Flüchtlinge und gleicht damit einer mittelgroßen deutschen Stadt. In diesem Flüchtlingscamp ist der Zugang zu Wasser dank eines gut ausgebauten Wassernetzes zwar gesichert, doch dieses System muss organisiert werden. So schilderte Ninja Taprogge eindrucksvoll wie aus hilfebedürftigen Frauen selbst Helferinnen wurden. 

Zu diesen Helferinnen gehört auch Hado Abdi Gedi, die in einer Männerdomäne zu Hause ist. Als Wasserbeauftragte wurde sie von CARE ausgebildet und ist nun dafür verantwortlich, dass mehr als die Hälfte aller Haushalte Dadaabs mit 6 Millionen Liter Wasser pro Tag versorgt werden. Dieses System läuft vor allem wegen Hado, die immer pünktlich zwei Mal am Tag Wasser in die Gemeinden pumpt. Damit trägt sie eine große Verantwortung, die jedoch nicht immer respektiert wurde, erklärte Ninja Taprogge. Anfangs musste Hado wegen ihres Berufs viel Ärger und viele Beschimpfungen einstecken. Als Frau somalischer Herkunft ist es nicht üblich, eine Arbeit zu haben und schon gar keine „Männerarbeit“. Doch ohne Helferinnen wie Hado wäre es nicht möglich die Hilfe, die CARE leistet, nachhaltig umzusetzen.

Hado ist ein Beispiel für eine Frau, die ihr Leben selbst in die Hand genommen hat und ihr eigenes Einkommen und so das Überleben ihrer Familien sichert. Durch die Arbeit von CARE wird die Rolle der Frau gestärkt, Frauen erlangen politisches Mitspracherecht in ihren Gemeinden und werden zu Vorreiterinnen, indem sie andere ermutigen, ähnliches zu erreichen. Das Wissen, das Hado von CARE vermittelt bekommen hat, kann sie außerdem mit in ihre Heimat Somalia nehmen. Dies ist besonders wichtig, denn Dadaab, das ehemals größte Flüchtlingscamp der Welt, soll geschlossen werden, so Taprogge.

2017: Zwischen Mangel und Zuviel des Guten:

Regionale und globale Strategien im Umgang mit den Folgen von Extremwetter

Am 6. April 2017 lud CARE gemeinsam mit der Volkshochschule Köln zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Zwischen Mangel und Zuviel des Guten: Regionale und globale Strategien im Umgang mit den Folgen von Extremwetter" ins Forum der VHS ein. Es diskutierten Frau Dr. Ines Dombrosky vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik, Marc Daniel Heintz von den Stadtentwässerungsbetrieben Köln, Dr. Georg Kippels MdB aus dem Ausschuss für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sowie Wolfgang Tyderle Nothilfekoordinator von CARE. Moderiert wurde der Abend von Dr. Sarah Brasack, Kölner Stadtanzeiger. 70 interessierte Gäste waren der Einladung gefolgt.

Zum Einstieg stellte Wolfgang Tyderle die Nothilfe von CARE vor und legte dabei einen Schwerpunkt auf Strategien zum Schutz und Stärkung der Ärmsten der Armen gegenüber den Folgen von Naturkatastrophen und Extremwetter. Der Vortrag wurde untermalt von eindrucksvollen Fotos der aktuellen und vergangenen Einsätze. 
Auch in der Podiumsdiskussion stellte Wolfgang Tyderle heraus, dass sich viele auch menschengemachte Krisen durch den Klimawandel noch verschärft hätten. Besonders hob er dabei Situationen in Gegenden wie Somalia hervor: Dort gäbe es nicht nur langanhaltende Dürreperioden, sondern auch plötzlich auftretende Starkregen, die zu verheerenden Überschwemmungen führten, da der ausgetrocknete Boden die großen Wassermengen nicht aufnehmen könnte. Tyderle stellte mehrere Anpassungsstrategien vor, mit denen sich Gemeinden in diesen Regionen besser vor den Folgen von Extremwetter schützen können. Dabei käme den Frauen eine herausragende Rolle zu, da diese die Motoren der Entwicklung seien.  Frau Dr. Dombrowski ging besonders auf die technischen Probleme ein, die im Zusammenhang mit der Nutzung und Aufbereitung von Trinkwasser entstehen. Viele gute Ideen seien in der Umsetzung noch zu teuer oder eben doch nicht praktikabel. Hier führte sie vor allem die Mongolei als Beispiel für große Flächen Land mit einer geringen Bevölkerungsdichte an. Das sei eine Konstellation, die große technische Herausforderungen mit sich bringe. Über die Vereinbarkeit von Lokalpolitik und globaler Entwicklung in Zusammenhang mit Klimaschutzmaßnahmen sprach Dr. Georg Kippels. Er bevorzuge in Deutschland einen gelenkten Strukturwandel gegenüber einem Strukturbruch, vor allem so lange keine umfassenden Alternativen in Energiefragen zur Verfügung stünden. Optimistisch zeigte er sich wiederum, dass alte Jobs in der Kohle durch neue in der grünen Technologie ersetzt werden können.  Im Anschluss beleuchtete Herr Heintz die regionale Perspektive und zeigte auf, dass auch im Rheinland bereits die Folgen des Klimawandels spürbar seien. Er stellte praktikable Maßnahmen diesbezüglich vor, wie Kommunen, Hauseigentümer und Mieter Schäden durch Starkregen und Überschwemmungen verhindern, bzw. abmildern können.
 

 

2017: Sprache als Schlüssel zur Arbeitswelt

Seit 2015 sind in Deutschland weit über eine Millionen Geflüchtete angekommen. Fast 60 Prozent davon sind in einem Alter, in dem sie auch arbeiten möchten. Eine Herausforderung und auch eine Chance für Deutschland und Europa. In den letzten zwei Jahren wurden zahlreiche Maßnahmen und Initiativen ins Leben gerufen, die sich für die Integration von Geflüchteten sowohl auf den Arbeitsmarkt als auch in die Gesellschaft einsetzen.

Die Europäische Bewegung International/Deutschland lud am 24. April innerhalb der „Event Series on Migration“ zu einer Podiumsdiskussion ins Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin ein. Auf der Agenda stand das Thema „Soziale Inklusion und Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt.“ 
Unter anderem zu Gast waren Basheer Alzaalan aus Syrien und CARE Projektassistent sowie Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des Internationalen Bunds und Mitglied im Vorstand der Europäischen Bewegung Deutschland e.V.

Bei der Integration von Geflüchteten in den deutschen Arbeitsmarkt gibt es zahlreiche Herausforderungen. Den Unternehmen fehlt es oft an Wissen und Erfahrung bei der Eingliederung von Geflüchteten in ihren Betrieb. Vor allem kulturelle Unterschiede in den Arbeitsgewohnheiten und die sprachliche Barriere werden immer wieder als Hürden genannt. „Ohne Sprache geht nichts, sie ist die größte Barriere für Geflüchtete.“ bestätigt auch Basheer Alzaalan aus eigener Erfahrung.

Basheer Alzaalan  selbst hat es geschafft. Durch die Unterstützung von CARE ist ihm der Sprung in die deutsche Arbeitswelt gelungen. „Als Projektassistent im KIWI-Projekt von CARE fühle ich mich endlich wie ein normaler Mensch und bin stolz auf meinen beruflichen Erfolg in Deutschland", so Alzaalan. Doch der Weg dorthin war mühsam und mit vielen bürokratischen Hürden verbunden.

Dazu der eindringliche Appel von Thiemo Fojkar: „Die Verfahren zur Integration von Menschen in Deutschland müssen beschleunigt werden. Auch sind die Hürden für Unternehmen bei der Einstellung von Geflüchteten viel zu hoch. Sie müssen viel Durchhaltevermögen zeigen, wenn eine längerfristige Einstellung erfolgen soll. Das schreckt viele ab.“

Einstimmig wird gemahnt, dass die Einstellung von Geflüchteten von den Unternehmen nicht als Belastung empfunden werden sollte. Integration bedeutet auch Diversität und Bereicherung, gegenseitiges Lernen steht hier im Vordergrund. Mit den zahlreichen Initiativen auf deutscher und europäischer Ebene geht man in die richtige Richtung. Der deutsche Arbeitsmarkt müsse sich aber darauf einstellen, dass es immer Geflüchtete geben wird, so Fokjar.

Es wird deutlich: Die soziale Inklusion und Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt ist ein langwieriger Prozess. Aber eben auch einer, für den alle Akteure aus Wirtschaft und Politik sich weiterhin stark einsetzen müssen. Und einer, der sich auf lange Sicht lohnt.  

2016: Vortragsreihe zum Thema Flucht vom Journalisten Mirco Keilberth

In vier spannenden Vorträgen berichtete Journalist und Nordafrikakorrespondent Mirco Keilberth im Juni 2016 über die aktuelle Fluchtsituation. Den Auftakt bildete eine Kooperation mit dem Tränenpalast in Berlin. Hier standen Fragen nach der menschlichen Würde auf der Flucht im Zentrum des Abends. Im Anschluss an den Fachvortrag diskutierten Achim Barchmann, MdB, der vor knapp eineinhalb Jahren nach Deutschland geflohene syrische Lehrer Basheer Alzaalan und CARE-Mitarbeiterin Anica Heinlein darüber, wann Flucht eigentlich endet und Ankommen beginnt.

Die Rolle der Medien in der Flüchtlingskrise war Schwerpunkt der zweiten Veranstaltung, die im Münchner Einstein Kultur stattfand. Wie berichten Medien über die ankommenden Flüchtlinge in Deutschland? Was wissen wir über die Situation der Mehrheit der Flüchtlinge, die in Nachbarländern von Kriegs- und Krisensituation ausharren? Welche Wirkung hat die Berichtserstattung auf Flüchtlinge? 

In der Uni Mainz wiederum entspannte sich um das Thema „Integrationsmacht Bildung“ eine intensive Debatte zwischen Petra Volanakis, Mitarbeiterin im Bereich „Internationales“ des Studierendenwerks der Uni Mainz und CARE-Projektleiter Thomas Knoll, sowie den anwesendes Studierenden und AK-Mitgliedern um Sylvan Germer. Musikalisches Highlight war der Musiker Aeham Ahmad, der schon auf großen deutschen Bühnen mit seinem Piano und den Geschichten über Flucht und Sehnsucht Menschen begeistert und tief berührt hat. 
Den Schlussakkord setzte eine Kooperation mit dem Haus der Geschichte in Bonn. Hier stand die Geschichte des CARE-Pakets damals und heute im Anschluss an den Vortrag zur aktuellen Flüchtlingssituation im Zentrum. Hans-Joachim Westholt, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Haus der Geschichte, berichtete über viele selbst langjährigen CARE-Mitarbeitern unbekannte spannende Fakten rund um das CARE-Paket. Irmingard Kruse, die selbst nach dem Zweiten Weltkrieg CARE-Pakete erhielt und Basheer Alzaalan, Mitarbeiter bei CARE Deutschland-Luxemburg und Vertriebener aus seiner Heimat Syrien, zeigten, wie Solidarität damals und heute Grenzen überwinden kann.


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Anika Auweiler

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