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Eine afrikanische Girlband singt auf einer Preisverleihung

Veranstaltungen von CARE



Aktionen von und mit CARE

CARE Deutschland-Luxemburg nimmt jedes Jahr an zahlreichen Aktionen  teil und organisiert diese selbst. Mit diesen Aktionen informieren wir über bestimmte Projekte unserer Arbeit oder versuchen die Öffentlichkeit für bestimmte Themen wie die Folgen des Klimawandels oder Frauenrechte zu sensibilisieren. 

YOU Messe in Berlin (7.-9. Juli 2017)

Logo YOU Messe

 

Die YOU in Berlin ist Europas größtes Jugendevent und findet in diesem Jahr vom 7. bis 9. Juli auf dem Messegelände Berlin statt.

Hier wird Schülerinnen und Schülern sowie jungen Erwachsenen die Gelegenheit geboten, sich über verschiedene Möglichkeiten zur Weiterbildung und beruflichen Zukunft zu informieren und außerdem an zahlreichen Sport-, Kultur- und Lifestyle-Veranstaltungen teilzunehmen.

Auch CARE wird in Halle 21b und in der Lehrerlounge vertreten sein, um über Ziele und Projekte zu informieren, den Besucherinnen und Besuchern unsere Schulmaterialien zu präsentieren, das KIWI-Projekt vorzustellen und unseren jährlich stattfindenen CARE-Schreibwettbewerb anzukündigen.

Habt Ihr Lust, an unserem Stand vorbeizuschauen? Hier findet Ihr weitere Informationen über Tickets, das Programm und die verschiedenen Aussteller. Viel Spaß!

Aktion vor dem deutschen Bundestag: Mehr als 20 Hilfsorganisationen fordern Zugang zu belagerten Gebieten in Syrien

Über 100 Mitarbeiter von Hilfsorganisationen fordern vor dem Bundestag Zugang zu belagerten Gebieten

Zum sechsten Jahrestag der Syrienkrise machte CARE zusammen mit mehr als 20 weiteren Hilfsorganisationen unter dem Motto „Uns sind die Hände gebunden“ auf die akute Notsituation in Syrien aufmerksam. Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs hat sich die Situation im Land zu einer der größten humanitären Krisen unserer Zeit entwickelt. Täglich erschweren verweigerte Genehmigungen für Hilfstransporte, nicht eingehaltene Feuerpausen, Uneinigkeit über Zugangsrouten und die Nicht-Einhaltung von abgestimmten Verfahren an Checkpoints durch die beteiligten Konfliktparteien die Arbeit der Hilfsorganisationen. Obendrein gefährden Kampfhandlungen immer wieder die Sicherheit der Helfer und der syrischen Bevölkerung. Eine ausreichende und effiziente Hilfe ist nahezu unmöglich.

Bei der Aktion standen Mitarbeiter der Hilfsorganisationen nebeneinander, ihre Hände mit rotem Seil verbunden. Gleichzeitig wurden Schlagzeilen von Pressemeldungen und Statements vorgelesen, die die Organisationen in den letzten sechs Jahren Krieg verschickt haben – eine Chronologie des Horrors und der größten humanitären Krise unserer Zeit. 

„Wir appellieren an die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft, alles dafür zu tun, den humanitären Zugang sicherzustellen und das Völkerrecht zu wahren. Aleppo ist bis heute Inbegriff des Grauens, den Menschen erleben, die komplett eingeschlossen sind. In Syrien gibt es jedoch insgesamt 13 Orte wie Aleppo“, so die Hilfsorganisationen.

Mehr als 4,9 Millionen Syrerinnen und Syrer haben derzeit keinen ungehinderten Zugang zu humanitärer Hilfe. Das sind so viele Menschen wie die Gesamteinwohnerzahl der deutschen Bundesländer Niedersachsen, Thüringen und Berlin.

Aufgeben ist für die Hilfsorganisationen dennoch undenkbar: „Trotz gebrochener Waffenruhen und vieler Gefahren für unsere lokalen Helfer sichern wir mit Partnern notleidenden Menschen aus allen Regionen Syriens das Überleben.“ Die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft müssen sich mit allen ihnen zu Verfügung stehenden Mitteln für einen vollständigen, unmittelbaren, bedingungslosen, sicheren, ungehinderten und dauerhaften Zugang von humanitärer Hilfe für alle Menschen in Syrien einsetzen. Damit der sechste Jahrestag der Syrienkrise endlich der Letzte bleibt.

Große Straßenkunst-Aktion für syrische Flüchtlinge auf der Kölner Domplatte

Zum vierten Jahrestag des Syrienkonfliktes macht CARE mit einer großen Straßenkunstaktion vor dem Kölner Dom auf die Probleme syrischer Flüchtlinge aufmerksam.

Gemeinsam mit der Straßenkünstlerin Frederike Wouters lud CARE Deutschland-Luxemburg e.V. am 14. März 2015 Passanten in der Kölner Innenstadt dazu ein, sich ein "Bild von der Syrienkrise" zu machen. Ein über dreißig Quadratmeter großes Bild sollte die Aufmerksamkeit der Passanten auf die fortwährende Krise in Syrien lenken, die sich an diesem Samstag zum vierten Mal jährte. Unterstützt wurde die Künstlerin von Schülern und Schülerinnen aus dem CARE-Profilkurs der Marie-Kahle-Gesamtschule Bonn. 

Den ganzen Tag über konnten sich Interessierte bei unserem CARE-Team über die Arbeit von CARE für syrische Flüchtlinge informieren und sich an unserer Aktion beteiligen. Besonders bewegend waren die zahlreichen Gespräche mit syrischen Besuchern, viele von ihnen selbst Flüchtlinge. "Ich bin sehr gerührt, dass die Menschen in Deutschland Syrien nicht vergessen haben", sagte etwa Jamil. "Ich habe ein paar Fotos gemacht von der Aktion und werde sie an meine Freunde und Verwandten schicken, die noch in Syrien sind und die tagtäglich von der Gewalt in unserem Land betroffen sind." 

Die Syrienkrise ist die größte humanitäre Krise unserer Zeit. Über elf Millionen Menschen sind in Syrien und den Nachbarländern auf der Flucht. Die Aktion auf der Kölner Domplatte stellte den Passanten die Aktualität und Brisanz der Syrienkrise dar. CARE will auf diese Weise dazu beitragen, dass die Krise nicht in Vergessenheit gerät, zumal die Hilfe immer noch deutlich unterfinanziert ist. "Aufzugeben kann und darf aber trotz der düsteren Bilanz der Krise keine Option sein. Im Gegenteil. Wir müssen uns Neues und Besseres einfallen lassen, damit syrische Flüchtlinge weiterhin und vermehrt Unterstützung erhalten", so Karl-Otto Zentel, Generalsekretär von CARE, der selbst am Samstag vor Ort war. "Ich habe mich sehr über das große Interesse gefreut. Während den über acht Stunden, in denen wir gemalt und informiert haben, standen immer Leute um das Kunstwerk. Sie wollten wissen, was wir da machen und warum. Besonders interessant und wichtig fand ich auch den Austausch mit Syrern, die sich über unsere Aktion gefreut haben. Es ist wichtig, dass die Syrienkrise nicht in Vergessenheit gerät", so Julia Kuhnert. Neben ihrer Aufmerksamkeit konnten Passanten CAREs Syrienhilfe auch mit einer Spende unterstützen. Insgesamt kamen etwa 250 Euro zusammen.

CARE und Lavanderia Vecchia: Spendenaktion ein voller Erfolg

Am ersten Oktobersonntag veranstalteten CARE und das Berliner Restaurant Lavanderia Vecchia einen Spendenabend für Flüchtlinge im Nahen Osten.

Unter dem Motto „Niemand setzt seine Kinder in ein Boot, wenn es nicht sicherer ist als das Land“ wurde auf die Not und Perspektivlosigkeit von Flüchtlingen aufmerksam gemacht. Feinste italienische Kost verwöhnte die Gäste und rief sie gleichzeitig zur Spende auf. Das Team des Berliner Lokals überlegte sich zur Unterstützung eine tolle Geste: Sie arbeiteten einen Abend umsonst. Wer also ab 19:30 Uhr in den renommierten Italiener einkehrte, bezahlte nicht das Personal, sondern spendete direkt an CARE-Projekte in den Krisengebieten. Die Resonanz war großartig: Viele Menschen meldeten sich weit im Voraus an und kamen aus der ganzen Republik, um bei diesem wunderbaren Ereignis dabei zu sein. 

Das Ergebnis der Aktion ließ sich sehen: 2.500 Euro konnten über den Abend gesammelt werden. Geld, das den Menschen auf der Flucht hilft, zu überleben. Um Nothilfe in kriegs- und krisengeplagten Ländern zu gewährleisten, ist die Unterstützung jedes Spenders und Engagierten notwendig. CARE bedankt sich bei allen Spendern. Ein besonderer Dank geht an das Team der Lavanderia Vecchia, die dem Grundsatz „We CARE!“ folgten und auf diese Weise all das ermöglichten.

Weltfrauentag 2016 im Rautenstrauch-Joest-Museum

Sonderführungen zugunsten von CARE gaben Besuchern Einblick in die Kulturgeschichte aus der Perspektive der Frau.

Viele Frauen und auch ein paar Männer folgten am 8. März einer besonderen Einladung des Rautenstrauch-Joest-Museums und CARE. Anlässlich des Internationalen Weltfrauentages bot das Museum in Köln Sonderführungen an, in denen die Besucher mehr über die Rolle und Bedeutung von Frauen in verschiedenen Kulturen erfahren konnten. Über den ganzen Tag verteilt führten Ethnologinnen des Museums auf „Die andere Seite: Frauen im Rautenstrauch-Joest-Museum“ und luden die rund 80 Besucher dazu ein, die Dauerausstellung des Museums aus der spannenden, aber oftmals unbekannten Perspektive von Frauen zu betrachten. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, und man hätte wahrscheinlich noch Stunden weiter erzählen und zuhören können“, erzählen die Besucherin Bettina Uhse und ihre Begleitung begeistert nach dem Museumsbesuch. Die Erlöse der Veranstaltung, eine stolzen Summe von über 1.000 Euro, fließen in die Projektarbeit von CARE.


Kampagnen

Herr Bluem mit einem Care-Paket in der Hand



Woche des CARE-Pakets: 8. bis 14. Mai 2017

Vom 8. bis 14 Mai startet CARE eine Informations- und Aktionswoche rund um das CARE-Paket. Damit erinnert CARE an die einst größte Hilfsaktion der Geschichte und ruft in Deutschland zu Zeichen der Menschlichkeit und Solidarität mit Familien auf, die heute dramatische Not und Hunger leiden. Helfen Sie mit, unterstützen Sie die "Woche des CARE-Pakets" und erfahren Sie hier, wie Sie sich engagieren können.

Vom Donnerstag, dem 11. Mai bis zum Sonntag, den 14. Mai können Sie uns beim Markt der Möglichkeiten der Lions auf dem Breitscheidtplatz in Berlin besuchen. Die Lions werden 100 und feiern dies mit einem großen Kongress. Aus diesem Anlass haben sie herausragende Partner eingeladen, sich gemeinsam mit dem Hilfswerk zu präsentieren. CARE wird die eigene Geschichte anhand eines historischen und eines modernen CARE-Pakets erzählen und mit konkreten Beispielen aufzeigen, wie das CARE-Paket heute wirkt. Kommen Sie vorbei!

Kampagne Woche des CARE-Pakets

Woche des CARE-Pakets

 Vom 8. bis 14. Mai 2017 startet CARE eine Informations- und Aktionswoche rund um das CARE-Paket. Machen Sie mit!

Logo 70 Jahre CARE

70 Jahre CARE

2015/2016 wurde CARE 70 Jahre alt und wir feierten in ganz Deutschland mit zahlreichen Besuchern dieses Jubiläum


CARE-Preisverleihungen

Jedes Jahr verleiht CARE Deutschland-Luxemburg einen Preis um Persönlichkeiten und Organisationen zu ehren, die sich im Kampf gegen die weltweite Armut besonders verdient gemacht haben. Dabei wechseln sich der CARE-Millenniumspreis und der CARE-Partnerschaftspreis jährlich ab. Der CARE-Millenniumspreis wird an eine Persönlichkeit, der CARE-Partnerschaftspreis an eine Partnerorganisation verliehen. Hier lesen Sie mehr über die bisherigen Preisträger und Preisträgerinnen.

Zudem gibt es seit vier Jahren den CARE-Schreibwettbewerb. Mit diesem Wettbewerb möchte CARE  junge Menschen zum Schreiben  motivieren und eine Auseinandersetzung mit globalen Fragestellungen fördern. „Mal über den Tellerrand schauen“ – dazu möchten wir Jugendliche in Deutschland ermutigen. Aus allen Aussendungen wählt die Jury, in der seit drei Jahren auch Beststellerautorin Kerstin Gier sitzt, die besten Texte aus, die dann live von den AutorInnen bei einer Preisverleihung vorgelesen werden. In diesem Jahr findet die Preisverleihung erstmalig im Rahmen der lit.COLOGNE statt. Erfahren Sie mehr zum Wettbewerb und zu den bisherigen Preisverleihungen.

Die Gewinnerin des Preises hält den Pokal

Partnerschaftspreisträger 2016

„Klimaschutz und Katastrophenvorsorge auf den Philippinen“

Gemeinsam mit 90 interessierten Gästen feierte CARE am 25. Mai im Alten Rathaus in Bonn den sechsten CARE-Partnerschaftspreis. Für ihr außerordentliches Engagement im Klimaschutz, in der Nothilfe und Katastrophenvorsorge durch innovative Anpassungsstrategien verlieh CARE Deutschland-Luxemburg den Preis an die philippinische Nichtregierungsorganisation ACCORD. Sindhy Obias nahm die Auszeichnung stellvertretend entgegen. ACCORD arbeitet präventiv mit den ärmsten Gemeinden auf den Philippinen, damit diese sich besser auf Wirbelstürme und andere Katastrophen vorbereiten können. 

Begrüßt wurden die Gäste von Bürgermeisterin Klingmüller und CARE-Präsident Winkhaus. Begleitet wurde die Verleihung von einer Fachdiskussion zum Thema: „Nach COP21: Welche konkreten Schritte brauchen wir für eine klimagerechtere und -sichere Welt?“ mit Ingrid-Gabriela Hoven, Abteilungsleiterin, Bundesministerium und Sven Harmeling, Klimaexperte bei CARE. Die spannende Keynote sprach Wael Hmaidan, Direktor des Klimaaktionsnetzwerks. Die Laudatio hielt Nok van de Langenberg, Nothilfekoordinator bei CARE Niederlande. Zum Get together lud Generalsekretär Zentel. Moderiert wurde der Abend von Thilo Jahn, Musik machte das Akustikduo „Steal a Taxi“.

Millenniumspreisträger 2015

„Politisches Engagement für effiziente Entwicklungszusammenarbeit“

 Am 10. September 2015 wurde Prof. Dr. Horst Köhler, Bundespräsident a.D., für seinen engagierten und wirksamen Beitrag zur Bekämpfung von Armut in Afrika ausgezeichnet. Zudem würdigte CARE seinen Einsatz als Mitglied des High Level Panel of Eminent Persons des UN–Generalsekretariats, ein hochrangiges Beratergremium im Post-2015-Prozess.

Als geschäftsführender Direktor des IWF engagierte sich Prof. Dr. Köhler außerdem für die Verwirklichung der Prinzipien der Guten Regierungsführung in den entwicklungspolitischen Partnerländern, um die Effizienz der Entwicklungszusammenarbeit zu steigern.

Partnerschaftspreisträgerin 2014

„Bessere Zukunft für Roma auf dem Balkan“

Im Jahr 2014 zeichnete CARE das Bündnis Better Future aus. Die engagierte NGO setzt sich unter der Führung von Direktorin Indira Bajramovic für die Rechte von Frauen in Bosnien, besonders in den Roma-Gemeinden rund um Tuzla ein. Das zentrale Anliegen der Organisation besteht darin, die Rechte auf Gesundheit, Bildung, politische und kulturelle Teilhabe der Frauen in den Roma-Gemeinschaften und in der Gesamtgesellschaft umzusetzen.


Frauen in Dadaab an der Wasserverteilung

Einladung zum Themenabend

Die VHS Köln und CARE Deutschland-Luxemburg laden herzlich zum Themenabend

WASSER: Fluch und Segen des „blauen Goldes“ für Frauen in Afghanistan und Kenia

am Donnerstag, den 7. September um 19:00 Uhr in das FORUM der Volkshochschule im Museum am Neumarkt, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln (im Rautenstrauch-Joest-Museum) ein. Der Eintritt ist frei.

Von den Zukunftsplänen einer Wasserbeauftragten in einem der größten Flüchtlingscamp der Welt bis zu den Geheimnissen der Brunnen Afghanistans.

Eins, zwei, drei … schier endlos reiht sich Kanister an Kanister vor Wasserstellen in vielen Teilen der Welt. Drumherum stehen Frauen und Mädchen, denn Wasser ist Frauensache. Sie sind es, die oft unter großer körperlicher Anstrengung weite Wege zurücklegen, um ihre Familien mit Wasser zu versorgen. So bleibt oft wenig Zeit für Bildung – und der lange Weg zu den Wasserstellen birgt vielfältige Gefahren. Genauso bilden Brunnen und Wasserstellen jedoch auch seit Jahrhunderten wichtige soziale Treffpunkte für Frauen. Beide Aspekte werden im Rahmen der Veranstaltung anhand spannender und eindrucksvoller Geschichten und Erzählungen näher beleuchtet. 

Im Flüchtlingscamp von Dadaab in Kenia ist der Zugang zu Wasser dank eines gut ausgebauten Wassernetzes gesichert. Doch das System muss gewartet werden. Hado Abdi Gedi ist eine der Wasserbeauftragten, die von CARE darin geschult wurde, das Wassernetz zu kontrollieren und instand zu halten. Es war nicht einfach für sie, sich gegenüber Männern in ihrem Team zu behaupten. Doch sie hat es geschafft – heute akzeptieren Männer sie als Expertin in ihren Reihen. Eindrucksvoll werden Nadia Nashir, die Vorsitzende des Afghanischen Frauenvereins e.V. (AFV), und Ninja Taprogge, Referentin für Medien und Kommunikation, die für CARE einige Monate in Kenia arbeitete, Ihnen vom facettenreichen Alltag von Frauen, ihren Familien und Freunden in Afghanistan und Kenia berichten. Ein ausgewähltes Rahmenprogramm wird zudem Einblicke in die reiche Kultur der beiden Länder ermöglichen. Um eine Anmeldung an Anika Auweiler unter auweiler(at)care.de wird gebeten. 

2017: Zwischen Mangel und Zuviel des Guten:

Regionale und globale Strategien im Umgang mit den Folgen von Extremwetter

Am 6. April 2017 lud CARE gemeinsam mit der Volkshochschule Köln zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Zwischen Mangel und Zuviel des Guten: Regionale und globale Strategien im Umgang mit den Folgen von Extremwetter" ins Forum der VHS ein. Es diskutierten Frau Dr. Ines Dombrosky vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik, Marc Daniel Heintz von den Stadtentwässerungsbetrieben Köln, Dr. Georg Kippels MdB aus dem Ausschuss für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sowie Wolfgang Tyderle Nothilfekoordinator von CARE. Moderiert wurde der Abend von Dr. Sarah Brasack, Kölner Stadtanzeiger. 70 interessierte Gäste waren der Einladung gefolgt.

Zum Einstieg stellte Wolfgang Tyderle die Nothilfe von CARE vor und legte dabei einen Schwerpunkt auf Strategien zum Schutz und Stärkung der Ärmsten der Armen gegenüber den Folgen von Naturkatastrophen und Extremwetter. Der Vortrag wurde untermalt von eindrucksvollen Fotos der aktuellen und vergangenen Einsätze. 
Auch in der Podiumsdiskussion stellte Wolfgang Tyderle heraus, dass sich viele auch menschengemachte Krisen durch den Klimawandel noch verschärft hätten. Besonders hob er dabei Situationen in Gegenden wie Somalia hervor: Dort gäbe es nicht nur langanhaltende Dürreperioden, sondern auch plötzlich auftretende Starkregen, die zu verheerenden Überschwemmungen führten, da der ausgetrocknete Boden die großen Wassermengen nicht aufnehmen könnte. Tyderle stellte mehrere Anpassungsstrategien vor, mit denen sich Gemeinden in diesen Regionen besser vor den Folgen von Extremwetter schützen können. Dabei käme den Frauen eine herausragende Rolle zu, da diese die Motoren der Entwicklung seien.  Frau Dr. Dombrowski ging besonders auf die technischen Probleme ein, die im Zusammenhang mit der Nutzung und Aufbereitung von Trinkwasser entstehen. Viele gute Ideen seien in der Umsetzung noch zu teuer oder eben doch nicht praktikabel. Hier führte sie vor allem die Mongolei als Beispiel für große Flächen Land mit einer geringen Bevölkerungsdichte an. Das sei eine Konstellation, die große technische Herausforderungen mit sich bringe. Über die Vereinbarkeit von Lokalpolitik und globaler Entwicklung in Zusammenhang mit Klimaschutzmaßnahmen sprach Dr. Georg Kippels. Er bevorzuge in Deutschland einen gelenkten Strukturwandel gegenüber einem Strukturbruch, vor allem so lange keine umfassenden Alternativen in Energiefragen zur Verfügung stünden. Optimistisch zeigte er sich wiederum, dass alte Jobs in der Kohle durch neue in der grünen Technologie ersetzt werden können.  Im Anschluss beleuchtete Herr Heintz die regionale Perspektive und zeigte auf, dass auch im Rheinland bereits die Folgen des Klimawandels spürbar seien. Er stellte praktikable Maßnahmen diesbezüglich vor, wie Kommunen, Hauseigentümer und Mieter Schäden durch Starkregen und Überschwemmungen verhindern, bzw. abmildern können.
 

 

 

2017: Sprache als Schlüssel zur Arbeitswelt

Seit 2015 sind in Deutschland weit über eine Millionen Geflüchtete angekommen. Fast 60 Prozent davon sind in einem Alter, in dem sie auch arbeiten möchten. Eine Herausforderung und auch eine Chance für Deutschland und Europa. In den letzten zwei Jahren wurden zahlreiche Maßnahmen und Initiativen ins Leben gerufen, die sich für die Integration von Geflüchteten sowohl auf den Arbeitsmarkt als auch in die Gesellschaft einsetzen.

Die Europäische Bewegung International/Deutschland lud am 24. April innerhalb der „Event Series on Migration“ zu einer Podiumsdiskussion ins Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin ein. Auf der Agenda stand das Thema „Soziale Inklusion und Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt.“ 
Unter anderem zu Gast waren Basheer Alzaalan aus Syrien und CARE Projektassistent sowie Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des Internationalen Bunds und Mitglied im Vorstand der Europäischen Bewegung Deutschland e.V.

Bei der Integration von Geflüchteten in den deutschen Arbeitsmarkt gibt es zahlreiche Herausforderungen. Den Unternehmen fehlt es oft an Wissen und Erfahrung bei der Eingliederung von Geflüchteten in ihren Betrieb. Vor allem kulturelle Unterschiede in den Arbeitsgewohnheiten und die sprachliche Barriere werden immer wieder als Hürden genannt. „Ohne Sprache geht nichts, sie ist die größte Barriere für Geflüchtete.“ bestätigt auch Basheer Alzaalan aus eigener Erfahrung.

Basheer Alzaalan  selbst hat es geschafft. Durch die Unterstützung von CARE ist ihm der Sprung in die deutsche Arbeitswelt gelungen. „Als Projektassistent im KIWI-Projekt von CARE fühle ich mich endlich wie ein normaler Mensch und bin stolz auf meinen beruflichen Erfolg in Deutschland", so Alzaalan. Doch der Weg dorthin war mühsam und mit vielen bürokratischen Hürden verbunden.

Dazu der eindringliche Appel von Thiemo Fojkar: „Die Verfahren zur Integration von Menschen in Deutschland müssen beschleunigt werden. Auch sind die Hürden für Unternehmen bei der Einstellung von Geflüchteten viel zu hoch. Sie müssen viel Durchhaltevermögen zeigen, wenn eine längerfristige Einstellung erfolgen soll. Das schreckt viele ab.“

Einstimmig wird gemahnt, dass die Einstellung von Geflüchteten von den Unternehmen nicht als Belastung empfunden werden sollte. Integration bedeutet auch Diversität und Bereicherung, gegenseitiges Lernen steht hier im Vordergrund. Mit den zahlreichen Initiativen auf deutscher und europäischer Ebene geht man in die richtige Richtung. Der deutsche Arbeitsmarkt müsse sich aber darauf einstellen, dass es immer Geflüchtete geben wird, so Fokjar.

Es wird deutlich: Die soziale Inklusion und Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt ist ein langwieriger Prozess. Aber eben auch einer, für den alle Akteure aus Wirtschaft und Politik sich weiterhin stark einsetzen müssen. Und einer, der sich auf lange Sicht lohnt.  

2016: Vortragsreihe zum Thema Flucht vom Journalisten Mirco Keilberth

In vier spannenden Vorträgen berichtete Journalist und Nordafrikakorrespondent Mirco Keilberth im Juni 2016 über die aktuelle Fluchtsituation. Den Auftakt bildete eine Kooperation mit dem Tränenpalast in Berlin. Hier standen Fragen nach der menschlichen Würde auf der Flucht im Zentrum des Abends. Im Anschluss an den Fachvortrag diskutierten Achim Barchmann, MdB, der vor knapp eineinhalb Jahren nach Deutschland geflohene syrische Lehrer Basheer Alzaalan und CARE-Mitarbeiterin Anica Heinlein darüber, wann Flucht eigentlich endet und Ankommen beginnt.

Die Rolle der Medien in der Flüchtlingskrise war Schwerpunkt der zweiten Veranstaltung, die im Münchner Einstein Kultur stattfand. Wie berichten Medien über die ankommenden Flüchtlinge in Deutschland? Was wissen wir über die Situation der Mehrheit der Flüchtlinge, die in Nachbarländern von Kriegs- und Krisensituation ausharren? Welche Wirkung hat die Berichtserstattung auf Flüchtlinge? 

In der Uni Mainz wiederum entspannte sich um das Thema „Integrationsmacht Bildung“ eine intensive Debatte zwischen Petra Volanakis, Mitarbeiterin im Bereich „Internationales“ des Studierendenwerks der Uni Mainz und CARE-Projektleiter Thomas Knoll, sowie den anwesendes Studierenden und AK-Mitgliedern um Sylvan Germer. Musikalisches Highlight war der Musiker Aeham Ahmad, der schon auf großen deutschen Bühnen mit seinem Piano und den Geschichten über Flucht und Sehnsucht Menschen begeistert und tief berührt hat. 
Den Schlussakkord setzte eine Kooperation mit dem Haus der Geschichte in Bonn. Hier stand die Geschichte des CARE-Pakets damals und heute im Anschluss an den Vortrag zur aktuellen Flüchtlingssituation im Zentrum. Hans-Joachim Westholt, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Haus der Geschichte, berichtete über viele selbst langjährigen CARE-Mitarbeitern unbekannte spannende Fakten rund um das CARE-Paket. Irmingard Kruse, die selbst nach dem Zweiten Weltkrieg CARE-Pakete erhielt und Basheer Alzaalan, Mitarbeiter bei CARE Deutschland-Luxemburg und Vertriebener aus seiner Heimat Syrien, zeigten, wie Solidarität damals und heute Grenzen überwinden kann.


Kontakt

Anika Auweiler

Anika Auweiler

Referentin Veranstaltungen und Events

Tel. +49 (0)228 97563 - 58

Fax +49 (0)228 97563 - 51

auweiler(at)care.de

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