CARE
Jahresbericht
2018

1945 - 2018
  • Not lindern
  • Armut bekämpfen
  • Rechte stärken.

Das Jahr 2018

Rückblick der Gremien

Unser Vorstand über das Jahr 2018

 

Der Verein CARE Deutschland wird getragen von ehrenamtlichen Gremien. CARE-Präsident Prof. Dr. Winfried Polte blickt zurück auf das Jahr 2018.
 

Rückblick der Gremien

Wer wir sind

1945 in den USA gegründet, kämpft CARE heute weltweit gegen Not, Armut und Ungerechtigkeit. 100 Millionen CARE-Pakete retteten nach dem Zweiten Weltkrieg Leben. Das moderne CARE-Paket wirkt schnell und nachhaltig: Mit Nahrung, Wasser und Notunterkünften, wenn Krieg und Katastrophen alles zerstören. Mit Leidenschaft und guten Ideen gegen Armut und Ausgrenzung, damit auch Frauen und Mädchen überall auf der Welt ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Mehr über CARE

  • Stolze Tradition: Das CARE-Paket

    Ob in der Unterstützung für die notleidende Bevölkerung Europas nach dem zweiten Weltkrieg oder unseren Maßnahmen nach dem schweren Erdbeben und Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi im September 2018: Das CARE-Paket steht im Zentrum unserer Hilfe. Heutzutage kommt es aber auch einmal in Form von Isomatten und stabilen Wassereimern daher.

  • Die richtige Hilfe leisten

    Die CARE-Hilfe passt sich den Bedürfnissen der Menschen an. Im Japan der Nachkriegszeit freuten sich die Kinder über Pakete voller Essen, in Bangladesch in 2018 bauten wir den Geflüchteten aus Myanmar u. a. Unterkünfte und stellten sauberes Wasser bereit.

  • Fokus auf Frauen und Mädchen

    Die Erfahrung von CARE aus 70 Jahren Armutsbekämpfung zeigt: Eine Frau, die wir befähigen, sich aus der Armut zu befreien, erreicht das Gleiche für ihre Familie und wird Akteurin des Wandels für ihre ganze Gemeinschaft. Ob im Kambodscha des Jahres 1999 oder im Südsudan in 2018.

Erfolge und Wirkung

Im Jahr 2018

125
Projekte
führte CARE Deutschland 2018 durch.
56
Mio. Menschen
hat der CARE-Verbund weltweit erreicht.
86
Cent
jedes gespendeten Euros sind in die Projektarbeit geflossen.

 

Hilfe, die wirkt

Für CARE ist es wichtig, die Lebenssituation von Menschen in Not nachhaltig zu verbessern. Gemeinsam mit Betroffenen entwickelt CARE Ziele, prüft, ob sich die Lebenssituation mittel- und langfristig verbessert und misst die soziale Wirkung seiner Projekte. Ein Beispiel aus dem Niger.

Mehr zu Wirkung

Unsere Arbeit

Weltweite Hilfe


Projektbeispiele


Das deutsche CARE-Jahr in Bildern

Events & Aktionen

  • KIWI Integrationspreisverleihung

  • CARE-Schreibwettbewerb zum Thema „Macht“

  • Tag der offenen Tür des Tempelhofer Flughafens

  • 25 Jahre CARE auf dem Balkan

  • CARE-Partnerschaftspreisverleihung

  • Azraq-Ausstellung im Roten Rathaus

  • Klimaheldinnen an Bahnhöfen

  • Women in Emergencies

Risiken im Blick

Transparenz und Kontrolle

Hohe Qualität, Effizienz und Wirkung stehen für CARE an erster Stelle. Um diese zu garantieren, hat CARE ein umfassendes Kontrollsystem etabliert und nutzt strenge nationale wie internationale Richtlinien und Kodizes.

Das wichtigste Instrument zur Steuerung finanzieller Risiken für CARE in Deutschland ist der Jahreswirtschaftsplan. Er wird vom Verwaltungsrat verabschiedet und schreibt für alle Organisationsbereiche Ziele, geplante Einnahmen und Jahresausgaben fest. Monatliche Soll-Ist-Vergleiche dienen der Kontrolle. Das Controlling-Team in der deutschen Geschäftsstelle wacht über die Mitteleingänge und alle Ausgaben und hat die Rücklagen der Organisation zur Absicherung von Einnahmeschwankungen, Währungs- und Liquiditätsrisiken genau im Blick. Sein Monatsbericht ist die Grundlage für alle Investitions- und Projektentscheidungen der Organisation.

Bevor ein Projekt beginnt, schreibt ein Umsetzungsvertrag zwischen CARE in Deutschland und dem Partner im Projektland alle Einzelheiten der Durchführung fest. Er enthält Ziele, Maßnahmen, Zeit-, Personal- und Budgetpläne, weist Risiken und Gegenmaßnahmen aus. Gleichzeitig schreibt er Richtlinien für die Finanzbuchhaltung fest, für den Einkauf oder die Auftragsvergaben. Seit 2008 hat jedes CARE-Länderbüro eine eigene Finanz- und Controlling-Abteilung. Diese prüfen vor Ort die vertraglich zugesicherten Projektleistungen und kontrollieren den Einsatz der Gelder. Gleichzeitig überwachen sie das Einhalten aller CARE-Richtlinien und Verhaltenskodizes, etwa zur Vermeidung von Korruption oder Missbrauch. Vierteljährlich erhält CARE in Deutschland zu jedem Projekt einen detaillierten Bericht über die eingesetzten Mittel sowie einen Halbjahres- und Jahresabschluss. Die Projektreferentinnen und -referenten sowie das Controlling-Team in Bonn prüfen auf Richtigkeit. Projekte über 500.000 Euro werden durch einen externen Wirtschaftsprüfer kontrolliert. Auch CARE-Zuwendungsgeber führen regelmäßig im In- und Ausland Finanzprüfungen durch.

Die Qualitätsansprüche an CARE-Projekte sind hoch: Sie müssen CARE-Zielen und -Werten entsprechen, sollen Modellcharakter haben und folgen einem langfristigen Entwicklungsplan für eine Region. Bei der Projektplanung richten wir uns nach internationalen Qualitätsstandards und Kodizes. Gleichzeitig beziehen wir die Bevölkerung und lokale Akteure in alle Schritte eines Projektes mit ein – von der Planung über die Umsetzung bis hin zur Auswertung. Ob die Hilfe die Bevölkerung auch wie geplant erreicht und ob der Einsatz der Gelder gerechtfertigt ist, überprüfen Projektverantwortliche auf regelmäßigen Monitoring-Reisen. Workshops und Interviews mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Projektteilnehmenden zeigen, ob Maßnahmen richtig umgesetzt wurden, die gesetzten Ziele erreicht oder Anpassungen notwendig sind. Jedes Jahr lässt CARE die inhaltliche Qualität und Wirkung ausgewählter Projekte durch externe Gutachter prüfen. Ihre Empfehlungen fließen in die zukünftige Projektgestaltung mit ein.

Die Arbeit von CARE unterliegt zahlreichen Risiken. Diese frühzeitig zu erkennen und vorausschauend zu steuern, ist für CARE essentiell. Operative Risiken, Geschäftsrisiken, Reputations- und Liquiditätsrisiken analysieren Vorstand und Managementteam fortlaufend und dokumentieren diese mit Gegenmaßnahmen im jährlichen Risikobericht. Die Sicherheit aller Mitarbeitenden in Kriegs- und Katastrophengebieten schützt CARE über ein internationales Sicherheitsmanagement-Team. Es schult und versorgt Mitarbeitende in Krisenregionen tagesaktuell mit Risikobewertungen und Verhaltensrichtlinien. Projekte, die besonderen Gefahren unterliegen, versieht CARE mit einer eigenen Risikomanagement-Matrix. Sie beschreibt von der Sicherheitslage über Personal-, bis hin zu Beschaffungs- oder Inflationsrisiken alle Gefahrendimensionen. Sie identifiziert Risikoquellen, beschreibt den potenziellen Risikofall, bewertet die Konsequenzen und bestimmt Zeitplan und Verantwortlichkeiten zu ihrer Vorbeugung. Ein unabhängiger Datenschutzbeauftragter, eine Ethikbeauftragte und eine Ombudsfrau stehen CARE-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Projektpartnern immer beratend zur Seite.

CARE in Deutschland unterliegt strengen Kontrollen. Einmal im Jahr untersucht ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer die Einnahmen- und Ausgabenstruktur des Vereins und prüft den Jahresabschluss. Gleichzeitig bewertet er die Effizienz der Verwaltungsabläufe der Geschäftsstelle. Zwei Rechnungsprüfende kontrollieren sein Ergebnis und legen ihre Erkenntnisse der Mitgliederversammlung vor. Gleichzeitig wird CARE vom Deutschen Spendenrat geprüft. Dieser vergibt als einzige Instanz ein von Wirtschaftsprüfern kontrolliertes Spendenzertifikat. Nach einer eingehenden Prüfung wurde CARE 2018 damit ausgezeichnet. Auch das Finanzamt, der Bundesrechnungshof, CARE International sowie verschiedene öffentliche Geber kontrollieren die Arbeit von CARE Deutschland regelmäßig: 2018 und 2019 prüften das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die Europäische Kommission sowie das Europäische Amt für Humanitäre Hilfe mit hervorragenden Ergebnissen die gemeinsam finanzierten Projekte. SPIEGEL Online und das Analysehaus Phineo analysierten in der Vergangenheit unsere Transparenz und wählten CARE unter die Top 3 ihres Spendenrankings zu Transparenz.

CARE-Projekte entstehen auf Basis internationaler Qualitätsstandards und Kodizes. In der Nothilfe verpflichten wir uns den Prinzipien des Do-No-Harm-Ansatzes, dem Code of Conduct des Internationalen Roten Kreuzes, dem Core Humanitarian Standard (CHS). Wir beachten die Grundregeln zur Projektumsetzung des Auswärtigen Amtes, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie die Projektstandards der Europäischen Union. CARE ist Mitglied der Core Humanitarian Standard Alliance und der Charter4Change, engagiert sich im Active Learning Network for Accountability and Performance in Humanitarian Action (ALNAP), ist Teil der Global Partnership for Social Accountability, verpflichtet sich dem Code of Good Practice von People in Aid und ist Unterzeichner der Charta zur Rechenschaftspflicht für internationale Nichtregierungsorganisationen. In unserer Berichterstattung, Kommunikation und Werbung sind wir den Verhaltenskodizes des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe Deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) verpflichtet. Wir halten die Standards der Initiative Transparente Zivilgesellschaft ein und richten uns nach den Grundsätzen des Deutschen Spendenrats.

Die 88 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von CARE, welche auf 70 Planstellen arbeiten, davon 27 in Teilzeit, geben jeden Tag ihr Bestes. Doch Not und Armut weltweit zu überwinden, gelingt nur in Partnerschaft mit vielen Akteuren.

In Deutschland ist CARE daher Mitglied des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO). Auf europäischer Ebene ist CARE bei CONCORD, dem entwicklungspolitischen, und bei VOICE, dem humanitären europäischen Dachverband, aktiv. Seit vielen Jahren ist CARE zudem Mitglied im Koordinierungsausschuss Humanitäre Hilfe des Auswärtigen Amtes. Mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung arbeitet CARE eng auf Grundlage eines Memorandum of Understanding zusammen. Auch mit ECHO verbindet CARE ein Partnerschaftsrahmenvertrag.

Gemeinsam mit dem Spendenbündnis „Aktion Deutschland Hilft“ ruft CARE bei großen humanitären Krisen zur Hilfe auf. Mit „Gemeinsam für Afrika“ setzt sich CARE für ein differenzierteres Afrikabild ein und mit dem Bündnis für nachhaltige Textilien engagiert sich CARE mit 150 Mitgliedern aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft für eine menschenwürdigere und nachhaltigere Textilproduktion weltweit.

Wir danken zudem allen Stiftungen und Unternehmen, die uns im Jahr 2018 großzügig unterstützt und begleitet haben.

 

CARE-Stiftung

Menschliche Not erfordert schnelle, aber auch langfristige Hilfe. In unserer Gesellschaft wachsen das Bewusstsein und die Bereitschaft, über gelegentliche Spenden hinaus eigenes Kapital
dauerhaft in die Überwindung und Linderung von Not und Elend zu investieren.

Seit 1997 steht die Deutsche CARE-Stiftung als verlässlicher Partner an der Seite von CARE. Stifterinnen und Stifter helfen Menschen in Not und sorgen für langfristige Hilfe.

 

Stiftungsbilanz 2018

Zahlen und Fakten

Finanzbericht

Unsere Projekte, unsere Bilanz, Einnahmen und Aufwendungen sowie die finanzielle Entwicklung 2018 von CARE Deutschland e.V. auf einen Blick.

Finanzbericht 2018

CARE wird von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO geprüft. Jetzt den Prüfungsbericht für 2018 lesen.

Prüfungsbericht 2018

Gemeinsam planen

Ausblick 2019

Auch im Jahr 2019 bleibt für CARE die lebensrettende Soforthilfe für Menschen in Krisen- und Katastrophenregionen oberste Priorität. Gleichzeitig unterstützen wir Menschen weiterhin dabei, sich aus der Armut zu befreien. Gemeinsam mit lokalen Partnern setzen wir uns für den Klimaschutz, die Grundrechte von Frauen und die Stärkung von Zivilgesellschaften ein.
 

Ausblick 2019

Wir sagen Danke!

Für das im Jahr 2018 gemeinsam Erreichte danken wir allen Spenderinnen & Spendern, Partnerinnen & Partnern, öffentlichen Gebern, nationalen & internationalen Institutionen, Stiftungen, Vereinen und Unternehmen!

...dem Auswärtigen Amt, den Außenministerien des Großherzogtums Luxemburg, der Niederlande sowie Norwegens, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, dem Department of Foreign Affairs, Trade and Development Canada, Global Affairs Canada, dem Europäischen Amt für Humanitäre Hilfe, der Kommission der Europäischen Union, dem Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Entwicklung Frankreich, der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und dem United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs.

Wir danken der Bünemann-Stiftung, der Charles Stewart Mott Foundation, Cordaid Niederlande, der Deutschen Bank Stiftung, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik, der Fontana Stiftung, der Hans Pfleiderer Stiftung, dem Knorr-Bremse Global Care e.V., der OAK Foundation, der Schweizer Eidgenossenschaft, der „Stiftung Zukunft für Kinder in Slums“, der Stiftung „Nachbar in Not“, der Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V., der UNO-Flüchtlingshilfe e.V. sowie dem ZF hilft e.V.

Unser Dank gilt weiterhin dem Management und den Mitarbeitern der Commerzbank AG, der Deutschen Bahn AG, der Hinterdobler Fabrikations GmbH, der Staatskanzlei NRW sowie der Weis Event GmbH.