1,9 Millionen Euro von der Europäischen Kommission für CARE in Kenia

Priorität im Flüchtlingslager Dadaab sind Trinkwasser, sanitäre Anlagen und die Abfallentsorgung

Nach dem Ausbruch des Bürgerkrieges in Somalia in 1991 mussten viele Menschen ins benachbarte Kenia fliehen. In den Flüchtlingslagern in Dadaab, die nach den Auseinandersetzungen im Norden Kenias errichtet wurden, herrscht jetzt eine prekäre humanitäre Situation. Die Verschlechterung der Situation in Somalia führt dazu, dass immer mehr Flüchtlinge nach Kenia strömen. Über 230.000 registrierte Flüchtlinge leben momentan in den Camps und es werden jeden Tag mehr. Die Ressourcen sind daher überstrapaziert. Es gibt nicht genügend Trinkwasser und die hygienischen Zustände sind schlecht. Vorhandene sanitäre Anlagen sind durch die große Anzahl der Flüchtlinge überbelastet. Hilfsorganisationen wie CARE organisieren den Alltag in den Camps, aber die steigende Anzahl der Hilfsbedürftigen erfordert eine bessere Infrastruktur.


Wie hilft CARE?

Die Generaldirektion Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (ECHO) hat CARE Deutschland-Luxemburg damit beauftragt, die sanitären Anlagen und hygienischen Vorrichtungen in Dadaab zu verbessern. Die Trinkwasserversorgung wird durch die Installation von neuen Wasserleitungen in den Lagern von Dadaab gesichert. Alte Rohrleitungen, Wassertanks und Bohrlöcher werden erneuert. Mit Tankwagen werden die neu angekommenden Flüchtlinge mit Trinkwasser versorgt, bevor die die Wasserleitungen bereit stehen. Ein großes Problem ist auch die Beseitigung von Abfall. Jeden Tag fallen Tonnen gesundheitsschädlichen Mülls an. Hier wird CARE erstmals eine Müllabfuhr mit Sammelstellen, Müllkarren und einer neuen Deponie errichten.

CARE ist im Auftrag des UN-Flüchtlingshilfswerks für das Camp Management in Dadaab verantwortlich. So kann sich CARE Deutschland-Luxemburg bei der Umsetzung des ECHO-Projektes auf die Expertise erfahrener Kollegen vor Ort verlassen, die die Nöte und Sorgen der Menschen dort gut kennen.