Äthiopien: Eine Rechnung, die aufgeht

Soziales Engagement verändert eine ganze Gemeinde. CARE unterstützt ein Wasserkomitee beim Bau sicherer Trinkwasserstellen und der Durchführung von Gesundheitsschulungen.

CARE arbeitet seit über acht Jahren im Hochland von Äthiopien, um sauberes Wasser und sanitäre Anlagen bereitzustellen. Ein wichtiger Teil des Projekts ist soziales Engagement. Einwohner wie Mulugeta gründen Wasserkomitees. Gemeinsam mit CARE entscheiden sie, welche Art von Wasserquellen sie möchten und wie sie diese errichten und erhalten können. 

Zu Beginn plante CARE 186 Wasserstellen. Heute gibt es über 450 saubere Trinkwasserstellen in der Region – ein Zeichen des großen Erfolgs.

Mulugeta erklärt, dass der Erfolg vor allem darauf beruht, dass alle Entscheidungen gemeinschaftlich getroffen werden. Die Wertschätzung des Projekts in der Gemeinde ist groß, auch, weil viele Dorfbewohner Komitee-Mitglieder sind. 

Mulugeta überwacht den Bau und die Instandhaltung der  Wasserstellen 

„Ich habe mitgeholfen eine Wasserpumpe zu bauen“, erklärt er stolz. „Ich koordiniere und verwalte die Baumaterialien und unser Gemeinschaftskonto. Außerdem kontrolliere ich die Instandhaltung und werte die Entwicklung weiterer Projekte aus.“

Jeden Monat zahlt jedes Mitglied des Wasserkomitees ungefähr 20 Cent auf unser Gemeinschaftskonto. Da das Guthaben monatlich steigt, können wir Darlehen vergeben. So können die Mitglieder ihre eigenen Projekte starten, wie zum Beispiel eine Viehzucht oder die Aufwertung ihrer Getreideproduktion. Mit den Gewinnen können die Darlehen mit Zinsen zurückgezahlt werden.

Aber die wichtigste Veränderung  in Mulugetas Gemeinde ist, dass niemand mehr weit laufen muss, um sauberes Wasser zu holen. 

„Die Gemeinde ist glücklich, sauberes Wasser zu haben, frei von Keimen und Krankheiten“, sagt Mulugeta. „Früher mussten wir drei Stunden laufen, um Wasser zu holen.“

Das Wasserkomitee organisiert auch Schulungen. CARE zeigt den Mitgliedern, wie man eine Toilette baut, Wasser sicher aufbewahrt und die Hygienebedingungen verbessert.

„Vor der Gründung des Wasserkomitees hatten wir keine sanitären Einrichtungen in unseren Häusern. Das hat sich dank CARE geändert. Wir hatten auch keine Latrinen. Auch habe ich meinen Getreideanbau erhöht, indem ich Kompost statt Kunstdünger verwende. Ich kann sogar etwas von meinen Einkünften zurücklegen.“

Leben retten, Zeit und Geld sparen – wie jeder Komitee-Leiter ist auch Mulugeta glücklich, berichten zu können, dass seine Rechnungen aufgehen.