Benin: 700.000 Menschen von Hochwasser betroffen

CARE verteilt Nothilfegüter, Durchfall breitet sich aus.

 

CARE leistet im westafrikanischen Benin unmittelbare Nothilfe für die von den Überschwemmungen betroffenen Familien. In dieser Woche wurde das erste CARE-Nothilfepaket mit Seife, Decken, Schlafmatten und Wasserreinigungsmitteln in die Flutregionen geschickt und wird per Schiff zu den betroffenen Familien gebracht. CARE plant mit seinen Verteilungen insgesamt 50.000 Menschen in Benin zu erreichen.

Nach Angaben der Regierung Benins sind 700.000 Menschen, fast die Hälfte der Einwohner, direkt betroffen. Die Häuser und Wohnungen von etwa 200.000 Menschen sind dabei stark beschädigt oder gar zerstört worden.

Die Lebensmittelsituation ist in den Flutregionen sehr kritisch, denn von dem Starkregen wurden Feldfrüchte vernichtet, auch das Vieh ertrank in den Fluten. Rund 200.000 Menschen benötigen bis zur nächsten Ernte im April kommenden Jahres Lebensmittel zum Überleben. Die Regierung von Benin rief den Notstand aus und bat dringend um internationale Hilfe.

„Die meisten Latrinen sind schon überflutet. Dies hat zur Folge, dass Abfälle in dasselbe Wasser gelangen, mit dem die Menschen jeden Tag kochen und duschen. Mehrere Familien haben mir erzählt, dass ihre Kinder schon unter Durchfall leiden“, so Huguette Sekpe, Nothilfeleiterin von CARE in Benin. Sie ist vor einigen Tagen aus dem Überschwemmungsgebiet zurückgekommen. „Wasserreinigungstabletten können Krankheiten für eine kurze Zeit verhindern, trotzdem müssen wir die Betroffenen schneller erreichen.“

Die Flutregionen sind derzeit nur per Schiff erreichbar. In einigen Dörfern wurde ein Hochwasserstand von mehr als zwei Metern gemessen. Viele Familien suchen Schutz in Kliniken oder Schulen, denn dies sind die einzigen Orte, die noch nicht überflutet sind. Viele Menschen bleiben aber auch zurück, um ihre Häuser zu schützen.