Bewusstsein schaffen, Verständnis wecken

CARE berichtet über Nothilfearbeit beim Global Issues Day

Anlässlich ihres zweiten Global Issues Day lud die International School Luxembourg CARE gemeinsam mit fünf weitern Organisationen ein. Am letzten Tag vor den Herbstferien sollten die Schüler von den NGO-Vertretern aus erster Hand über die bestimmenden globalen Themen und Probleme informiert werden: Klimawandel, Flüchtlingskrisen, Hunger, fairer Handel und Kinderrechte.

In sechs Workshops informierten Wolfgang Tyderle, Nothilfekoordinator von CARE Deutschland-Luxemburg und Frédéric Haupert, Direktor von CARE in Luxemburg, knapp 200 Schüler aus aller Welt über die Arbeit von CARE.

Der Nothilfekoordinator war wenige Tage zuvor von einer gefährlichen Reise in den Darfur zurückgekehrt, wo CARE hunderttausende Flüchtlinge versorgt und berichtete von seinen Erlebnissen. Er erläuterte den politischen Kontext der Krise in Darfur ebenso, wie die Arbeit die CARE vor Ort leistet. Dabei hatte er vieles im Gepäck: Tee, den die Flüchtlinge aus Wüstenpflanzen gewinnen, Strohschalen, die Frauen in Flüchtlingslagern anfertigen, um etwas Geld zu verdienen und vor allem viele kleine Geschichten über den Alltag in den Camps.

Er berichtete von einer angespannten Sicherheitslage und großen Gefahren für die humanitären Helfer und die Flüchtlinge, die vor der immer neu aufflammenden Gewalt in die Flüchtlingslager in Darfur und dem Tschad fliehen.

Die derzeit größte humanitäre Hilfsoperation weltweit, für die sich insgesamt 14 UN Organisationen und 75 NGOs mit 12.000 Mitarbeitern stark machen, stößt angesichts der dramatischen Ausmaße der Not immer wieder auf ihre Grenzen. CARE geht derzeit von 2,5 Millionen Vertriebenen und insgesamt 4,5 Millionen hilfsbedürftigen Menschen aus. Viele der von CARE betreuten Flüchtlingslager übertreffen die Einwohnerzahl der Stadt Luxemburg. Die meisten Bewohner sind Kinder und Frauen, da die Männer getötet wurden oder selbst zu den Waffen griffen. Oft sind es aber auch die Kinder, die von den Konfliktparteien zu unberechenbaren Soldaten geformt werden. 

CARE hilft 1,1 Millionen Bedürftigen in der Region. In den Lagern werden Planen, Wasserkanister und Hygieneartikel verteilt. Sanitäre Einrichtung werden erreichtet. Vor allem aber versorgt CARE gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen der UN die Menschen mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln. Um den Kindern eine Perspektive für ein Leben nach dem Konflikt zu bieten, betreibt CARE Grundschulen und weiterführende Bildungseinrichtungen in den Flüchtlingscamps. 

Chris Bowman, Direktor der International School Luxembourg, begrüßte die Vertreter der sechs Organisationen und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass das Programm auch in Zukunft das Bewusstsein seiner Schüler für die Probleme schärfen wird, mit denen sie als Global Citizens konfrontiert werden.