CARE: Ausgang der Syrien-Friedensgespräche in Genf ist enttäuschend

CARE begrüßt Wiederaufnahme der Gespräche vom vergangenen Freitag und fordert dringend humanitäre Hilfe für Millionen von betroffenen Menschen in Syrien und Nachbarländern.

Nach dem Ende der Friedensgespräche in Genf blickt CARE besorgt auf die Lage der mehr als zehn Millionen Syrer innerhalb des Landes und der Nachbarländer, die dringend humanitäre Hilfe benötigen. Zwar würdigt CARE das Zusammentreffen der syrischen Konfliktparteien, aber das Scheitern einer Einrichtung von Hilfskorridoren für die notleidende Bevölkerung ist mehr als enttäuschend. CARE begrüßt die Wiederaufnahme der Gespräche in zehn Tagen und fordert beide Seiten auf, die humanitäre Lage zu verbessern und eine friedliche Lösung des Konfliktes anzustreben.

„Angesichts von Millionen leidender Syrer muss schnellstens eine Lösung des Konfliktes gefunden werden. Jeder Tag, der ohne eine Friedensvereinbarung vergeht, stürzt die Bevölkerung tiefer in Hunger und Armut. Wir müssen sicherstellen, dass mit vereinten Kräften an einer Lösung gearbeitet wird“, so Gareth Richards, CARE Regionaldirektor für die Syrien-Hilfe.

Innerhalb Syriens befinden sich mehr als sechs Millionen vertriebene Menschen. Es wird immer schwieriger die Hilfsbedürftigen zu erreichen. Deshalb muss die internationale Gemeinschaft alles in ihrer Macht Stehende tun, um ungehinderten Zugang zu den Menschen in Not zu schaffen.

Zusätzlich zu der notleidenden Bevölkerung in Syrien zählen die Vereinten Nationen (UN) mehr als 2,4 Millionen registrierte Flüchtlinge in den Nachbarländern. Inoffizielle Zahlen sprechen von 4,5 Millionen Menschen, die in die Nachbarländer Syriens geflohen sind.

Nach neuesten Schätzungen der UN überschreitet die Zahl der hilfsbedürftigen Menschen in Syrien und den umliegenden Ländern zehn Millionen.

Richards dazu: „Jeder Tag kostet mehr Menschenleben und reißt mehr Familien auseinander. Solange keine Fortschritte gemacht werden, zahlen Millionen von Betroffenen der schlimmsten humanitären Krise seit Jahrzehnten einen hohen Preis.“