CARE-Hilfe in Sri Lanka

Flüchtlinge im Camp Menik Farm über Notunterkünfte, Wasser- und Hygieneversorgung

Über 280.000 Menschen mussten vor dem Konflikt in Sri Lanka 2008 fliehen. In Camps wie Menik Farm in Vavuniya, in dem CARE mit Hilfe der Humanitären Hilfe der Europäischen Union (ECHO) von Beginn an Nothilfe geleistet hat, haben viele von ihnen vorübergehend ein neues Zuhause gefunden. Viele der Flüchtlinge, die Anfang 2009 in Menik Farm eintrafen, hatten tagelange Märsche ohne Wasser und Nahrung hinter sich, haben großes Leid erfahren, Familienmitglieder und ihr ganzes Hab und Gut verloren.

Für CARE erinnern sich einige der Flüchtlinge an ihre ersten Tage nach ihrer Vertreibung und an die Hilfe von CARE:

„Wir hatten Häuser und Toiletten, doch es gab sehr wenig Wasser. Wir konnten eine Woche lang nicht duschen. Wir hatten nur sehr wenig zu Trinken Dann kamen CARE und andere Organisationen mit Tanklastwagen voll Wasser. Jetzt geht es uns viel besser“, sagt eine Frau aus Killinochchi.

Aber CARE sorgte nicht nur für sauberes Wasser, baute Unterkünfte und Toiletten, sondern investierte auch viel Zeit und Ressourcen, um die Gesundheits- und Hygieneversorgung für die Binnenflüchtlinge zu sichern. Denn wenn viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, ist die Seuchengefahr groß.

„CARE hat sich sehr um die Gesundheit unserer Kinder gekümmert. Mit Bildern und Zeichnungen haben sie unsere Kinder über  Sauberkeit und Gesundheit aufgeklärt“, sagte eine Mutter aus Killinochchi. Eine andere meint, dass die Mülltüten und Abfalleimer von CARE sehr dabei halfen, Fliegen und Moskitos fernzuhalten.

„Als manche von uns ankamen, war das Land voller Schutt und Müll und es gab keine ordentliche Entwässerung. CARE hat uns geholfen, das Camp von Müll zu befreien. CARE hat uns Werkzeuge gegeben und das Wissen, wie wir Abwasserkanäle graben können. Für diese Arbeit haben wir von CARE Geld bekommen. Das war wirklich wichtig, weil wir alles verloren und gar kein Geld mehr hatten“
, berichtet ein Mann, der aus dem Bezirk Mannar geflohen war.

„Wir hatten in unseren Unterkünften keine ordentlichen Toiletten. Jetzt wissen unsere Kinder über Hygiene Bescheid und benutzen die Latrinen. Wenn wir wieder nach Hause gehen, werden wir auch dort Toiletten bauen“, meint ein Mann aus dem Bezirk Mullaithievu.

CARE arbeitete vor allem während der Regenzeit unter Hochdruck, um zu verhindern, dass Wasser in die Unterkünfte fließt. „Während des Regen hatten wir eine harte Zeit. Der Untergrund war durchnässt und die Kinder wurden krank. CARE gab uns Planen, die wir auf den Boden legen konnten. Die schützten uns vor dem Wasser“, sagt eine Frau. Auch die Unterkünfte und Toiletten mussten immer wieder erneuert werden, um dem Regen standzuhalten.

Heute hilft CARE den Rückkehrern unter anderem mit Übergangsunterkünften, sauberem Wasser und sanitären Anlagen.