CARE-Special zum Weltflüchtlingstag

Fünf Liter Wasser am Tag, eine zugige Unterkunft, am Stolz nagende Untätigkeit, die Heimat verbrannt und zerstört – das ist der Alltag vieler Menschen im Flüchtlingslager

Zum CARE-Special "Weltflüchtlingstag"

Millionen Flüchtlinge weltweit teilen dieses Schicksal. Sie haben blutige Kämpfe durchlebt, haben meist allen Besitz zurückgelassen und warten auf eine ungewisse, doch bessere und vor allem sicherere Zukunft. Viele von ihnen warten Jahrzehnte lang darauf. So wie die somalischen Jugendlichen im Flüchtlingslager Daadab, im nördlichen Kenia, die nie ein anderes Leben als das eines Flüchtlings kennen gelernt haben. Ihr Land ist seit 17 Jahren im Krieg. Sie können nicht zurück – doch auch nicht nach vorn. Denn keine Regierung will die Flüchtlinge aufnehmen. Ihre einzigen Unterstützer sind Hilfsorganisationen wie CARE, die sich um die Organisation der Lager, um Trinkwasser, Nahrung und Bildungsprogramme, aber auch um psychologische Hilfe und Stärkung von Frauenrechten kümmern.

Vertrieben im eigenen Land

Ein Großteil aller Flüchtlinge musste aufgrund von Kriegen oder Konflikten die Heimat verlassen. Heute sind jedoch innerstaatliche Konflikte weitaus verbreiteter als Kriege zwischen zwei Ländern. Daher gibt es auch mehr Flüchtlinge, die innerhalb der eigenen Ländergrenzen auf der Flucht sind. Das Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) der Vereinten Nationen zählt etwa 26 Millionen intern Vertriebene weltweit – im Gegensatz zu 11,4 Millionen Flüchtlingen, die internationale Grenzen überquert haben. Doch nicht nur Gewalt und Krieg sind Beweggründe, die Heimat zu verlassen. Auch Naturkatastrophen wie Dürren, Überschwemmungen oder Erdbeben rauben vielen Menschen ihre Existenzgrundlage und haben weitere 25 Millionen Menschen, so schätzt das UNHCR, in die Flucht getrieben.

Schreiben gegen die Untätigkeit

CARE ist in vielen Flüchtlingslagern dieser Welt aktiv. Dabei geht es nicht nur darum, die Flüchtlinge mit dem Nötigsten zum Überleben zu versorgen. CARE integriert die Flüchtlinge in die tägliche Arbeit, damit Untätigkeit und Langeweile nicht die Hoffnung auf einen Neuanfang zerstören. So helfen Freiwillige beispielsweise bei den Lebensmittelverteilungen oder bei der Reparatur der Wasserleitungen und Bohrlöcher. Fortbildungskurse, Sparprogramme und Schulunterricht bereiten die Bewohner auf eine unabhängige Zukunft vor. Und Sportwettbewerbe oder die Mitarbeit in einer Jugendzeitung, wie „The Dawn“, geben Jugendlichen neue Motivation und die Gelegenheit, sich schriftlich auszudrücken und das Handwerk des Journalisten zu lernen.

Bitte helfen Sie, Menschen auf der Flucht zu helfen. Beispielsweise im Sudan, im Tschad oder in Somalia.