CARE stellt Kampagne „Lebensband“ in Berlin vor

Elena Esquiche Leon, Projektkoordinatorin bei CARE Peru, kämpft jeden Tag gegen das unnötige Sterben von werdenden Müttern in ihrem Land.

Die Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg e.V. stellte am 28.04.2011 die bundesweite Kampagne „Lebensband“ der Presse und Öffentlichkeit in Berlin vor.

Müttersterblichkeit ist in vielen Ländern eine traurige Realität: Alle 90 Sekunden stirbt auf der Welt eine Frau durch Komplikationen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt. Elena Esquiche Leon, Projektkoordinatorin bei CARE Peru, kämpft jeden Tag gegen das unnötige Sterben von werdenden Müttern in ihrem Land. In Berlin schilderte sie beispielhaft den dramatischen Fall der 34-jährigen Mercedes Castro Casafranca aus der Region Ayacucho. Drei Tage wird die Frau auf einer Trage von Verwandten und Freunden aus dem Dorf in den Bergen zu einer von CARE eingerichteten Gesundheitsstation transportiert. Von dort aus kam sie in ein Krankenhaus. In der Region Ayacucho sank die Müttersterblichkeit um 50 Prozent, indem ein Geburtshelfer oder Gesundheitsstationen auch in entlegenen Gebieten eingerichtet wurden.

Weltweit soll die Müttersterblickeit bis 2015 um 75 Prozent sinken. Doch um dieses ambitionierte Millenniumsentwicklungsziel der Vereinten Nationen zu erreichen, bedarf es mehr Aufmerksamkeit, mehr politischen Willens und mehr finanzieller Unterstützung, wie Dr. Anton Markmiller, Hauptgeschäftsführer von CARE Deutschland-Luxemburg e.V. im Rahmen der Pressekonferenz klar stellt. Prominente Persönlichkeiten wie das Super-Model Christy Turlington, TV-Moderatorin Sandra Maischberger und Sängerin Jessica Wahls unterstützen die CARE-Kampagne “Lebensband”. Betroffenen Frauen und Müttern in der Welt eine Stimme zu geben, ist das erklärte Ziel der Kampagne.

Weitere Infos gibt es unter: www.care-lebensband.de.