CAREs grüner Fußabdruck

Das Green Team von CARE setzt umweltschonendes Arbeiten um

„Um sich für eine Welt ohne Armut einzusetzen und Menschen zu helfen, die vom Klimawandel betroffen sind, muss CARE als Hilfsorganisation mit gutem Beispiel voran gehen.“ So beschreibt Dr. Wolfgang Jamann, Hauptgeschäftsführer der Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg seine Entscheidung, umweltschonend zu arbeiten und die Treibhausgasemissionen von CARE zu reduzieren. Dafür packt er auch gerne selbst mit an. Er hat vor einem Jahr das „Green Team“ gegründet, in dem Mitarbeiter den Energiekonsum von CARE berechnen, die Flugmeilen durch Dienstreisen beziffern oder den Papierverbrauch ermitteln. So ergibt sich ein ökologischer Fußabdruck der Organisation. „Hauptsächlich Dienstreisen in unsere Projektländer oder zu Konferenzen schlagen in dieser Aufstellung zu Buche“, erklärt Jamann. „Deswegen planen wir nun, ein Videokonferenzsystem einzuführen.“

Aber nicht nur das allein steht auf der grünen Agenda von CARE. Im Sommer hat CARE das Jobticket für alle Mitarbeiter subventioniert, sie können statt Auto nun die lokalen öffentlichen Verkehrmittel kostenlos nutzen. Außerdem regt er an, bei Dienstreisen nach Berlin auf das Fugzeug zu verzichten. Bei Bedarf zahlt CARE die Bahncard für die Mitarbeiter. Umweltpapier nutzt die Organisation schon länger, als nächstes steht die Umstellung auf Ökostrom an. „Da Ökostrom wahrscheinlich teurer ist, haben wir einen Energieberater eingeladen, der uns zeigt, wie wir Energie und Strom sparen können“, so der Hauptgeschäftsführer, der ökologischen und wirtschaftlichen Sinn kombiniert. Da CARE auf Spenden und öffentliche Zuwendungen angewiesen ist, muss Jamann genau darauf achten, was sich die Organisation leisten und vor den Spendern vertreten kann.

Von all den Umstellungen zum grünen Arbeiten sollen letzten Endes die Menschen in den Entwicklungsländern profitieren. „Denn sie sind es, die am stärksten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind. Und das, obwohl sie kaum daran Schuld tragen“, begründet Jamann seinen Einsatz für die Umwelt. Schon jetzt bekämpft CARE die Folgen der Klimaveränderung an breiter Front: mit Nothilfe-Einsätzen während Überschwemmungen, Nahrungsmittelhilfe bei Dürren oder Schulungen zum Katastrophenschutz. Der Schutz der Umwelt spielt in den CARE-Projekten eine immer größere Rolle. Beispielsweise haben Mitarbeiter im Tschad Holz sparende Öfen verteilt oder in Vietnam Mangroven zum Erosionsschutz der Küsten aufgeforstet. Auch ein eigener Stiftungsfonds ‚EcoCare’ wurde eingerichtet, um umweltbewusste Armutsbekämpfung zu fördern. Somit ist es laut Jamann auch ein logischer Schritt, vor der eigenen Haustür mit dem Umweltschutz zu beginnen. Ein Schritt, der einen grünen Fußabdruck hinterlässt. 

Dr. Wolfgang Jamann nimmt am 1. und 2. Dezember an der Klima-Konferenz in Posen teil. Für Interviewwünsche kontaktieren Sie bitte unsere Kollegin Sandra Bulling in Poznan. Sie erreichen sie mobil unter +49 (0)151 126 27 123 oder +485 1771 70 13.