Chile: Keine Schlagzeilen mehr

CARE arbeitet in ländlichen Gebieten und unterstützt eine vom Erdbeben betroffene Gemeinde

Gut zwei Wochen nach dem schweren Erdbeben in Chile ist das Land schon wieder weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden. Die Helfer von CARE aber bleiben vor Ort.

Etwa im  Dorf Sauzal, das 50 Kilometer vom Epizentrum des Erdbebens entfernt liegt. Die Regierung schätzt, dass im ganzen Land mehr als 200.000 Häuser stark zerstört wurden. In Sauzal selbst sind von 141 Häusern nur noch 36 bewohnbar. Dazu kommen regelmäßige Nachbeben, die die Bevölkerung immer wieder in Angst und Schrecken versetzen. Die Menschen fühlen sich deshalb auch in den noch intakten Gebäuden kaum sicher. Am Wochenende fiel fast im gesamten Land über lange Zeit der Strom aus. 

Nahrung, Hygiene und Zelte für die ersten Wochen

CARE hat letzte Woche Nahrungspakete für die Bewohner des Dorfes verteilt. Darin sind unter anderem Nudeln, Reis, Mehl, Zucker, Öl, Bohnen und Salz enthalten. CARE-Mitarbeiter Axel Rottländer betreute die Verteilung vor Ort. „Ich habe die lange Schlange der ärmlich gekleideten Menschen gesehen, oft alt und krumm von der vielen Arbeit auf den Feldern, die geduldig gewartet haben, bis sie ihr Hilfspaket erhalten. Als ich an der Schlange vorbei gehe, raunen mir die Menschen ein ‚Muchas Gracias’ zu, und ich werde ein bisschen verlegen.“

Axel Rottländer im Gespräch mit Kollegen (Foto: CARE/Schwarz)Viele Menschen haben durch das Erdbeben ihr ganzes Hab und Gut unter den Trümmern der Häuser verloren. Neben Nahrung und Wasser werden Hygieneartikel jetzt besonders dringend gebraucht. Deshalb verteilten die Nothelfer in Sauzal auch Hygienepakete, die Zahnpasta, Seife, Desinfektionsmittel, Handtücher, Windeln, Kerzen und Toilettenpapier enthalten - Alltagsgegenstände, die für die Betroffenen des Erdbebens nun eine große Erleichterung bedeuten. Um die Menschen vor der kommenden Regenzeit zu schützen, hat CARE außerdem Plastikplanen und Zelte verteilt.  

CARE hat 25.000 Euro Soforthilfe bereitgestellt und arbeitet vor Ort mit dem lokalen Partner Fundacion Alemana para el Desarrollo zusammen. Die Stiftung ist seit Jahren in Chile aktiv und besonders mit der Zivilgesellschaft gut vernetzt.

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Stichwort: Nothilfe: Chile Erdbeben
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