Christo Kunstwerk als Dauerleihgabe für das Deutsche Historische Museum

Künstlerpaar verhüllte LIFE-Magazin für Hilfsorganisation CARE

Berlin, 15. September 2009. „Ab heute sehen es Millionen“, sagt Prof. Dr. Hans Ottomeyer, Präsident des Deutschen Historischen Museums. Am Vormittag erhielt das Museum in Berlin das Christo Kunstwerk „Wrapped Magazines 2008 (LIFE August 9, 1948)“ als Dauerleihgabe. Das Kunstwerk ist ein Geschenk von Christo und Jeanne-Claude an die Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg. Der Berliner Rechtsanwalt Nikolaus Ley und seine Frau Dr. Christiane Ley haben das Kunstwerk von CARE erworben. Damit wird der Wunsch des Künstlerpaares realisiert, durch den Erlös aus dem Verkauf Projekte von CARE zur Bekämpfung der Armut in der Dritten Welt zu unterstützen.

Die Skulptur besteht aus originalen LIFE-Magazinen des Jahres 1948, eingehüllt in verschnürtes Zellophan. Das oben aufliegende LIFE-Titelblatt ist jedoch eine Eigenschöpfung des Künstlers. „Ich nahm also das historische Foto mit dem Flugzeug und den zuschauenden Kindern, vergrößerte es und schuf ein neues LIFE-Cover“, so Christo zum Tagesspiegel. Jeanne-Claude nennt es eine
„poetische Erfindung“. Die Erwerber des Kunstwerkes, das Ehepaar Ley, übergaben es am morgen als Leihgabe an den Präsidenten des Deutschen Historischen Museum, wo es von heute an in der Ausstellung „Geteiltes
Deutschland und Wiedervereinigung“ zu sehen ist. „Dadurch, dass das Kunstwerk so einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, respektieren die Besitzer den Wunsch von Christo und Jeanne-Claude“, so der Vorsitzende von CARE, Heribert Scharrenbroich, „dass dieses Kunstwerk an die Verteidigung der Freiheit der Berliner durch die Luftbrücke und damit auch an die Hilfen von
CARE erinnern soll.“

Dr. Christiane und Nikolaus Ley sind als Berliner begeistert, dass Christo „mit der Verhüllung eines LIFE Magazins aus dem Jahr 1948 eine Brücke schlägt, nicht nur zwischen Kunst und Geschichte, sondern auch zwischen der Hilfe für notleidende Menschen vor 60 Jahren und heute,“ wie Nikolaus Ley erklärte. Das Ehepaar freut sich besonders „das Schöne, mit konkreter Hilfe verbinden zu können“. Zahlreiche Afrikareisen haben den Blick der Ärztin und des Rechtsanwaltes für Not und Probleme vor Ort geschärft. Ihr Geld fließt in CARE-Projekte für Straßenkinder in Slums von Nairobi.