Dadaab/Kenia: Hilfe auf Hochtouren

Update: Welche Hilfe CARE in den letzten Wochen im Lager Dadaab geleistet hat

Schon wieder ist die Zahl gestiegen: 387.893 Menschen leben inzwischen in den drei Camps in Dadaab. Vor einer Woche waren es noch rund 5.000 weniger.

Die über 230 CARE-Mitarbeiter arbeiten vor Ort unter Hochdruck, um den neuankommenden Flüchtlingen aus Somalia zumindest das Nötigste geben zu können: Wasser, Nahrung und eine Unterkunft.

Wasser: CARE verbessert die Wasserversorgung und bemüht sich, jedem Flüchtling mehr Wasser schneller zur Verfügung zu stellen. Wassertankwagen liefern im Camp Daghaley täglich 40.000 Liter, im Camp Ifo hat CARE die Versorgung von 115.000 Liter auf 156.000 Liter täglich aufgestockt. Im Camp Hagadera gibt es zehn neue Wasserstationen, wo die Menschen sich selbst versorgen können.

Zusätzlich führen die CARE-Teams Hygieneschulungen durch und trainieren Freiwillige, die in den Camps über den richtigen Umgang mit Abwasser, Körperhygiene und Schutz vor Krankheiten informieren.

Nahrung: CARE arbeitet mit dem Welternährungsprogramm WFP zusammen und übernimmt die Verteilung von Nahrungsmitteln für Neuankömmlinge. Sie erhalten eine Ration für 21 Tage, um während der Wartezeit bis zur Registrierung über die Runden zu kommen. CARE hat im Monat Juli an knapp 40.000 neu angekommene Flüchtlinge Nahrung ausgeteilt und über 35.000 Menschen mit Decken, Matten, Küchensets und Wassercontainern versorgt.

Schutz: Viele Frauen sind auf der Flucht und in den Camps schutzlos gegenüber sexueller Gewalt. CARE unterstützt Opfer von Gewalt mit Betreuung, medizinischer Versorgung und Rechtsberatung. Bei sogenannten "Road Shows" werden mit Postern und Vorführungen in somalischer Sprache Frauenrechtsverletzungen wie Beschneidung und sexuelle Gewalt thematisiert, um Überfällen vorzubeugen und die Gemeinschaften zum Hinschauen zu sensibilisieren. 12.000 Menschen wurden so im Juli informiert.

Neu angekommene Flüchtlinge erhalten auch psychologische Beratung in den Ankunftsstellen. CARE hat im Juli 442 besonders bedürftige Menschen betreut, ihnen bei der Einlebung in den Camps geholfen und über Dienste und Gefahren beraten.

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