Das Mindeste: Wasser, Nahrung, Schutz

Die CARE-Hilfe im Flüchtlingslager Dadaab in Kenia in Zahlen

382.666 Menschen. Das ist die Zahl der registrierten Flüchtlinge in den Lagern von Dadaab im Norden Kenias am 17. Juli 2011. 382.666 Menschen, die alle dringend Hilfe benötigen, um nach wochenlangen Fußmärschen in der Wüste, ausgezehrt von Hunger und Durst, zu überleben. CARE arbeitet seit knapp 20 Jahren in Dadaab und ist zuständig für die Bereiche Wasser, Nahrung und Bildung. Dadaab besteht aus drei Camps: Ifo I, Daghaley und Hagadera. Die Schlangen werden jeden Tag länger, über 1.000 Neuankömmlinge verzeichnen die Hilfsorganisationen inzwischen täglich.

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Wasser: Mit Wassertankwagen sowie der Reparatur und Neuverlegung von Wasserrohren sichern die CARE-Teams die saubere Verteilung, dazu organisiert CARE die Beseitigung von Müll und bietet Hygiene-Trainings an. CARE liefert täglich rund 15 Liter Wasser pro Kopf für 446.000 Menschen. Flüchtlinge erhalten außerdem Seife und Eimer, um Wasser sicher transportieren können. Neu ankommende Flüchtlinge erhalten 10 Liter Wasser pro Familie.

Nahrung: Bei der Registrierung durch das UN-Flüchtlingshilfswerk verteilt CARE einen Nahrungskorb an die Neuankömmlinge. Darin enthalten sind Weizen- und Maismehl, Bohnen, Öl, Zucker, Salz und eine Mais-Soja-Mischung. Dazu Decken, Plastikplanen, Matten, Eimer und Küchensets. Außerdem erhalten neu ankommende Menschen eine Essensmarke, mit der sie an den zweimal monatlich stattfindenden Verteilungen von Nahrungsvorräten teilnehmen können. CARE ist die führende Partnerorganisation des Welternährungsprogramms (WFP) für diese Verteilungen. Vom 6. Juni bis 16. Juli hat CARE Nahrung an über 54.000 neu ankommende Menschen verteilt, im Juni allein erhielten 30.000 Menschen Proteinkekse, um den schlimmsten Hunger zu stillen und gegen Mangelernährung anzukämpfen.

Bildung: Im Lager Daghaley in Dadaab organisiert CARE Unterricht für knapp 15.000 Mädchen und Jungen. Im letzten halben Jahr wurden 2.895 neue Kinder aufgenommen. Da es an Material und Platz fehlt, findet der Unterricht häufig in Zelten oder unter Bäumen statt. Viele neu ankommende Kinder können noch nicht zur Schule gehen. Deshalb plant CARE den Bau von drei weiteren provisorischen Schulen, wenn dafür genügend Geld eingenommen werden kann.

Schutz und Beratung: 70 Prozent der neu ankommenden Flüchtlinge sind Frauen und Kinder. Die Zahl der berichteten Fälle von Vergewaltigung und Übergriffen auf dem Weg nach Dadaab hat dramatisch zugenommen. CARE berät neuangekommene Frauen und Mädchen, die auf ihrer Flucht sexuelle Gewalt erleiden mussten, und vermittelt sie an medizinische Zentren. Wöchentlich gibt es außerdem psychologische Beratung für die Menschen im Flüchtlingslager. Angstzustände, Depression, Unsicherheit über den Asylstatus, Aggressionen und Trauer über den Verlust von Familienmitgliedern sind nur einige der Erfahrungen, mit denen die Flüchtlinge aus Somalia zu kämpfen haben. Eine Kampagne namens „Stay Safe“ – „Bleib sicher“, informierte 3.800 Menschen darüber, wie sie sich vor sexueller Gewalt schützen können und wo sie Hilfe bekommen können.

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