Ein Erfolg (wie) aus dem Lehrbuch

Der Kabarettist Horst Schroth und seine Frau feiern den Erfolg von Oscarcito in Argentinien

Oscarcito, der kleine Oscar, ist ein Junge, wie es in Argentinien Hunderttausende gibt. Er wohnt mit seiner Familie in einem armen Vorort der Metropole Buenos Aires und erlebt die Hochs und Tiefs einer jeden Kindheit. Das Besondere aber: Oscarcito ist der Held in einer Buchserie, die Kindern aus armen Verhältnissen das Lesen und Lernen leichter macht. Denn mit den Geschichten und der Sprache der Oscarcito-Reihe können die Kinder sich viel besser identifizieren als mit den herkömmlichen Charakteren aus den argentinischen Schulbüchern. Die spiegeln eher die Mittelschicht und Bildungselite des Landes als den Alltag von Kindern, deren Eltern oft selbst nicht lesen können.

Oscarcito hat auch in Deutschland schnell Freunde gefunden: Der Kabarettist Horst Schroth und seine Frau Dr. Elke Rottgardt haben das Projekt finanziert. Den Impuls dafür bekamen sie von argentinischen Freunden,  die als Linguisten und Pädagogen an der Universität Buenos Aires arbeiten und das Vorschulprogramm für Kinder aus den Armenvierteln entwickelten. Gemeinsam mit CARE Deutschland-Luxemburg wird das Projekt seit knapp fünf Jahren umgesetzt und hat sich in den Schulklassen bewährt. Auch die Eltern haben das Angebot begeistert aufgenommen und lesen zu Hause gemeinsam mit ihren Kindern die Geschichten von Oscarcito. Dazu gibt es Anregungen und Arbeitsanleitungen, um der ganzen Familie den Spaß am Lesen und Lernen zu vermitteln. Ein Teil des Programms ist auch, dass sich die Eltern regelmäßig treffen und ihre Erfahrungen untereinander austauschen.

Nun wird das Projekt an die argentinischen Schulbehörden übergeben. In zwei Provinzen übernehmen die staatlichen Behörden den Buchdruck sowie die Materialkosten und bilden Lehrer in der Benutzung des Vorschulprogramms aus. Das Ziel einer landesweiten Einführung des kleinen Oscars rückt somit ein Stückchen näher.