El Niño: Die Folgen und die Hilfe von CARE

Das Wetterphänomen „El Niño“ wird dieses und nächstes Jahr die Niederschlagsmengen und Temperaturen stark beeinflussen. Das letzte Mal war El Niño 1997-98 so stark.

In vielen Ländern wird dies eine enorme Auswirkung auf die Wasser-und Nahrungsmittelversorgung haben. Die meisten der betroffenen Gebiete müssen bereits seit einiger Zeit von CARE mit Soforthilfen und längerfristigen Projekten unterstützt werden. CARE schätzt, dass bis zu 20 Millionen Menschen von den Folgen El Niños betroffen sein werden.                                             

CARE ist besonders besorgt über die Situationen von Mädchen und Frauen in den betroffenen Gebieten, die  häufig unverhältnismäßig stark von den Folgen durch Naturkatastrophen betroffen sind.

Welche Auswirkungen wird El Niño haben? Wie hilft CARE? Lesen Sie in diesem Überblick ein paar Beispiele!

 

Äthiopien: Die Regenfälle in der ersten Hälfte dieses Jahres sowie in der Hauptregenzeit sind durch EL Niño geringer als gewöhnlich ausgefallen. Das führt zu Problemen bei Anbau und Ernte und verstärkt so die ohnehin schon unsichere Nahrungsmittelversorgung in den Dürre-Gebieten.  Nach Schätzungen der Regierung benötigen bis zu 4,5 Millionen Menschen Soforthilfe durch die Versorgung mit Nahrungsmitteln. Momentan versorgt CARE bis zu 250.000 Menschen mit dem nötigen Essen und plant in den nächsten Monaten 500.000 Menschen zu erreichen. 

Indien: El Niño führte während der Monsunzeit dazu, dass es in manchen Regionen viel zu viel und in anderen viel zu wenig regnete. Viele arme Bauern, die von den Erträgen der Landwirtschaft ihre Familien versorgen, sind betroffen. CARE unterstützt in den Gebieten Zentral- und Südindiens rund 15.000 Bäuerinnen. Gemeinsam mit den Frauen, die bis heute häufig  gesellschaftlich und politisch kaum Wertschätzung erhalten, soll für eine widerstandsfähigere Agrarproduktion gesorgt werden, um die Erträge zu steigern. Außerdem fördert CARE weitere Einkommensmöglichkeiten und unterstützt sie bei der Entwicklung lokaler Märkte.  Den Frauen soll so ein sicheres Netzwerk geboten werden, um sich in Zukunft selbst versorgen zu können.

Kenia: Starke Regenfälle bis ins Frühjahr 2016 erhöhen das Risiko von Überflutungen und Erdrutschen in Kenia enorm. CARE Kenia plant unter anderem die Instandsetzung des Wasserversorgungsystems mit Hilfe von Wasseraufbereitungsstationen und -speichern, sowie den Bau von Latrinen. Geschulte Helfer vermindern die Ausbreitung von Krankheiten und unterstützen speziell Schwangere, stillende Mütter und Opfer geschlechtsspezifischer  Gewalt.

Niger: Betroffen von langen Trockenzeiten sind vor allen Dingen die Regionen, die ohnehin schon unter einer mangelhaften Nahrungsmittelproduktion leiden. Nach Schätzungen der Regierung werden circa 3,4 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen sein. CARE plant mehr als eine halbe Million Menschen mit Notfallpaketen zu versorgen.

Philippinen: Bis Anfang 2016 wird es um 60-80 Prozent weniger regnen. Die Ernten werden vermutlich sehr schlecht ausfallen. Gerade in den durch den Taifun Haiyan 2013 stark betroffenen Gebieten wird der Bedarf an Nahrungsmittelversorgung extrem ansteigen. CARE unterstützt bereits mehr als 318.000 Menschen, die von der Naturkatastrophe betroffen sind und hilft lokalen Partnerorganisationen dabei, die selbstständige Versorgung der Menschen wieder zu gewährleisten.

Timor-Leste: Bisher führte El Niño zu sehr trockenen Klimaverhältnissen auf dem  Inselstaat in Südostasien und sorgte für eine sehr kurze Regenzeit. In den letzten Jahren kam es daher häufig zu einem Mangel an Grundwasser. In dem von CARE gegründeten Magazin Lafaek für die Menschen in Timor-Leste werden wichtige Informationen und Tipps zur Vorbereitung auf das veränderte Klima gedruckt. Das Magazin erreicht an die 45 Prozent der Menschen in den Städten Timor-Lestes.

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