Flüchtlinge im Kongo

CARE wird Arbeit vor Ort ausweiten

Seit ein paar Tagen ist der Osten der Demokratischen Republik Kongo wieder in den Schlagzeilen: Rebellentruppen rücken auf die Stadt Goma vor, Hunderttausende Menschen fliehen. Heute, am Donnerstag sind die Rebellentruppen des Generals Laurent Nkunda bereits vor den Toren der Stadt.  CARE hat 15 erfahrene Mitarbeiter vor Ort, einige von ihnen haben die Stadt aus Sicherheitsgründen verlassen. Diejenigen, die in Goma geblieben sind, berichten von Schusswechseln und nicht abbrechenden Flüchtlingsströmen in und aus der Stadt heraus. Sie schätzen, dass mindestens 100.000 Menschen in der Gegend Schutz suchen. Viele Frauen und Kinder sind darunter. Sie leben seit Jahren in einer Region der Gewalt.

Seitdem im Jahr 1994 der Genozid in Ruanda stattfand und die Gewalt auf das Nachbarland Kongo übersprang, leben die Einwohner zwischen den Frontlinien des Kampfes um Macht und Bodenschätze. Vergewaltigungen, Übergriffe, Raub und Mord gehören zu ihrem Alltag. Trotz allem natürlichen Reichtums ist der Kongo eines der ärmsten Länder der Erde; auf dem Welthungerindex des Forschungsinstituts IFPRI liegt es auf dem letzten Platz.

Der erneute Ausbruch der Kämpfe zwischen den Rebellengruppen und der kongolesischen Armee lässt die Menschen nun verzweifelt ihr Hab und Gut zurücklassen und treibt sie in die Stadt Goma – in der Hoffnung auf Hilfe. Sobald die Sicherheit für die CARE-Mitarbeiter wieder hergestellt ist, wird CARE seine Arbeit fortsetzen können. Derzeit mussten zwei Programme unterbrochen werden. Dennoch laufen die Planungen für baldige Nothilfe auf Hochtouren, das Länderbüro in Goma schätzt, dass es in den nächsten Wochen seine Arbeit verstärken und die Flüchtlinge, Heimkehrer und Einwohner mit medizinischer Versorgung und Nothilfe unterstützen wird. Am dringendsten werden Unterkünfte, Lebensmittel und sauberes Wasser benötigt.