Flüchtlingsgipfel der Vereinten Nationen

Zum Thema internationaler Flüchtlings- und Migrationsbewegungen kommen in New York Vertreter zahlreicher Ländern zusammen.

Am 19. September laden die Vereinten Nationen zu einem großen Gipfel in das UNO-Hauptquartier in New York ein. Verschiedene Vertreter aus zahlreichen Ländern werden zusammenkommen, um gemeinsam Lösungen in Bezug auf die internationale Flüchtlings- und Migrationsbewegung herauszuarbeiten. Am Folgetag kommen die Staatschefs der Mitgliedsländer auf Einladung von US-Präsident Barack Obama zu einem weiteren Treffen zusammen, um auf Basis der neuen Beschlüsse Verbindlichkeiten festzulegen.

Worum geht es bei dem Flüchtlingsgipfel?
Die ansteigenden Zahlen von Geflüchteten und Migranten stellen einige Länder vor neue Herausforderungen, die viele Staaten alleine nicht stemmen können. Der Flüchtlingsgipfel möchte daher Länder zusammenbringen, um in einem internationalen Rahmen gemeinsame und langfristige Ziele festzulegen und die Durchsetzung gefasster Beschlüsse zu organisieren. 

Was soll erreicht werden?
Der Flüchtlingsgipfel möchte einen Entwurf für eine verantwortungsbewusstere und strukturiertere internationale Antwort auf die steigenden Flüchtlings- und Migrationszahlen herausarbeiten. Dabei sollen entscheidende neue Verpflichtungen auf globaler Ebene festgelegt werden. Diese beinhalten hinsichtlich der Flüchtlinge unter anderem eine höhere Finanzierung für humanitäre Hilfe und für internationale Organisationen. Darüber hinaus sollen mehr Geflüchtete durch Umsiedlung oder andere legale Wege aufgenommen werden. Geflüchteten soll außerdem mehr Selbstständigkeit zugestanden und ein größeres Angebot an Integrationsmaßnahmen gemacht werden, damit sie einen besseren Zugang zu Bildung und legalen Arbeitsplätzen erhalten. Allgemein stehen auch Fragen der Grenzsicherung und Souveränität von Staaten, aber auch bezüglich der Menschenrechte von Migranten sowie des richtigen Umgangs mit Schlepperkriminalität auf der Agenda.

Wer nimmt teil?
Zahlreiche internationale Repräsentanten, darunter Staats- und Regierungschefs, Minister, führende Vertreter der UN, Mitglieder der Zivilgesellschaft und des privaten Sektors sowie internationale Organisationen werden bei dem Flüchtlingsgipfel vertreten sein. Am 19. September tagt die Generalversammlung der Vereinten Nationen in diversen Fachforen und bei der Plenarsitzung, um ein koordiniertes Vorgehen in Migrationsfragen unter Einhaltung des (humanitären) Völkerrechts zu erörtern und ein verantwortungsvolles wie zuverlässiges System zu etablieren. Erstmals wird eine Generalversammlung zu diesem Thema auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs stattfinden, worin eine große Chance liegt.

Am Folgetag, dem 20. September, laden außerdem US-Präsident Obama und die Regierungschefs von Äthiopien, Deutschland, Jordanien, Kanada, Mexiko und Schweden zu einem weiteren Treffen ein. Diese Staaten, die sich bisher stark für Flüchtlinge engagiert haben, wollen komplementär zur Tagung des Vortags vornehmlich Fragen der internationalen Flüchtlingspolitik diskutieren und signifikante, konkretere Verpflichtungen eingehen.  

CARE nutzt die globale Öffentlichkeit des Flüchtlingsgipfels, um auf die Belange von Geflüchteten aufmerksam zu machen und ihnen eine Stimme zu geben. Gemeinsam mit mehr als 50 weiteren Organisationen fordert CARE eine umfassende Umsetzung der schon vor sieben Monaten bei einer Konferenz in London gemachten Zusagen.


Hier gibt es weitere Informationen:

  • In dieser Pressemitteilung fordert CARE, dass auf den UN-Flüchtlingsgipfel konkrete Handlungen zum Schutz von Flüchtlingen folgen müssen.
  • Nach dem Ende des Flüchtlingsgipfels begrüßt CARE die Zusagen der Regierungschefs und fordert die Priorisierung von Frauen und Mädchen bei ihrer Umsetzung. Hier weiterlesen.
  • Auf dieser Seite bekommen Sie Informationen zur Arbeit von CARE mit Geflüchteten und zum Thema Flucht allgemein.
  • Immer mehr syrische Frauen sind alleine auf der Flucht. Lesen Sie hier unsere Forderungen nach Schutz und legalen Fluchtwegen für Frauen und Kinder sowie hier den vollständigen englischen Bericht dazu.
  • Die Forderungen von CARE und 50 weiterem Organisationen anlässlich des UN-Flüchtlingsgipfels finden Sie an dieser Stelle.