Fluten in Bolivien

Tausende Bolivianer sind obdachlos und verzweifelt. CARE verteilt Decken, Kochutensilien, Werkzeug und Saatgut

Starke Überflutungen, die seit November anhalten, haben in Bolivien Tausende Menschen in die Flucht getrieben. Mindestens 51 Einwohner sind bereits gestorben. Es ist das dritte Jahr in Folge, dass das südamerikanische Land unter Wasser steht. Doch die Überschwemmungen in diesem Jahr sind bislang die verheerendsten. Viele der Hauptstraßen sind durch die Wassermassen oder durch Erdrutsche blockiert, ganze Dörfer sind dadurch isoliert und von jeder Hilfe abgeschnitten. Wetterberichten zufolge kann der Regen noch den gesamten März hindurch anhalten.

„CARE verteilt im Bezirk Chuquisaca Decken und Kochutensilien an Tausende Menschen“, berichtet Nothilfekoordinatorin Becky Myton aus Bolivien. „Wir arbeiten daran, die Straßen wieder frei zu räumen, damit die Hilfe alle Menschen erreicht.“ Zusätzlich verteilt CARE Saatgut und Werkzeug, so dass die Einwohner nach Ende der Flut schnell wieder ihre Felder bewirtschaften können. „Die Hilfe wird noch einige Monate notwendig sein“, sagt Myton.

In den letzten Wochen ist die Zahl der Betroffenen von 133.000 auf 368.000 Menschen gestiegen. CARE untersuchte vor der Hilfsaktion den Bedarf vor Ort und hat sich auf den Bezirk Chuquisaca konzentriert, da dort bereits CARE-Projekte durchgeführt werden. In Chuquisaca sind etwa 3.000 Hektar Land überschwemmt, 200 Häuser zerstört und elf Menschen gestorben. CARE-Mitarbeiter berichten, dass insgesamt 25.000 Bewohner Chuquisacas betroffen sind.