Fluten in Sri Lanka: 300.000 Menschen auf der Flucht

CARE verteilt Nahrungsmittel und Nothilfeartikel

Heftige Monsunregen haben im Norden und Osten Sri Lankas schwere Überschwemmungen ausgelöst. Besonders von den Fluten betroffen sind die Regionen Batticaloa, Polonnaruwa und Ampara. Allein in Batticaloa sind 317 Millimeter Regen gefallen, der höchste Regenstand in den letzten 100 Jahren. Mindestens 23 Menschen sind bereits ums Leben gekommen, mehr als eine Million Menschen sind von den Fluten betroffen. Über 300.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und in Notunterkünften, Schulen, Tempeln und Kirchen Zuflucht vor dem steigenden Wasserpegel finden.

„Die Fluten haben enorme Verwüstungen angerichtet. Auch die Helfer sind betroffen, viele unserer Mitarbeiter mussten aus ihren Häusern fliehen“, berichtet Michael Rewald, CARE Länderdirektor in Sri Lanka. „Ganze Felder und damit die Ernten von tausenden von Familien wurden zerstört. Die Nahrungsmittelversorgung des gesamten Landes ist für das nächste Jahr gefährdet.“

CARE arbeitet unter Hochdruck, um Hilfe für die Überschwemmungsopfer zu leisten. An mehr als 6.000 besonders betroffene Menschen wurden bereits dringend notwendige Nahrungsmittel und Nothilfeartikel verteilt. CARE-Mitarbeiter arbeiten rund um die Uhr, um weiteren 12.000 Menschen die benötigte Hilfe zukommen zu lassen. Die Vorräte neigen sich jedoch bereits dem Ende zu und die betroffenen Regionen sind aufgrund von Erdrutschen kaum mehr zugänglich. CARE plant, die Nothilfe in den kommenden Wochen und Monaten mit weiteren Projekten zu erweitern.