Flutkatastrophe in Pakistan

Fragen und Antworten zur Nothilfe und Spenden

Wie vielen Menschen wird geholfen und womit?

CARE hat sich zunächst auf die medizinische Versorgung konzentriert. Mobile Kliniken sind in den überschwemmten Regionen im Swat-Tal unterwegs und konnten inzwischen rund 12.000 Menschen behandeln, darunter fast die Hälfte Kinder.

Für Notsituationen wie die derzeitige Flut hat CARE in Pakistan mehrere Warenlager, in denen Hilfsgüter gelagert werden. So konnten unmittelbar Zelte, Kleidung, Küchengeräte und Hygiene-Pakete verteilt werden, zunächst in der betroffenen Region Khyber Pakshtoon Kwa, wo sich auch das Swat-Tal, befindet. In der südlichen Provinz Sindh wurden zwölf Camps errichtet, in denen 427 Familien (2.138 Menschen) untergebracht werden. Die Menschen erhalten auch zwei Mahlzeiten pro Tag und erste medizinische Versorgung. In Khyber Pakshtoon Kwa erhielten 759 Familien (rund 7.000 Menschen) bereits Zelte und andere Hilfsgüter wie Kleider und Hygienepakete.

CARE konnte mit Hilfe von Privatspenden und finanzieller Zusagen von Geberländern unmittelbar neue Zelte und Hilfsgüter im Wert von rund 620.000 Euro (800.000 USD) einkaufen. Dazu wurden eine halbe Million Päckchen mit Wasserreinigungspulver aus Malaysia eingeflogen. Zwei kleine Wasseraufbereitungsanlagen sind ebenfalls eingetroffen und werden nach Muzafargarh und Sukkor geschickt.

Was plant CARE für die kommenden Wochen und Monate?

CARE plant, seine Hilfe auf die betroffenen Regionen Khyber Pakshtoon Kwa, Südpunjab und Sindh zu konzentrieren. Insgesamt sollen 300.000 Menschen erreicht werden, dafür benötigt CARE knapp 12 Millionen Euro. Der Fokus liegt auf Unterkünften, medizinischer Versorgung und Hygiene. CARE wird weiterhin Zelte und Hilfsgüter verteilen sowie mit mobilen Kliniken vor Ort Patienten behandeln. Eine Mammutaufgabe wird dann der Wiederaufbau: CARE will die Menschen dann besonders dabei unterstützen, ihre Lebensgrundlagen wieder aufzubauen.

Wie ist CARE in Pakistan aufgestellt?<media></media>

CARE hat seine Arbeit in Pakistan 2005 nach dem verheerenden Erdbeben aufgenommen. Das Büro hat rund 90 Mitarbeiter, davon sieben ausländische Kräfte. Die Projekte von CARE Pakistan konzentrieren sich auf Frauenrechte und auf die Verbesserung der Lebensgrundlagen für die Ärmsten im Land. Dazu gehört Bildung für Kinder und Jugendliche unterstützt und die Verbesserung der Lebensgrundlagen für arme Gemeinden. CARE arbeitet mit 40 lokalen Partnern in mehreren Provinzen des Landes.

Das Team hat bereits mehrfach Erfahrung mit Nothilfe gemacht. Zwei Jahre nach dem Erdbeben zog 2007 Wirbelsturm Yemyin über das Land. 2009 zwangen dann die Kämpfe zwischen Taliban und Regierung im Swat-Tal Millionen Menschen zur Flucht.

-> Lesen Sie dazu ein Interview mit Waleed Rauf, dem CARE-Länderdirektor in Pakistan

Kommen die Spenden bei der Bevölkerung an?

CARE und andere Nichtregierungsorganisationen arbeiten unabhängig von Regierungen. Die Gelder gehen unmittelbar zum CARE-Länderbüro, das damit Hilfsgüter einkauft und nach Prüfung entscheidet, wo welche Güter verteilt werden. Auch bei den Verteilungen selbst sind geschulte Helfer vor Ort und garantieren, dass die Betroffenen erreicht werden und Korruption verhindert wird. Die lokalen Partner, mit denen CARE arbeitet, richten sich nach den CARE-Standards der Nothilfe und werden sorgfältig ausgewählt. Außerdem findet nach den Verteilungen eine ausführliche Prüfung der Abläufe statt, um Beschwerden aufzunehmen und Prozesse zu verbessern.

CARE unterstützt die Menschen in Pakistan mit Zelten, mobilen Kliniken und Hilfsgütern. Bitte helfen Sie uns, zu helfen:

Spendenkonto 4 40 40
Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 50 198)
Online spenden unter www.care.de/spenden-helfen
Schicken Sie eine SMS mit CARE an die 81190 und unterstützen Sie uns mit 5€ (zzgl. SMS-Versand, Charity-Erlös 4,83€/SMS).