Gaza: Eskalation der Gewalt

CARE fordert zusammen mit 33 weiteren Hilfsorganisationen eine Waffenruhe.

In den letzten Tagen kam es in Gaza und im südlichen Israel zu starken Ausbrüchen von Gewalt. In der Nacht des 7. Juli führte die israelische Armee einen Militäreinsatz im Gazastreifen durch, während vom Palästinensergebiet aus weiterhin Raketen ins südliche Israel geschossen wurden. Seit dem 11. Juli um 15 Uhr (Lokalzeit) haben die Vereinten Nationen 192 Opfer in Gaza gemeldet, die meisten davon aus der Zivilbevölkerung. Dazu gehören auch zahlreiche Frauen und Kinder. Die Zahl der Verletzten belief sich auf über 1.300. Einige Israelis erlitten Verletzungen aufgrund des Raketenbeschusses.
 
In Gaza wurden bisher 1.200 Gebäude als zerstört oder stark beschädigt gemeldet. Über 24.500 Menschen wurden vertrieben und von Verwandten aufgenommen. Gemäß Erwartungen wird diese Zahl leider ansteigen, da die israelische Armee vor kurzem die Anweisung erlassen hat, dass PalästinenserInnen, die in der Nähe der Grenze zu Gaza leben, ihre Häuser verlassen sollen.

CARE West Bank/Gaza hat seine Arbeit vorläufig unterbrochen und koordiniert mit seinen Partnern vor Ort, um der betroffenen Bevölkerung Nothilfe zukommen zu lassen sobald es die Situation ermöglicht. Die dringendsten Bedürfnisse in Gaza sind Sanitätsartikel, Hilfsgüter wie Matratzen, Decken und sichere Unterkünfte.

“Die Gewaltausbrüche machen das Leben für die in Gaza lebenden Menschen extrem schwierig, vor allem für Frauen und Kinder” erklärt Basem Al Aref, CARE-Länderdirektor. “Alle ziehen sich in ihre Häuser zurück und unsere in Gaza stationierten KollegInnen sind bei Verwandten untergekommen. Alle versuchen, ihre Familien in Sicherheit zu bringen nach einer schrecklichen Nacht voller Gewaltausbrüche.”

Die Gewaltseskalation ist eine große Bürde für die Kinder, die in vielen Fällen stets noch durch vergangene Zusammenstöße traumatisiert sind. “Niemand weiß, was als Nächstes passieren wird” sagt Al Aref.

Am 11. Juli haben CARE und 33 weitere internationale Organisationen einen Aufruf an alle Beteiligten veröffentlicht, die Gewalt zu beenden und sich auf einen Waffenstillstand zu einigen. Humanitärer Zugang muss von allen Konfliktparteien garantiert werden, um der Bevölkerung weiteres Leiden zu ersparen.

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