Griechenland: Brücken statt Mauern bauen

UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon forderte bei einem Besuch bei der CARE-Partnerorganisation SolidarityNow in Griechenland mehr Solidarität für Flüchtlinge.

UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon besuchte am ersten Tag das Solidaritätszentrum der CARE-Partnerorganisation SolidarityNow in Athen. Er zeigte sich solidarisch mit den Flüchtlingen und wollte sich ein eigenes Bild der humanitären Krise machen.

„Der Besuch im Solidaritätszentrum von Solidarity Now war bewegend. Es ist ein kleiner Ort, an dem viel geleistet wird“, so Ban Ki-Moon. Über die humanitäre Krise sagte er: „Tausende Menschen sind auf der Flucht ums Leben gekommen. Wir müssen uns solidarisch gegenüber den Menschen zeigen, die um ihr Leben fliehen. Staaten müssen sich gegenseitig bei der Aufnahme der Flüchtlinge unterstützen und statt Fremdenfeindlichkeit ihr Mitgefühl zeigen. Flüchtlinge und Migranten können die europäische Gesellschaft mit ihren Fähigkeiten und ihrem Wissen bereichern. Wir müssen ihnen Arbeitsplätze und Bildungsmöglichkeiten bieten. Statt Mauern müssen wir Brücken bauen.“

CAREs Partner SolidarityNow hilft seit 2013 Menschen in Not in Griechenland. In Athen hat die Organisation bereits über 40.000 Menschen mit medizinischer, rechtlicher und psychologischer Beratung unterstützt.

„Der Besuch des UN-Generalsekretärs ist ein wichtiges Symbol. Die internationale Gemeinschaft signalisiert, dass sie die Arbeit der Hilfsorganisationen, freiwilligen Helfer und der griechischen Bevölkerung anerkennt, die gemeinsam die Flüchtlingskrise bewältigen“, so der Präsident von SolidarityNow. Es sind die vielen Helfer vor Ort, die sich an vorderster Front für europäische Werte wie Solidarität und Demokratie einsetzen. Am Samstag, den 18.06., reiste Ban Ki-Moon weiter zur griechischen Insel Lesbos, um mit Flüchtlingen, Asylsuchenden, Freiwilligen, Organisationen und lokalen Behörden zu sprechen.