Große Katastrophen – großer Einsatz

Pakistan, Haiti, Japan, Elfenbeinküste, Horn von Afrika: Nothilfe von CARE in der ersten Jahreshälfte 2011

 

2010 war ein Jahr großer Katastrophen, die in Ländern wie Pakistan und Haiti bis heute Spuren der Zerstörung hinterlassen haben. Auch in der ersten Jahreshälfte 2011 stellten Katastrophen wie das Erdbeben in Japan die Nothilfe-Teams von CARE vor große Herausforderungen, Hilfe für die betroffenen Menschen zu leisten. Flüchtlinge vor der Gewalt in der Elfenbeinküste oder vor der Hungerskrise am Horn von Afrika benötigen die Hilfe von CARE– nicht nur akut, sondern auch in den kommenden Monaten.


Pakistan: Ein Land unter Wasser
Nach ungewöhnlich starken und andauernden Monsunregen steht Ende Juli 2010 ein Fünftel Pakistans unter Wasser. Mehr als 14 Millionen Menschen sind von den Fluten betroffen, über 1.700 sterben. Mit Notunterkünften, Medikamenten, Lebensmitteln und Trinkwasser hilft CARE den Betroffenen.
Über ein halbes Jahr nach der Flut leistet CARE konkrete Unterstützung beim Wiederaufbau des Landes. CARE schafft neue Einkommensquellen, etabliert Zentren zur Traumabewältigung und fördert die Landwirtschaft. „Wir sind noch am Anfang", sagt CARE Projektleiter Mujahed. "Aber wir haben wieder Hoffnung. Und das ist das Allerwichtigste."

Lesen Sie hier den Blog von CARE-Mitarbeiter Thomas Schwarz, der ein Jahr nach der Katastrophe nach Pakistan reiste.



Haiti: Erst das Beben, dann die Cholera
Das Erdbeben in Haiti im Januar 2010 fordert mehr als 220.000 Tote, über 1,5 Millionen Menschen wurden obdachlos. Im November brach dann auch noch die Cholera aus und verbreitet sich rasend schnell im ganzen Land
Nothilfe und Wiederaufbau gehen Hand in Hand: Während CARE die Menschen dabei unterstützt, sanitäre Einrichtungen, Übergangshäuser oder Schulen zu bauen, werden an Cholera erkrankte Menschen in Gesundheitszentren versorgt. Damit Cholera in Haiti Geschichte wird, klären CARE-Mitarbeiter und Freiwillige bei Workshops und im Radio über richtige Hygienemaßnahmen auf.

Japan: Drei Katastrophen auf einmal
Am 11. März 2011 bebt die Erde in Japan – so stark wie noch nie zuvor. Über 10.000 Menschen sterben, über 17.000 gelten als vermisst und über eine halbe Million muss in Notunterkünften Schutz suchen. Weil auch eine Industrienation wie Japan eine solche Katastrophe nicht alleine bewältigen kann, verteilt CARE Hygiene-Pakete, Küchenutensilien, Matratzen und Decken in Evakuierungszentren. CARE-Mitarbeiter betreiben außerdem eine Suppenküche. Durch die Unterstützung einer kleinen Zeitung werden Betroffene mit praktischen Informationen versorgt. Für soziale Einrichtungen wie Schulen und Heime ist ebenfalls Unterstützung geplant.
      
Elfenbeinküste: Flucht ins Ungewisse
Seit dem umstrittenen Ausgang der Präsidentschaftswahlen im Dezember 2010 kommt es in dem westafrikanischen Land immer wieder zu politischen Unruhen und Kämpfen. Hunderttausende Menschen fliehen – innerhalb der Elfenbeinküste oder in benachbarte Staaten wie Liberia. Die wenigsten Flüchtlinge haben keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser, Nahrung, Sanitäranlagen oder medizinischer Versorgung.
CARE versorgt mehr als 50.000 Flüchtlinge sowie über 10.000 Gastfamilien mit Trinkwasser und verteilt 12.000 Wasseraubereitungs-Kits. Geplant ist außerdem die dauerhafte Grundversorgung von 50.000 Flüchtlingen mit Lebensmitteln und wichtigen Gebrauchsgegenständen wie Hygiene-Kits, Decken und Kochgeschirr.

Lesen Sie hier über Songs, Videos und Kampagnen von CARE in der ersten Jahreshälfte 2011!


Horn von Afrika: Dürre, Hunger und kein Ende in Sicht
Seit Monaten hat es im östlichen Teil des Horns von Afrika nicht mehr ausreichend geregnet. Die Menschen in der Region sind zwar Dürrezeiten gewohnt, aber die anhaltende Trockenzeit hat sich mittlerweile zur schwersten Nahrungsmittelkrise weltweit entwickelt. Für Teile Somalias wurde eine Hungersnot ausgerufen. Mehr als 12 Millionen Menschen in Kenia, Äthiopien, Somalia und Dschibuti benötigen humanitäre Hilfe. Hohe Getreidepreise, das Massensterben von ganzen Viehherden und regionale Konflikte verschärfen die Nahrungsmittelkrise. Besonders Frauen, die teilweise mehrstündige Fußmärsche zum Wasserholen auf sich nehmen müssen, sind akut unterernährt und oft dehydriert. Im Flüchtlingslager Dadaab im Norden Kenias treffen täglich mehr als 1.000 Flüchtlinge – vor allem aus Somalia – ein.

In Äthiopien, Kenia und Somalia konnte CARE bisher über eine halbe Million Menschen mit akuter Nothilfe wie Wasser, Nahrung und Medizin erreichen. Gleichzeitig arbeitet CARE schon seit Jahren mit den Gemeinden, um sie besser auf schwere Dürrezeiten vorzubereiten und alternative Einkommensmöglichkeiten zu schaffen. Viehherden werden in schweren Zeiten verkleinert und Trockenfleisch als Reserve hergestellt. Insgesamt will CARE 1.8 Millionen Menschen unterstützen.

 

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