Haiti: Nach Tropensturm Isaac arbeitet CARE-Team unter Hochdruck

CARE-Einsatzteam verteilt Werkzeuge und Abdeckplanen an betroffene Familien

Tropensturm Isaac hat am Wochenende vor allem die Städte Carrefour und Léogâne im Süden und Südwesten Haitis sowie die Hauptstadt Port-au-Prince getroffen. Viele Bewohner von Carrefour, der zweitgrößten Stadt Haitis, leben auch mehr als zwei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben vom Januar 2010 in Übergangsunterkünften. Vor allem ihre Häuser wurden beschädigt, ganze Dächer vom Sturm heruntergerissen. Die heftigen Regenfälle haben zu Überflutungen in den Lagern geführt, etwa 14.375 Menschen mussten evakuiert werden.

CARE arbeitet mit über 300 meist einheimischen Mitarbeitern in Haiti. Fast 80 Mitarbeiter sind nun unter Hochdruck im Einsatz, um den Schaden zu bemessen und Hilfsgüter zu verteilen. In Carrefour versorgt CARE 4.000 Familien mit Abdeckplanen und Nägeln, damit sie ihre Häuser reparieren können. Außerdem verteilt CARE Schaufeln, Schubkarren und andere Werkzeuge an die Stadtverwaltung, um Aufräumarbeiten zu unterstützen.

Hilfe für Frauen und Mädchen

CARE unterstützt dabei - wie auch bei den langfristigen Entwicklungsprojekten in Haiti - vor allem Frauen und Mädchen, die bei Krisen besonders verwundbar sind. Insbesondere schwangere Frauen leiden, wenn es nicht ausreichende Nahrungsmittel gibt. CARE unterstützte bereits vor dem Sturm rund 12.000 Familien im Westen des Landes mit Gutscheinen zum Kauf von Reis, Mais, Bohnen und Öl und weitet die Hilfe nun auf die von Isaac betroffenen Menschen aus.

CARE arbeitet seit 1954 in Haiti und koordiniert sich eng mit der haitischen Regierung, der Koordinierungsstelle für humanitäre Angelegenheiten der Vereinten Nationen (OCHA) und anderer Nichtregierungsorganisationen. Nach dem Erdbeben im Januar 2010 half CARE mehr als 290.000 Menschen mit Lebensmitteln, sauberem Wasser, Notunterkünften und anderen lebenswichtigen Gütern.