Hilfe für Flüchtlinge in der Elfenbeinküste und Liberia

Hunderttausende Flüchtlinge in Liberia und in der Elfenbeinküste brauchen dringend Unterstützung

Seit dem umstrittenen Wahlausgang zwischen Laurent Gbagbo und Alassana Ouattara im letzten Jahr sind Hunderttausende vor den politischen Unruhen und Kämpfen geflohen. Die Flüchtlinge brauchen dringend Nahrungsmittel, sauberes Wasser und Zugang zu sanitären Anlagen. CARE hat sich in der Elfenbeinküste bisher darauf konzentriert, sauberes Trinkwasser und sanitäre Anlagen für Binnenflüchtlinge bereitzustellen, um das Risiko von Cholera, Gelbfieber, Malaria und anderer infektiöser Krankheiten zu minimieren. Zwei Wochen lang hat CARE Wasser an mehr als 2.300 Familien in Duekoue verteilt und 125 Brunnen in Man City chloriert. Außerdem hat CARE Abfallsammlungen in Flüchtlingscamps in Man und Duekoue unterstützt.

CARE beurteilt momentan die Wasser- und Sanitäranlagen in Korogho und Bouake, wo viele Leute aus Abidjan Zuflucht finden. CARE sammelt die notwendigen Informationen über die Anzahl der Flüchtlinge, ihre Aufenthaltsdauer in den Camps und ihre Bedürfnisse. CARE und das Welternährungsprogramm (WFP) erwägen zudem, Proteinkekse an Binnenflüchtlinge an den Transitstellen zu verteilen.

„Die Situation hier ändert sich jeden Tag. Aber wir arbeiten unter Hochdruck daran, unsere Hilfe an die Bedürfnisse der Menschen anzupassen“, so Amadou Sayo, CARE Nothilfe-Koordinator für das südliche und westliche Afrika. In Liberia, wo mehr als 100.000 ivorische Flüchtlinge untergekommen sind, hat CARE als eine der ersten Hilfsorganisationen Nothilfe geleistet und etwa Hygienesets an 9.000 Flüchtlinge verteilt. CARE hat außerdem Aufklärungskampagnen zur Verbesserung der Hygienesituation veranstaltet und Brunnen repariert, um den enormen Zustrom an Flüchtlingen in Liberia bewältigen zu können.

Vor allem der große Anteil an weiblichen Flüchtlingen ist besonders gefährdet, Opfer sexueller Gewalt zu werden. CARE ruft daher zu auf, diesem Problem mehr Aufmerksamkeit zu schenken und die Vorbeugung sexueller Gewalt in die Nothilfe zu integrieren.