Hürdenlauf zur Mutternacht

CARE fordert mehr Einsatz von der Bundesregierung im Kampf gegen die Müttersterblichkeit

Anlässlich des Muttertages forderte CARE Deutschland am Donnerstag, den 5. Mai, die Bundesregierung in Berlin mit einem Hürdenlauf dazu auf, die Müttersterblichkeit zu reduzieren und Armut zu bekämpfen. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Mutternacht statt. Es beteiligten sich zahlreiche Entwicklungshilfeorganisationen sowie die Stiftung Weltbevölkerung.

Auch der deutsche Hebammenverband unterstützte die Aktion mit seiner spontanen Teilnahme. Frauen, verkleidet als Schwangere, versuchten in Sporttrikots südlicher Länder, wie Tschad, Demokratische Republik Kongo und Haiti mühevoll, symbolische „Hürden" zur sicheren Geburt in armen Ländern zu überwinden.
Deutschland hat sich im Rahmen der Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen verpflichtet, bis 2015 die Müttersterblichkeit um drei Viertel zu senken (Millenniumsziel 5). Fortschritte zu dieser Zusage sind bisher ausgeblieben.

Alle 90 Sekunden stirbt einen Frau an den Folgen einer unsicheren Geburt. Das sind rund 1.000 Frauen am Tag. Diese Todesfälle sind mit einfachen und kostengünstigen Maßnahmen zu verhindern, wie etwa durch die Anwesenheit einer ausgebildeten Geburtshelferin bei der Geburt und der Errichtung von Gesundheitsstationen in abgelegenen Gebieten.
Die deutschlandweite CARE-Kampagne „Lebensband“ widmet sich dieses Jahr der Müttersterblichkeit und ruft dazu auf, schwangeren Frauen eine Stimme zu geben: durch das Unterschreiben einer Petition an die Bundesregierung, durch eine Spende oder einfach durch Weitersagen.