Hurrikan Sandy: CARE hilft auf Haiti und Kuba

Der Hurrikan Sandy ist über die Vereinigten Staaten und die Karibik hinweggezogen und hat dort eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die Notfallteams von CARE sind auf Haiti und Kuba vor Ort und unterstützen die betroffenen Menschen.

Auf Haiti hat Sandy für drei Tage andauernde schwere Regenfälle gesorgt, denen 52 Menschen zum Opfer fielen. Am meisten betroffen sind die tiefer gelegenen Regionen im Westen Haitis, da sie noch immer mit den Folgen des Tropensturms „Isaac“ zu kämpfen haben, der im August  über das Land zog. CARE-Mitarbeiter berichten, dass in der Region Grande Anse 14 Menschen ums Leben gekommen. Dort wurden außerdem fast 3.000 Häuser und die Hälfte der Felder zerstört oder schwer beschädigt. In der Gemeinde Léogâne haben die Fluten zwei Dörfer zerstört und damit 300 Familien obdachlos gemacht. Auch dort wurden viele Felder überflutet, das bedeutet für viele Familien Nahrungsunsicherheit.

1,1 Millionen Menschen auf Kuba betroffen

Das Notfallteam von CARE Haiti konzentriert sich darauf, zügig sauberes Trinkwasser und Hygieneartikel für die besonders betroffenen Gemeinden in Grande Anse zu liefern. Schnelle Hilfe ist wichtig, um die Ausbreitung gefährlicher Krankheiten wie Cholera durch verschmutztes Wasser zu verhindern. Denn bereits jetzt wurden in Grande Anse 30 Fälle von Cholera gezählt, landesweit gibt es 300 Erkrankte und sechs Todesfälle.
Auch auf Kuba hat der Sturm Schäden angerichtet: Dort hat „Sandy“ im Südosten des Landes Erdrutsche verursacht. Nach Schätzungen der UN sind 1,1 Millionen Menschen auf Kuba von den Folgen des Sturms betroffen. 180.000 Häuser wurden beschädigt, 50.000 davon sind zerstört. Darüber hinaus sind 970 Quadratkilometer Anbaufläche beschädigt worden. Das hat auch Auswirkungen auf den Rest des Landes, da im Osten Kubas ein Großteil des gesamten Getreides angebaut wird.
“Dies ist einer der schwersten Wirbelstürme, den der Osten Kubas jemals erlebt hat. Obwohl die kubanischen Behörden sehr gut vorbereitet waren, hat der Sturm die Bevölkerung überrascht. Er zog direkt über die Stadt Santiago de Cuba hinweg, was bei Tropenstürmen hier normalerweise nicht der Fall ist.“, berichtet Christina Polzot, CARE-Vertreterin in Kuba. „Die kubanische Regierung hat die Evakuierung von 345.000 Menschen veranlasst. Darunter sind auch viele große Familien, sodass die Häuser überfüllt sind.“

Am nötigsten wir nun Material gebraucht, um die Häuser der Menschen wieder aufzubauen. Zudem sind Güter für den täglichen Bedarf wichtig, etwa Werkzeuge oder Hygieneartikel. Die Nothilfe auf Kuba wird von CARE in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und der kubanischen Regierung organisiert. CARE Kuba konzentriert sich auf Haushalte von alleinstehenden Frauen. Sie sind besonders hilfsbedürftig, da die Frau alleine die Verantwortung für die Familie tragen muss und es ihnen häufig an eigenem Einkommen fehlt.

CARE hilft den Betroffenen des Wirbelsturms "Sandy". Wenn Sie CARE mit einer Spende unterstützen möchten, klicken Sie hier.