Indonesien: Sechs Wochen nach dem Erdbeben auf Sumatra

1,2 Millionen Menschen betroffen / CARE arbeitet in den Bereichen Wasser, Hygiene und Unterkünfte

Am 30. September ereignete sich vor der Westküste der indonesischen Insel Sumatra ein schweres Erdbeben. Dem Beben mit einer Stärke von 7,6 auf der Richterskala folgten mehrere Nachbeben. Drei Dörfer in der Bergregion von Pariaman wurden von Erdrutschen vollständig begraben. Heute, sechs Wochen danach, spricht die Regierung von 1.117 Toten und 2.667 Verletzten. Insgesamt sind mehr als 1,2 Millionen Menschen betroffen.

CARE hat sich in den ersten Tagen nach der Katastrophe darauf konzentriert, Hilfsgüter in abgelegenen Gebieten außerhalb der Stadt Padang zu verteilen. Dazu gehören Hygienesets, Decken, Sarongs und Küchenutensilien. CARE-Mitarbeiter führten Hygieneschulungen durch, um die Bevölkerung über die Gefahren von Seuchen aufzuklären. Außerdem erhielten die betroffenen Gemeinden Wasserreinigungstabletten und behelfsmäßige Latrinen. Bisher hat CARE auf diese Weise mehr als 30.000 Menschen erreicht. Das Außenministerium von Luxemburg unterstützte die Nothilfe mit 100.000 Euro.

Jetzt muss dringend mit dem Wiederaufbau begonnen werden. Mehr als 114.000 Häuser sind nach Regierungsangaben schwer zerstört. In den ersten Wochen nach dem Beben schliefen viele Menschen noch unter freiem Himmel, weil sie Angst vor Nachbeben und dem Einsturz ihrer Häuser hatten. Jetzt werden Materialien wie Wellblechplatten und Sperrholz benötigt, um die beschädigten Gebäude zu reparieren. Auch Schulen haben schwere Schäden genommen. CARE stellt Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen zur Verfügung, damit die Kinder schnell wieder in einen geregelten Schulalltag zurückkehren können.

CARE arbeitet vor Ort mit der lokalen Partnerorganisation „Pusat Pengkajian dan Pengembangan Sumber Daya“ (P3SD) zusammen, die bereits bei dem Erdbeben in Westsumatra im Jahr 2007 Hilfe leistete. In Indonesien arbeitet CARE seit mehr als 40 Jahren und leistet Nothilfe bei Naturkatastrophen sowie langfristige Entwicklungszusammenarbeit.

 

CARE ruft zu Spenden für die betroffenen Bewohner der Insel Sumatra auf:

Spendenkonto 4 40 40
Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 50 198)
Onlinespenden unter www.care.de/spenden.html
Spendenhotline: 0900 5 051 051 (5 €/Anruf aus dem dt. Festnetz)