Internationaler Tag der indigenen Völker: Kunst, Kultur und Inspiration

CARE engagiert sich weltweit für die Rechte und Möglichkeiten indigener Völker

Gold, Öl und Gas sind Schätze der Natur, die für viele Wirtschaften der Welt von großem Wert sind. Für viele indigenen Völker bedeuten sie jedoch auch Benachteiligung: Gesellschaftliche Ausgrenzung, Armut und keine politischen Mitbestimmungsrechte. Enteignung, Vertreibung, Wasserverschmutzung und Lebensmittelunsicherheit stehen für sie auf der Tagesordnung. Damit sich das ändert und Beachtung findet, rufen die Vereinten Nationen seit 1995 jedes Jahr am 09. August zum Internationalen Tag der indigenen Völker auf.

Dieses Jahr dreht sich dieser Tag um indigenes Design: Geschichten und Kulturen feiern, eine eigene Zukunft bauen. Im Mittelpunkt steht das Bewahren und Wiederbeleben von indigenen Kulturen, Kunst und Musik, aber auch, wie sie ihre Umwelt mit ihren Besonderheiten inspirieren.


Asien, Lateinamerika, Europa: CARE unterstützt indigene Völker weltweit
Für CARE ist jeder Tag im Jahr ein Tag indigener Völker. Auf allen Kontinenten setzt sich CARE dafür ein, dass alle Menschen Gehör finden und sich selbstbestimmt in ihren Gemeinden engagieren. Zusammen mit der lokalen Partnerorganisation Accion Andina stellt CARE Gemeinden in den Anden Baumaterialien und Beratung zur Verfügung. Was sie genau mit dem Material bauen möchten, entscheiden sie dann selbst. Ergebnis sind bisher zehn Gemeinschaftshäuser, zwei Primarschulen und zwei Gesundheitsstationen.

Auch in Laos engagiert sich CARE. Hier ist jedes zweite Kind in den ländlichen Gebieten des Bezirks Dak Cheung im Südosten Laos mangelernährt, die natürlichen Ressourcen werden knapp und gut bezahlte Arbeit ist schwer zu finden. CARE unterstützt die ethnische Minderheit der Tarieng, mit neuen Anbaumethoden ihre Ernten zu steigern, mit Hygieneschulungen und besserer Wasserversorgung ihre Gesundheit zu verbessern. Ausbildungen und Trainings machen diese Verbesserungen auch langfristig erfolgreich.

Selbst in Europa ist für manche Menschen Ausgrenzung an der Tagesordnung. Vor allem Roma-Frauen auf dem Balkan sind von Diskriminierung und Gewalt betroffen. CARE unterstützt deshalb lokale Roma-Organisationen, ihre Strukturen zu verbessern und Projekte zu organisieren, um ihre Stellung in der Gesellschaft zu stärken und Vorurteilen abzubauen. Auch von Gewalt in einer seiner schlimmsten Formen – Menschenhandel – sind vor allem Roma-Mädchen auf dem Balkan betroffen. CARE unterstützt deshalb etwa die Organisation Lara, die Mädchen davor schützt, „verkauft“ zu werden und die die Gesellschaft für diese „moderne Sklaverei“ sensibilisiert.