James Bond-Bösewicht kämpft für das Klima

Mads Mikkelsen zur Filmpremiere von „Climate Refugees“ in Kopenhagen

Eigentlich wollte der dänische Schauspieler Mads Mikkelsen („Casino Royale“, „Die Tür“) in Paris sein. Doch weil in seiner Heimatstadt Kopenhagen gerade über die Zukunft des Klimas verhandelt wird, verschob er seine Reise und erschien zur Premiere des Films „Climate Refugees“ (Klimaflüchtlinge) von Michael R. Nash. Die internationale Hilfsorganisation CARE und die Tonny Sorensen Stiftung luden zum Empfang auf dem roten Teppich. „In diesem Film geht es nicht darum, wer für den Klimawandel verantwortlich ist oder warum er passiert“, sagte Mads Mikkelsen. „Er zeigt einfach die Menschen, die darunter schon heute leiden. Das ist eine Tatsache, und darum geht es.“

„Climate Refugees“ zeigt, dass Menschen heute und in Zukunft ihre Heimat verlassen müssen, weil der Klimawandel das Leben dort unmöglich macht. Diese dramatische menschliche Auswirkung des Klimawandels erzählt der Film anhand der Bewohner Tuvalus, des Sudans, Bangladeschs und New Orleans. Der Regisseur Nash reiste zwei Jahre um die Erde, um diese Menschen zu treffen und ihre Geschichte zu erzählen. „Als Filmemacher wollte ich das Scheinwerferlicht auf das menschliche Antlitz des Klimawandels richten. Alles, was ich unterwegs gesehen und gelernt habe, ist in diesem Film. Und er zeigt, dass der Klimawandel sich schon heute vollzieht. Aber wir können dieses Problem lösen. Und dafür müssen wir unsere Politiker in die Verantwortung nehmen. Wir brauchen eine globale Bewegung“, so Nash.

Weitere Informationen zum Film unter www.climaterefugees.com
Hintergründe zum Thema Klimawandel und Migration: Studie „Obdach gesucht. Auswirkungen des Klimawandels auf Migration und Vertreibung“.