Kenia: „Dank der Unterstützung von CARE kann ich für meine Zukunft planen”

Das CARE Projekt in Garissa zeigt, wie man sich auf die Dürre vorbereiten kann

Trocken und karg - die Landschaft auf der Fahrt zur Galbet Farm in Garissa, im Nordosten Kenias, ähnelt der Umgebung von Dadaab, dem größten Flüchtlingslager der Welt, das 100 Kilometer weiter nordöstlich liegt. Seit Monaten hat es hier nicht geregnet und die Büsche sind braun und kahl. Es sieht nicht nach einer typischen Umgebung für eine Farm aus, zumindest nicht für eine erfolgreiche.

Aber genau das haben die Bauern hier in Galbet: Erfolg. Während eine schwere Dürre das Vieh und damit die Lebensgrundlage der angrenzenden Regionen vernichtet, ist dieser kleine Flecken Land in Garissa buchstäblich eine Oase in der Wüste. Das ist aber nicht nur ein glücklicher Zufall. Die Menschen in Garissa wussten, dass die Dürre kommen würde. Und CARE hat ihnen geholfen, sich darauf vorzubereiten.

Hirten ohne Herde


Zweieinhalb Jahre lang hat CARE in den Distrikten Garissa, Moyale, Wajir und Mandera daran gearbeitet, Vorsorge gegen Dürrezeiten zu fördern. Das Programm erreicht 85.000 Menschen, vor allem Hirten und ehemalige Viehzüchter, die sich auf Ackerbau umgestellt haben, außerdem Gemeindeärzte und Terärzte. In einer Region, in der 80 Prozent der Menschen auf ihre Tiere angewiesen sind, stirbt mit dem Vieh auch die Lebensgrundlage. Nach einer Dürre im Jahr 2008 hat CARE hier begonnen zu arbeiten und will die Gemeinden widerstandsfähiger gegen zukünftige Krisen zu machen.  

Maka Kassim ist eine dieser Menschen. Als Hirtin zog sie mit ihrem Vieh dorthin, wo Weideland und Wasser zu finden waren. Nach einer schweren Dürre vor einigen Jahren starb ihre Herde und sie stand vor dem Nichts. „Ich dachte, ich muss etwas machen, um meine Familie zu ernähren,“ sagt sie. „Damit wir unser täglich Brot haben.“

Wasser und Wissen helfen

Heute geht es Maka gut. CARE zeigte ihr, wie man Ackerbau betreibt und die Produkte breit fächert,. Auf der Galbet Farm baut sie Futter für die Tiere, Bananen, Tomaten und Mangos an. Inzwischen kann Maka nicht nur ihre Familie mit sechs Kindern ernähren, sondern auch den Überschuss auf dem Markt in Garissa verkaufen und so ihr Einkommen aufbessern.


Das Geheimnis des Erfolges der Galbet-Farm? Die Aus- und Fortbildung der Landwirte. Und die verbesserten Wasserkanäle:  Vorher mussten die Bauern Wasser von einem Fluss holen. Eine zeitraubende und auch gefährliche Angelegenheit, denn an den Wasserstellen lauern auch Krokodile. Der alte Kanal wurde nur in lose Erde gegraben und barst deshalb immer wieder und das Wasser versickerte schnell. Jetzt gibt es eine funktionierende Wasserversorgung für die Gemeinden, um die Felder zu bewässern und die Menschen mit Trinkwasser zu versorgen. Mit einer elektrischen Wasserpumpe können die Bauern das System mit einem Schalter an- und abschalten. Das hilft beim Sparen von Wasser und Arbeit.

Gemeindeärzte und Viehverkauf


Galbet Farm ist nur eines der Projekte von CARE in der Region rund um Garissa. CARE bildet die Menschen auch in der Imkerei, der Futterherstellung für Vieh und im Milchverkauf aus. Damit die Nutztiere gesund bleiben, bietet CARE auch eine Ausbildung in medizinischem Grundwissen an. Damit können die Bauern und Hirten einfache Krankheiten erkennen und behandeln, die vorher zum Tod des Tieres geführt hätten. Bis heute hat CARE 255 Gemeindetierärzte ausgebildet. Einige von ihnen verkaufen auch bezahlbare Medizin für die Behandlung der Tiere an Viehzüchter und Hirten. Zusätzlich hat CARE die Versorgung mit und den Zugang zu hochwertiger und erschwinglicher Tiermedizin verbessert.

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Und CARE hat Brücken geschlagen: Zunächst zwischen der First Community Bank und der Kenianischen Fleischkommission., Beide stellen nun einen Fond für die Bauern bereit, damit sie sich einmal mehr Vieh kaufen können. Mit dieser Initiative können Bauern geschwächte Rinder aus der Region kaufen, sie mästen und dann mit Profit weiter verkaufen. Damit werden sie wieder unabhängiger von einer Dürre.

Zurück zur Galbet-Farm: “Wir möchten ein Vorbild sein,” sagt Maka Kassim. „Mit der Unterstützung von CARE bin ich in der Lage, meine Familie zu ernähren. Ich kann meine Kinder zur Schule zu schicken. Und endlich meine Zukunft planen.“