Kongo: Tausende Menschen auf der Flucht

CARE hilft mit Unterkünften, Wasser, Hygiene und Hilfsgütern

Andauernde Kämpfe zwischen Regierungstruppen und verschiedenen bewaffneten Gruppen haben seit April tausende Kongolesen in die Flucht getrieben. Bereits vor den erneut aufflammenden Kämpfen waren knapp zwei Millionen Menschen im eigenen Land vertrieben. Eine neue Welle der Gewalt in Nord-Kivu hat nun tausende weitere Menschen ihrer Heimat beraubt. In weniger als einem Monat sind knapp 200.000 Menschen geflohen. Sie suchen Obdach bei Gastfamilien oder in Flüchtlingscamps. Die meisten bleiben im Land, doch rund 10.000 Menschen flohen nach Ruanda, weitere 9.000 nach Uganda. 

"Die Menschen sind traumatisiert und haben Angst. Eine Frau erzählte uns, dass fünf Mitglieder ihrer Familie bei einem Angriff auf ihr Dorf getötet wurden, darunter ihr Kind, ihr Mann und ihre Schwiegermutter", erzählt Aude Rigto, CARE-Regionaldirektor für Nordkivu. "Viele Menschen verstecken sich in den Wäldern, wir können sie nur schwierig erreichen." Auch die schlechten Straßennetze stellen Hilfsorganisationen wie CARE vor große Herausforderungen. CARE hat bereits an mehr als 1.200 Familien Bargeld-Coupons verteilt, damit sich die Flüchtlinge und ihre Gastfamilien dringend benötigte Lebensmittel kaufen können. "Außerdem wollen wir 1.500 Familien Plastikplanen geben, damit sie sich selbst eine Unterkunft bauen können." Zusätzlich baut CARE Wasserstellen und Latrinen, um die Hygiene in den betroffenen Gebieten zu verbessern. 

Im benachbarten Ruanda hilft CARE kongolesischen Flüchtlingen, die sich im Rubavu Distrikt niedergelassen haben. Das Flüchtlingslager dort ist eigentlich für 2.500 Menschen ausgerichtet, muss aber derzeit viermal so viele Flüchtlinge beherbergen. CARE hat zunächst ein System für Abwasser und Abfälle eingerichtet, um die hygienischen Verhältnisse zu verbessern. Außerdem werden besonders Frauen mit Basisgesundheitsversorgung unterstützt, die sie vor sexuell übertragbaren Krankheiten und ungewollten Schwangerschaften schützen. 

CARE arbeitet seit 1994 in der Demokratischen Republik Kongo und konzentriert seine Hilfe vor allem auf benachteiligte Frauen, Mädchen und Jungen sowie Rückkehrer. CARE hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Rechte zu stärken und sie dabei zu stärken, in ihren Gemeinden Verantwortung zu übernehmen.

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