Kongo: Viele Gewaltopfer mit HIV infiziert

CARE hilft vergewaltigten Frauen / „Krieg im Kongo ist auch Krieg gegen Frauen und Mädchen“

„Der Krieg in der Demokratischen Republik Kongo ist auch ein Krieg gegen Frauen und Mädchen", so CARE-Vorstandsvorsitzender Heribert Scharrenbroich. Für viele der Opfer bedeute dies, mit HIV infiziert worden zu sein. Durch die jüngsten Gewaltausbrüche in der Region Kivu sind Frauen noch stärker als bisher von Vergewaltigungen betroffen. Alleine bis September dieses Jahres seien in der Provinz Nord-Kivu „3500 Fälle von brutalster sexueller Gewalt" registriert worden, so Scharrenbroich. Durch die Kampfhandlungen der vergangenen Wochen seien Frauen und Mädchen noch stärker gefährdet, Opfer von Vergewaltigungen zu werden.

CARE unterstützt sie in medizinischen Zentren mit AIDS-Medikamenten. Um die Ausbreitung von AIDS einzudämmen, verteilt CARE deshalb in Gesundheitszentren Postexpositionsprophylaxe (PEP): Dabei werden Medikamente innerhalb von ein bis drei Tagen verabreicht, die die Gefahr der Übertragung des AIDS-Virus deutlich reduzieren. Die Frauen werden von CARE ebenso psychologisch betreut.

Schätzungen gehen davon aus, dass allein in der Region um Goma in den vergangenen zwei Wochen mindestens 150 Frauen vergewaltigt worden sind. Selbst in den Flüchtlingslagern sind sie vor Übergriffen nicht geschützt.