Kultur ist Identität

Jedes Jahr am 21. Mai erinnert die UN an die Bedeutung kultureller Vielfalt

Jedes Jahr am 21. Mai 2011 erinnert die UN am "Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung" an die Bedeutung kultureller Vielfalt und ihres Schutzes.
Kultur, Glauben und Lebensstil wählen und leben zu können, bedeutet vor allem eins: Freiheit. In vielen Ländern bleibt das jedoch ein Privileg. CARE versucht daher, indigene Bevölkerungen in Lateinamerika in die Gesellschaft zu integrieren. In Peru, Bolivien oder Ecuador etwa werden sie häufig politisch oder wirtschaftlich ausgegrenzt.

Häufig haben sie nicht genügend Nahrung und ausreichend medizinische Versorgung, die wenigsten haben Arbeit und Schulbildung ist Mangelware. Landflucht und Wanderarbeit ist weit verbreitet. Viele der Ureinwohner müssen deswegen in Slums leben, fühlen sich identitätslos und erleiden bitteres Elend.
CARE fördert daher die Selbstbestimmung der indigenen Bevölkerung und ermutigt sie, sich stärker in der Gemeinde zu engagieren. Wichtigstes Ziel ist es, den ausgegrenzten Volksgruppen Gehör und ein Mitspracherecht zu verschaffen. So können sie ein anerkannter, gleichberechtigter Teil der Gesellschaft werden.

Kleinprojekte zur Integration der ausgegrenzten Bevölkerungsteile beinhalten zum Beispiel den Bau eines Gemeinschaftshauses, einer Schule oder einer Gesundheitsstation. Ebenso gibt es Projekte zur Verbesserung der Landwirtschaft, Schafzucht oder Wollverarbeitung. Aus- und Fortbildungsmaßnahmen im technischen, handwerklichen und sozialen Bereich sind zentral, um das Selbstbewusstsein der indigenen Bevölkerung zu stärken, damit sie ihre Kultur nicht verlieren und trotzdem Teil ihrer Gemeinde werden können.