Lesotho: 725.000 Menschen bald auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen

CARE unterstützt mithilfe von Partnern die betroffenen Menschen

In Lesotho werden in den kommenden Monaten nach einem Bericht des "Lesotho Vulnerability Assessment Committees" (LVAC) mindestens 725.000 Menschen Nahrungsmittelhilfen benötigen.

Das kleine, als "Gebirgskönigreich" bekannte Lesotho liegt im südlichen Afrika. Es erstreckt sich über rund 30.000 Quadratkilometer und ist von allen Seiten von Südafrika umgeben. Armut ist in einem der kleinsten Länder der Welt weit verbreitet. 40 Prozent der 2,2 Millionen Einwohner gelten als "extrem arm".

Überschwemmungen bringen Hunger

Ernährungsunsicherheit und Nahrungsmittelknappheit sind im ländlichen Lesotho keine Seltenheit. Dabei haben Überschwemmungen und ungünstige Wetterbedingungen in den letzten beiden Jahren die Situation der Menschen weiter verschlechtert. Die Folge waren zwei schlechte Ernten, unter denen besonders arme Familien litten. Auch die kommende Ernte wird keine Besserung bringen, der Ertrag für Hirse und Mais soll nur 23 Prozent des Vorjahres betragen.

CARE arbeitet seit 1968 in Lesotho. 2001 schloss sich CARE Lesotho dem Büro in Südafrika an. Obwohl zwischen den beiden Ländern einige Unterschiede bestehen, stehen sie vor ähnlichen Herausforderungen. Hierzu gehören eine hohe HIV/AIDS-Rate sowie fehlender Zugang zu Krankenversicherung und Bildung. Besonders junge Menschen und Frauen sind von Krankheit, Nahrungsmittelknappheit, fehlender Bildung und Chancenlosigkeit betroffen. CARE unterstützt gemeinsam mit UN-Organisationen, lokalen Partnern und Hilfsorganisationen die Bevölkerung dabei, die Auswirkungen der Nahrungsmittelknappheit zu minimieren und die gesundheitliche und Bildungssituation der Menschen zu verbessern.