Malawi: Fast 1,5 Millionen Menschen benötigen Nahrungshilfe

CARE-Länderdirektor Michael Rewald berichtet über die Nahrungsmittelknappheit und erste Lebensmittelverteilungen in Malawi.

CARE hat in Malawi ein Programm zur Verteilung von Nahrungsmitteln in der Region Kasungu begonnen. Gleich am ersten Tag konnten mehr als 700 Menschen dringend benötigte Lebensmittel erhalten. Damit ist CARE die erste internationale Hilfsorganisation, die Betroffene durch Nahrungsmittelrationen unterstützt und damit dem staatlichen Programm der gezielten Nahrungsmittelverteilung folgt, das am Montag ausgerufen wurde.

Nach Angaben einer Kommission von Regierung, internationalen Gebern, Hilfsorganisationen und Wissenschaftlern haben zurzeit fast 1,5 Millionen Menschen wegen schlechter Ernten und spärlicher Niederschläge in Nord- und Zentral-Malawi nicht ausreichend zu essen und benötigen Hilfe. Weiter geht die Kommission davon aus, dass bis März nächsten Jahres 266.000 Haushalte nicht in der Lage sein werden ihren Hunger zu stillen.

In Kooperation mit dem Welternährungsprogramm WFP und der malawischen Regierung wird CARE 5.011 Tonnen Nahrungsmittel an über 82.322 Menschen verteilen. CARE-Länderdirektor Michael Rewald berichtet: „CARE arbeitet eng mit der malawischen Regierung, regionalen und lokalen Akteuren, dem Welternährungsprogramm sowie anderen Hilfsorganisationen zusammen, um sicherzustellen, dass die betroffenen Familien rechtzeitig die dringend notwendigen Lebensmittel erhalten.“

„Wir werden dafür sorgen, dass Lebensmittel, die durch unsere Spender finanziert werden, diejenigen erreichen, die am meisten in Not sind. Dazu gehören Frauen und Mädchen, die in besonderem Ausmaß von der Nahrungsmittelknappheit betroffen sind“, sagte Rewald.

Doch Rewald betonte auch, dass solche Verteilungen nur eine kurzfristige Antwort sein können, die die zugrunde liegenden Ursachen von Nahrungsmittelknappheit und Hunger nicht adressieren.

„CARE verbindet diese Nothilfe mit langfristigen Entwicklungsprogrammen in der Kasungu-Region. Damit wollen wir sicherstellen, dass Lebensmittelverteilungen im nächsten Jahr oder auch in Zukunft nicht mehr nötig sind. Wir kümmern uns um die Ursachen der Nahrungsmittelknappheit, wie Armut und Klimawandel. Am Ende ist es unser Ziel, Frauen und Männer zu stärken, damit diese sich in Krisenzeiten selbst ernähren können“, fügte Rewald hinzu.

 

Damit wir bei Nahrungsmittelknappheit und anderen Krisen schnell helfen können, benötigt CARE Ihre Spende!