Mali: Mehr als 235.000 Menschen auf der Flucht

CARE unterstützt malische Flüchtlinge und Gastfamilien im Niger und in Mali.

Nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen sind mehr als 107.000 Menschen nach den Kämpfen in Mali auf der Flucht. Die meisten Flüchtlinge kommen aus den im Norden gelegenen Städten Gao, Kidal und Timbuktu. Laut dem Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten der Vereinten Nationen (OCHA) sind weitere 128.000 Menschen in die umliegenden Länder geflohen. 

"Vielen Menschen in Mali fehlt es im Moment an fast allem: an Wasser, Nahrung und medizinischer Versorgung", so Marc de Lamotte, CARE-Regionaldirektor für Westafrika. "Die Situation ist kritisch. Insbesondere Menschen in ländlichen Gebieten haben schlechten Zugang zum Lebensnotwendigsten. Die Infrastruktur wurde teilweise komplett zerstört." 

Für Mädchen und Frauen besteht besondere Gefahr: In Gao und Timbuktu wurde bereits von Vergewaltigungen berichtet. 

128.000 sind in den Niger geflüchtet

Die Flüchtlingsströme verschlechtern sowohl in Mali als auch in den angrenzenden Ländern die bereits überstrapazierte Nahrungsmittelsituation. Viele haben durch die diesjährige Dürre und schlechte Ernte bereits ihre Lebensgrundlage verloren. 

CARE unterstützt malische Flüchtlinge im Niger mit Haushaltsgegenständen und Hygieneartikeln wie etwa Seife oder Eimern. In Mali wird CARE Vertriebene und Gastfamilien mit Nahrung und anderen lebensnotwendigen Gütern in dem Gebiet um Mopti zu helfen. An dieser Schnittstelle zwischen Süden und Norden des Landes kommen die meisten Flüchtlinge an. 

"CARE wird so schnell wie möglich auch die Menschen unterstützen, die vom Konflikt in Gao und Timbuktu betroffen sind", so de Lamotte. 

CARE arbeitet seit mehr als 40 Jahren in Mali sowie im Niger und hat langjährige Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe. 

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