Mali: Nahrungshilfe im Krisengebiet

Rokia und Ibrahim mussten ihre Heimatorte in Mali wegen der Gewalt im Land verlassen. Nun werden sie von CARE mit Nahrungsmitteln unterstützt.

Nach einer schweren Nahrungsmittelknappheit und politischen Konflikten im letzten Jahr haben die Menschen in Mali ihre letzten Reserven aufgebraucht. Die Gewalt im Land erschwert die Versorgung der Menschen. Rokia und Ibrahim gehören zu den mehr als 200.000 Binnenvertriebenen in Mali, die sich und ihre Menschen kaum mehr ernähren können.

Rokia (40) aus Niafounke, Mutter von vier Kindern

"Ich komme aus Niafounke. Das liegt im Norden Malis, in der Nähe der Stadt Timbuktu. Mein Mann wurde von bewaffneten Gruppen angegriffen und musste nach Niono fliehen, 270 Kilometer von Zuhause entfernt. Ich bin mit meinen vier Kindern nach Mopti geflohen. Wir leben zusammen mit dem Dorfvorsteher in einem kleinen Haus in der Gemeinde.

Ich habe große Angst um meinen Mann, ich höre nur sehr selten von ihm. Aber ich danke Gott dafür, dass meine Kinder und ich drei Mal am Tag etwas essen können. Das ist möglich, weil CARE und das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen uns unterstützen. Wasser holen wir uns aus dem Fluss, das mischen wir dann mit Bleiche, um es trinken zu können. Ich habe keine Arbeit und kann deswegen kein Geld verdienen, um meine Kinder zu versorgen."

Ibrahim (57) aus Temara

"Vor acht Monaten musste ich mein Dorf Temara im nördlichen Teil Malis verlassen. Seitdem lebe ich in Sevare, im Süden, nahe der Stadt Mopti. Dort wohne ich mit meiner Familie und mit der meines Bruders – etwa 20 Menschen – auf engstem Raum zusammen.

Wir stehen großen Schwierigkeiten gegenüber. Das größte Problem ist die Nahrungsknappheit. Wir brauchen vor allem auch sauberes Wasser. Im Moment trinken wir schmutziges Wasser aus dem Brunnen.

Wir können hier alle nicht arbeiten, also haben wir keinerlei Verdienst. Die Kinder können nicht zur Schule gehen. Nur durch die Hilfe von Hilfsorganisationen wie CARE haben wir wenigstens ein oder zwei Mahlzeiten am Tag."

Die Karte zeigt die jeweiligen Aufenthaltsorte von Rokia und Ibrahim in Mali

 

10 Euro kostet eine Monatsration Kraftnahrung für ein Kind. Bitte unterstützen Sie CARE bei der Nothilfe in Mali und spenden Sie hier!