Medikamente für den Gaza-Streifen

CARE beliefert Krankenhäuser im Gazastreifen mit Medikamenten und Verbandsmaterialien. Unterstützt wird CARE dabei vom Auswärtigen Amt.

Nach der Übernahme der Macht im Gaza-Streifen durch die Hamas im Juni vergangenen Jahres hat Israel den Grenzübertritt stark eingeschränkt. Die Einfuhr aller Güter, die nicht zur humanitären Hilfe bestimmt sind, wurde verboten. Diese Isolierung führte zu einer dramatischen Unterversorgung des Gaza-Streifens. Es fehlt an allem: Nahrungsmitteln, Medikamenten, Rohstoffen für Industrie- und Handelsgüter aber auch an Benzin und Treibstoffen. Dadurch können die ohnehin schon schlecht ausgerüsteten Krankenhäuser nicht funktionieren, Stromausfälle bis zu zwölf Stunden täglich gefährden Operationen und Notaufnahmen. Am 17. Januar dieses Jahres entschied Israel, den Gaza-Streifen vollständig abzuriegeln. Seitdem ist selbst die Einfuhr medizinischer Güter gestoppt.

CARE verteilt Medikamente und medizinisches Material wie Verbandszeug, Spritzen, Infusionsschläuche und Kompressen an das zentrale Medikamentenlager des Gaza-Streifens. Dieses wiederum wird sieben Krankenhäuser mit den von CARE bereitgestellten Mitteln beliefern. Die Krankenhäuser sind teilweise selbstständig mit der Bitte um Unterstützung an CARE herangetreten, da CARE als führende Organisation bei der Beschaffung und Verteilung von Medikamenten im Gaza-Streifen gilt. CARE organisiert die Lieferung der Medikamente in enger Absprache mit der israelischen Regierung und besorgt die Waren entweder im Gaza-Streifen selbst oder in der Westbank. So können Hunderte Menschenleben in der Region gerettet werden. Das Projekt wird unterstützt vom Auswärtigen Amt.

 

Lesen Sie hier den aktuellen Bericht über die humanitäre Lage im Gaza-Streifen (PDF, in englischer Sprache)