Nach den Katastrophen in Südostasien

Update: Wie und wo hilft CARE?

Vor drei Wochen richtete der Wirbelsturm Ketsana in Vietnam, Kambodscha und Laos große Zerstörung an, kurze Zeit später wurde die indonesische Insel Sumatra von einem Erdbeben erschüttert. Seitdem arbeiten die CARE-Teams unter Hochdruck. Sie ermittelten in den Tagen nach den Katastrophen, was am dringendsten benötigt wird.  koordinieren die Hilfsgüterverteilung und reichen Projektanträge bei staatlichen Geldgebern ein. So sieht es heute vor Ort aus:

Vietnam: Zwar konnte ein Großteil der Bevölkerung der Küstenregion und aus den tiefliegenden Gebieten evakuiert werden. Aber der Wirbelsturm änderte kurzfristig seine Richtung und überraschte damit noch weitere Regionen, die nicht ausreichend vorbereitet waren. Starke Regenfälle in den Tagen nach dem Wirbelsturm haben zu den schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten geführt. In vier Distrikten der Provinz Quang Nam verteilt CARE Küchensets mit Töpfen, Tellern und Besteck, Wellblechplatten, Moskitonetzen, Wasserkanistern und Wasserentkeimungstabletten. Das Auswärtige Amt unterstützt die Nothilfe von CARE in Vietnam mit 100.000 Euro, das luxemburgische Außenministerium stellt 75.000 Euro zur Verfügung.

Auch Kambodscha wurde von Ketsana betroffen. CARE ist seit langem in der Provinz Ratanakiri aktiv und verteilt dort in Zusammenarbeit mit dem World Food Programme Nahrungsmittel 4.668 Familien. Zudem werden 41 Schulen wieder instand gesetzt, sodass für insgesamt 5.000 Schüler neues Mobiliar und Lehrmittel vorhanden sind. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt CARE dafür mit 200.000 Euro.

In Laos verteilt CARE dringend benötigte Lebensmittel an 950 Menschen. Für 13.300 Menschen wird frisches Trinkwasser bereitgestellt, parallel klären die CARE-Mitarbeiter über die richtige Nutzung und Sauberhaltung auf. Um die Lebensgrundlagen wieder herzustellen, verteilt CARE außerdem Saatgut, Werkzeuge, Fischnetze und 2.000 Moskitonetze. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt diese Aktivitäten mit 200.000 Euro. Die luxemburgische Regierung unterstützt CARE mit 50.000 Euro bei der Verteilung von Nahrungsmitteln.

Indonesien: Die Westküste Sumatras ist von den Folgen des Erdbebens am schwersten betroffen. Letzte Schätzungen gehen von 704 Todesopfern, 295 Vermissten und 2.090 Verletzten aus. Mehr als 200.000 Häuser wurden komplett oder teilweise beschädigt. CARE hilft in der stark betroffenen Region Pariaman durch die Verteilung von Zeltplanen, Decken, Wasserkanistern und Moskitonetzen an 750 Haushalte. Für diese Unterstützung hat die luxemburgische Regierung 100.000 Euro zur Verfügung gestellt.  

 

CARE ruft zu Spenden für die betroffenen Bewohner auf:

Spendenkonto 4 40 40
Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 50 198)
Onlinespenden unter www.care.de/spenden.html
Spendenhotline: 0900 5 051 051 (5 €/Anruf aus dem dt. Festnetz)