Nahrungsmittelkrise am Horn von Afrika: Millionen brauchen Unterstützung

CARE versorgt Flüchtlinge mit Nahrungsmitteln und weitet Wasserversorgung aus

Die Dürre im östlichen Teil des Horns von Afrika hat sich mittlerweile zur schwersten Nahrungsmittelkrise weltweit entwickelt. Mehr als 10 Millionen Menschen in Kenia, Äthiopien, Somalia und Dschibuti benötigen humanitäre Hilfe.

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Verschärft wird die Nahrungsmittelkrise vor allem durch hohe Getreidepreise, den Tod ganzer Viehherden und regionale Konflikte. In Mandera, Kenia, stieg der Preis für Mais im Vergleich zum Vorjahr etwa um fast 60 Prozent. Aber nicht nur lokale Hirten sind betroffen: Steigende Lebensmittel-und Treibstoffpreise erschweren auch die Versorgung der Menschen in den Städten. 


Quelle: OCHA

Vor allem Frauen sind von der aktuellen Dürre betroffen: Sie sind es, die teilweise über zehn Stunden zum Wasserholen aufwenden müssen und ihre eigene Ernährung einschränken, um ihre Kinder zu versorgen. Stundenlange Märsche zur nächsten Wasserquelle und lange Warteschlangen machen es ihnen fast unmöglich, sich um ihre Kinder und den Haushalt zu kümmern.

Mehr als 1.000 Flüchtlinge pro Tag

Die kenianische Regierung hat die Dürre bereits zur nationalen Katastrophe erklärt. In den weltweit größten Flüchtlingslagern von Daadab im Norden Kenias, wo fast 367.000 Menschen leben, ist die Situation besonders schwierig: Tausende Somalier sind wochenlang gelaufen, um im Camp Hilfe zu bekommen.

Sehen Sie hier ein Video über Frauen in Kenia, auf die sich die Dürre besonders verheerend auswirkt. Neue Einkommensmöglichkeiten helfen.

Viele von ihnen sind akut unterernährt und dehydriert. Auch Fälle sexueller Gewalt gegen Frauen werden verhäuft gemeldet. Die mehr als 1.000 Flüchtlinge, die jeden Tag in Daadab neu eintreffen, belasten die ohnehin schon überstrapazierten Kapazitäten. CARE verteilt Lebensmitteln aus dem UN-Welternährungsprogramm (WFP) an Flüchtlinge in Dadaab. Ohne zusätzliche Finanzierung und Unterstützung werden die Ressourcen allerdings bereits im September erschöpft sein.

CARE Kenia verteilt Proteinkekse an die in den Auffanglagern ankommenden Flüchtlinge und versorgt die Bewohner mit Nahrungsmittelrationen. Außerdem verteilt CARE sauberes Trinkwasser und weitet die bereits bestehende Wasserversorgung aus.

CARE-Hilfe am Horn von Afrika:

CARE Äthiopien konzentriert sich derzeit unter anderem auf die Abwasserentsorgung sowie die Verteilung von Nahrungsmitteln, Wasseraufbereitungstabletten und Hygieneartikeln. Bisher konnte CARE Äthiopien so mehr als 218.000 Menschen unterstützen.

CARE Kenia unterstützt Gemeindetierärzte bei Impfungen, um Krankheiten des Viehs zu vermeiden. Außerdem konzentriert sich CARE Kenia langfristig auf Katastrophenvorsorge und -management lokaler Gemeinden. Auch Wasserversorgung, Hygieneschulungen und die Schaffung neuer Einkommensmöglichkeiten sollen die betroffenen Menschen unterstützen. Über 167.000 Menschen konnten so bisher erreicht werden. In den nächsten Wochen soll 200.000 weiteren Menschen im Nordosten des Landes geholfen werden.

CARE Somalia (Somaliland und Puntland) engagiert sich im Bereich Wasserversorgung und bietet "Cash for Work"-Programme an. Bisher konnten so 164.000 Menschen unterstützt werden.

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